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Nachricht vom 30.06.2020    

Eine Abiturzeugnisverleihung mal anders

Bedingt durch die weltweite Corona Pandemie, gestaltete sich die diesjährige Abiturzeugnisverleihung am Privaten Gymnasium Marienstatt anders als in den vergangenen Jahren, denn die Abiturientinnen und Abiturienten erhielten am Freitag, den 26. Juni ihre Hochschulreifezeugnisse ohne ihre Eltern und Verwandten, auf Abstand sitzend in der Marienstatter Sporthalle.

Rekordspende der Abiturienten an "Strahlemännchen". Fotos: privat

Marienstatt. Den Auftakt des Festprogramms bildete ein religiöser Impuls durch die Abiturientin Tabea Weller. Einen Zollstock in der Hand haltend, sprach sie die Maßstäbe an, die jeder Mensch im Leben brauche. Auch wenn es Situationen gebe, die man nicht abmessen könne, müsse nun jeder Schulabgänger für sich eigene Maßstäbe finden und definieren. Auf der Suche nach Hilfsbereitschaft, Toleranz und Akzeptanz biete die goldene Regel „Was du nicht willst, was man dir tut, das füge auch keinem anderen zu“ Denkanstöße.

Das Besondere dieses Jahres in Form von Abstand halten, Hände desinfizieren und Maske tragen nahm auch Schulleiter Andreas Wiemann-Stuckenhoff in seiner Ansprache auf. Das Abitur 2020 werde in die Geschichtsbücher eingehen, in denen viel Negatives wie die zahlreichen Revolutionen oder der Kolonialismus zu finden sei. Doch man stoße darin auch auf das Positive zum Beispiel bezogen auf das Frauenwahlrecht oder den Mauerfall und genau da gelte es für die Abiturienten anzusetzen. Noch sei ungewiss, wie das Jahr 2020 historisch bewertet werde, aber feststehe schon jetzt, dass das Verhältnis unter den Menschen neu vermessen werde. In diesen Prozess sollten sich nun die jungen Absolventen einbringen und die Welt verändern, denn die Grundlagen dafür seien in der Schulzeit gelegt worden. Andreas Wiemann-Stuckenhoff überbrachte auch die Glückwünsche von Schulträger Abt Andreas Range, dem Förderverein und Schulelternbeirat und dankte allen Eltern für die gute Zusammenarbeit und das entgegengebrachte Vertrauen.

Die Stufensprecher Louis Schell und Nele Mockenhaupt ließen in ihrer Rede Meilensteine der eigenen Schulzeit Revue passieren und dankten allen Lehrerinnen und Lehrern sowie ihren Eltern für die Unterstützung in den letzten acht Jahren. In Marienstatt hätten sie nicht nur Wissen erworben, sondern auch soziales Engagement sowie das Einstehen für den anderen. Wenn jemand auf dem nun anstehenden weiteren Lebensweg einmal hinfalle, solle er aufstehen und gestärkt in die Zukunft blicken.



Mit den Worten von Martin Luther King „Wir neigen dazu, Erfolg eher nach der Höhe unserer Gehälter oder nach der Größe unserer Autos zu bestimmen als nach dem Grad unserer Hilfsbereitschaft und dem Maß unserer Menschlichkeit“ stellten Lorena Lindemann und Julian Cramer noch einmal die Abi-Aktion 2020 vor und überreichten der Institution „Strahlemännchen“ aus Finnentrop, die schwer krebskranke Kinder und Jugendliche mit ihren Familien betreut, die stolze Summe von 18.765 Euro. Damit hat der Abiturjahrgang 2020 auch Geschichte geschrieben.

Bevor als Höhepunkt der Veranstaltung die Abiturzeugnisse überreicht werden konnten, wurden zahlreiche Abiturienten für ihre herausragenden Leistungen geehrt. Carla Frenzel erhielt für das jahrgangsbeste Abitur einen Preis vom Westerwald-Kreis, Lorena Lindemann und Julian Cramer wurden vom Land Rheinland-Pfalz für ihre besondere Haltung und den beispiellosen Einsatz in der Schule ausgezeichnet und Leon Kohlhas erhielt einen Preis für die beste Leistung im Fach Geschichte. Der Altphilologenverband ehrte Carla Frenzel für ihr Können in Latein und Noah Wagner erhielt eine Auszeichnung vom Landesmusikrat in Rheinland-Pfalz. Im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich haben in Mathematik Robert Hergenröther, in Chemie Jasmin Asbach, Isabell Hoß und Robert Hergenröther, in Physik Paul Höschler, Luca Micus, Leon Kohlhas und Marlon Steegers ihre außerordentlichen Leistungen unter Beweis gestellt. Im Fach Biologie wurde René Fuhrmann geehrt. Nach vielfältigen Danksagungen ging eine besondere Abiturzeugnisverleihung zu Ende. (PM)


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