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Nachricht vom 11.06.2020    

IHK: Mit gesundem Menschenverstand durch die Krise

Zum ersten Mal nach Ende des Lockdowns begrüßte IHK-Präsidentin Susanne Szczesny-Oßing gemeinsam mit dem IHK-Hauptgeschäftsführer Arne Rössel die Landräte aus dem IHK-Bezirk Koblenz sowie den Koblenzer Oberbürgermeister zum Erfahrungsaustausch in der IHK Koblenz.

Foto: IHK

Koblenz. Teilgenommen haben unter anderem die Landräte Dr. Peter Enders (Kreis Altenkirchen), Achim Hallerbach (Kreis Neuwied) und Achim Schwickert (Westerwaldkreis).

Sowohl Kreis- und Stadtverwaltungen als auch die Industrie- und Handelskammer Koblenz haben in der Corona-Krise pragmatisch, mutig und flexibel gehandelt und ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Viele Arbeitsabläufe haben einen deutlichen Digitalisierungsschub erfahren – diesen Schwung gilt es nun mitzunehmen. Dieses Fazit zogen die Anwesenden aus dem Austausch.

Gesprächsthema waren auch die bisherigen und kommenden Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen in Rheinland-Pfalz. Den gemeinsamen Blick aus Sicht der Runde auf die nähere Zukunft skizziert IHK-Präsidentin Szczesny-Oßing: „Kurzfristig müssen wir einen vernünftigen Mittelweg finden, um auch mit dem Virus gesund leben und zugleich wirtschaftlich erfolgreich arbeiten zu können. Weitere Transferzahlungen und Zuschüsse, die mit der Gießkanne verteilt werden und nicht zielgenau wirken können, belasten unnötig die ohnehin angespannten Haushalte.“ Die Landes- und Bundespolitik bleibt aufgefordert, mit geeigneten Maßnahmen das Investitionsklima zu verbessern und Investitionen auch mit vereinfachten Planverfahren zu fördern. Die politische Agenda solle sich voll auf das Wiedererstarken der Wirtschaft und die damit einhergehende Sicherstellung von Arbeitsplätzen und Stärkung der Region konzentrieren.



Ein weiteres wichtiges Thema ist die Verselbstständigung der Universität Koblenz. Die kommunalen Spitzen und die IHK Koblenz sind sich einig: Sie ist ein Kernelement des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Koblenz. Die Universität bringe junge Menschen und schlaue Köpfe in die Region. Dafür brauche es attraktive Studienschwerpunkte mit Anziehungskraft und Zukunft, zum Beispiel die Informatik. Eine eigenständige Universität Koblenz benötige in jedem Fall eine adäquate Finanzausstattung. Die bisher avisierten Mittel werden dafür nicht ausreichen.


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