Werbung

Nachricht vom 17.06.2020    

Von Menschen für Menschen: Westerwälder Hilfe für Namibia

Während die Corona-Lage in Deutschland derzeit stabil erscheint, kämpfen viele Länder weiterhin mit dem COVID-19-Virus und dessen Folgen. So trifft die Corona-Pandemie das wirtschaftlich angeschlagene Südafrika hart. Ganz besonders die arme Bevölkerung leidet unter der Pandemie und dem Lockdown. Ein Westerwälder nutzt seinen Geburtstag um denen zu helfen, die es am nötigsten haben.

Eine Helferin in Swakopmund bei der Verteilung der Essenspakete. Auf dem Papier steht. „Ich bin Essensverteilerin in meiner Gemeinschaft“. Foto: privat

Sessenhausen. Franz-Josef Endres aus Sessenhausen feierte unlängst seinen 60. Geburtstag. Anstelle von Präsenten bat er um eine Spende für die Okanona Kinderhilfe Namibia – einem Verein unter der Schirmherrschaft des Evangelischen Krankenhauses Dierdorf/Selters (KHDS), der sich für die Betreuung und Ausbildung von Kindern in Swakopmund/Nambia einsetzt.

Große Spendenbereitschaft – enorme Wirkung
Die Spendenbereitschaft der Gratulanten war riesengroß und dankbar nahm die Vorsitzende der Okanona-Kinderhilfe, Sabine Schmalebach, den Betrag von 1.500 Euro entgegen. „Wir waren noch im Februar in Namibia und haben mit Anette Louw, die in Südafrika alle unsere Kindergarten-, Schul- und Hilfs-Projekte persönlich betreut, die Planung für das laufende Jahr besprochen“, berichtet Sabine Schmalebach. „Im März erreichte uns dann der Hilferuf von Annette Louw. Per E-Mail berichtete sie von den ersten Corona-Fällen mit steigender Tendenz, Schulschließungen und dem Lockdown in Namibia. Unzählige Menschen haben ihr Einkommen verloren, vor allem die, die sowieso keine Rücklagen bilden konnten, alle Marktstände sind geschlossen, Taxi-Fahrer oder Car Guards werden nicht mehr benötigt und vielen Leuten wurden ganz einfach entlassen“, so die Okanona-Vorsitzende weiter.

Unbürokratisch und auch mit der großzügigen Spende von Franz-Josef Endres unterstützt die Okanona-Kinderhilfe die Menschen in und um Swakopmund in Namibia. Annette Louw hat mit dem Geld vor Ort Lebensmittel gespendet. „Ich habe in den vier Wochen Lockdwon jede Woche Essenspakte für 15 Familien eingekauft und zusätzlich an ein anderes Projekt geliefert, das die Verteilung für insgesamt fast 250 Pakete koordiniert hat. Ohne diese Unterstützung hätten viele Betroffene hungern müssen. Nach dem Lockdown ist die Hygiene eine große Herausforderung. Kindergärten und Schulen sollen wieder öffnen, eine Voraussetzung hierfür sind Desinfektions- und Putzmittel. Allerdings sind die Kosten dafür so enorm, dass die Kindergärten diese selbst nicht tragen könnten. Darum habe ich die Spenden auch hierfür genutzt. Die Dankbarkeit, die mir für diese Hilfe entgegengebracht wird ist unermesslich und ich möchte sie gerne an alle Unterstützter weitergeben“, so Annette Louw in ihrer letzten E-Mail-Nachricht aus Namibia.



Alle Okanona-Patenkinder in Südafrika sind gesund und können hoffentlich bald wieder ihre Kindergärten und Schulen besuchen. Das gelang nicht zuletzt dank engagierter Menschen aus dem Westerwald – hierfür danken die Aktiven der Kinderhilfe Namibia von Herzen!

Wenn Sie die Okanona Kinderhilfe Nambia e. V. unterstützen möchten, finden Sie hier die Bankverbindung: IBAN DE 63 5105 0015 0762 0714 87, BIC: NASS DE 55 XXX. (PM)



Lesen Sie gerne und oft unsere Artikel? Dann helfen Sie uns und unterstützen Sie unsere journalistische Arbeit im Westerwaldkreis mit einer einmaligen Spende über PayPal oder einem monatlichen Unterstützer-Abo über unseren Partner Steady. Nur durch Ihre Mithilfe können wir weiterhin eine ausgiebige Berichterstattung garantieren. Vielen Dank!



Mehr dazu:   Coronavirus  
Lokales: Selters & Umgebung

Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Selters auf Facebook werden!


Kommentare zu: Von Menschen für Menschen: Westerwälder Hilfe für Namibia

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus der Vereine


Besinnliche Adventsfeier des Westerwaldverein Bad Marienberg e.V.

Bad Marienberg. Auch in diesem Jahr waren die Tische liebevoll geschmückt und das Kuchenbuffet war einmal mehr "allererste ...

Schöne und bunte Gärten können auch wenig Arbeit machen

Maxsain. Zunächst stellten am Themenabend die beiden Jugend-forscht-Sieger Felix und Florian Heim die gegenwärtige Debatte ...

VOR-TOUR der Hoffnung e.V. hat neuen Vorstand

Waldbreitbach. Die VOR-TOUR der Hoffnung rollt mit rund einhundertzwanzig Radfahrern für krebskranke und hilfsbedürftige ...

DFB-Verdienstnadel für Stefan Theis (TSV Liebenscheid)

Oberwambach/Liebenscheid. Die Geschichte seines TSV Liebenscheid ist ohne die „Dynastie“ Stefan Theis undenkbar. Vater Werner ...

Happy Stubai für den Skiclub Bad Marienberg

Bad Marienberg. Zum 42. Mal bot der Skiclub Bad Marienberg diese Fahrt für seine Mitglieder an. Wegen der frühen Skisaison ...

Bell-Arena der Nistertaler Sportfreunde ist eröffnet

Atzelgift. In einer kleinen Feierstunde enthüllten Jugendspieler das Schild der "Bell-Arena". Es war schon etwas Besonderes ...

Weitere Artikel


Verkehrskontrolle zeigte viele Verstöße auf

Ransbach-Baumbach. Fahren ohne angeschnallt zu sein wird mit einem Verwarnungsgeld von 30 Euro sanktioniert. Für Nutzung ...

Borkenkäfer verändern das Landschaftsbild

Hachenburg. Reine Fichtenkulturen wird es in Zukunft gar nicht oder nur noch vereinzelt geben. Mischwäldern und Laubholzkulturen ...

Kultur im Westerwald erhält Unterstützung aus Berlin

Region. „Deshalb müssen wir die kulturellen Orte und Spielstätten erhalten. Genau das steht im Fokus des heute vom Bundeskabinett ...

A 3: Sperrung der Anschlussstelle Mogendorf in Richtung Köln ist abgesagt!

Mogendorf. Die Anschlussstelle Ransbach-Baumbach/Mogendorf kann somit von den Verkehrsteilnehmern uneingeschränkt befahren ...

FLUX4ART 2020: Die Landeskunstschau auch in Bendorf

Bendorf. Landesweit und dezentral werden innovative und zeitgenössische Kunst-Positionen vom 2. Oktober 2020 bis 7. Februar ...

Fuchsräude im Westerwald – Gefahr für Hunde

Region. Denn: Für eine Infektion reicht der Kontakt mit einem Fuchsbau oder Hinterlassenschaften von Füchsen. Sarkoptes-Milben ...

Werbung