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Nachricht vom 09.06.2020    

Eichenprozessionsspinner an einzeln stehenden Eichen entdeckt

Der Eichenprozessionsspinner ist eine Schmetterlingsart, die durch den Klimawandel vermehrt als Schädling an Eichen, gelegentlich an Hainbuchen, in Rheinland-Pfalz auftritt. Selbst in unserer Region sind schon einige Bäume mit Eichenprozessionsspinnerbefall entdeckt worden, dies teilt das Forstamt Dierdorf in einer Presseerklärung mit.

Einzelner Eichenprozessionsspinner am Stamm einer Eiche. Foto: Landesforsten.RLP.de / Marco Utsch

Dierdorf. Die Raupen leben in geselligen Familienverbänden und sammeln sich tagsüber in Gespinstnestern. Ab dem dritten Raupenstadium bilden die Tiere die gefährlichen Gifthaare aus. Die Gifthaare, die sich nach der Häutung der Raupen auch an den Nestern befinden, können extreme allergische Reaktionen an der Haut und in den Atemwegen auslösen. Es kann dabei zu Hautausschlägen, im schlimmsten Fall zu Asthmaanfällen kommen.

Da eine Verbreitung der mikroskopisch kleinen Gifthaare mit dem Wind über mehrere Meter möglich ist, besteht auch ohne direkten Kontakt zu den Raupenansammlungen eine Gesundheitsgefährdung. Wenn sie nach einem Park- oder Waldbesuch über die beschriebenen Beschwerden klagen sollten, nehmen sie umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch. Auch bei unseren Haustieren kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Eine Meldepflicht beim Eichenprozessionsspinner besteht für Privatpersonen nicht, jedoch wird die Meldung empfohlen.


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