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Nachricht vom 09.06.2020    

Atzelgifter Kirmesjugend sorgt für viele Gänsehaut-Momente

Wie viele andere Vereine in der gegenwärtigen Situation konnte auch die Kirmesjugend Atzelgift in diesem Jahr ihre traditionelle Sommerkirmes aufgrund der Corona-Pandemie nicht in der gewohnten Weise veranstalten. Diese Pandemie hielt die Kirmesjugend jedoch nicht davon ab, Kirmes zu feiern – nur eben als sogenannte „Home-Kirmes“.

Die Atzelgifter Kirmesjugend gestaltete eine kreative "Home-Kirmes". Foto: privat

Atzelgift. Eine Woche vor dem eigentlichen Kirmeswochenende machten sich einige Mitglieder auf den Weg und verteilten an jeden Haushalt ein Einladungsschreiben und eine originell gestaltete Bierflasche mit einem Etikett, das die Mitglieder in Einzelaufnahmen zusammengestellt in Form einer Collage zeigt.

Am Kirmessamstag folgten dann sehr viele Atzelgifterinnen und Atzelgifter der Einladung der Kirmesjugend und traten gegen 18 Uhr vor die Haustür, um dem mehr als einstündigen Programm des Vereins zu lauschen. Dazu hatten die Mitglieder an acht verschiedenen Stellen im festlich geschmückten Dorf Lautsprecher aufgestellt, über die klassische Kirmeslieder, die Rede des 1. Vorsitzenden Kevin Schäfer und traditionelle Atzelgifter Lieder übertragen wurden. In seiner Rede wies Kevin Schäfer zunächst auf die Bedeutsamkeit der Einhaltung der aktuell geltenden Regeln hin und betonte, dass es zwar die erste, aber hoffentlich auch letzte Atzelgifter Home-Kirmes sei.

Neben den Sponsoren wie dem Festwirt Peter Henrichs aus Elkenroth, der Hachenburger Brauerei, die selbst einen Videogruß nach Atzelgift sendete, und DJ Jan Becher aus Steinebach/Sieg dankte der erste Vorsitzende unter anderem den Atzelgifter Kindern für das Ausmalen der Wappen und das Aufblasen der Luftballons zur Verschönerung des Dorfes, allen Mitgliedern des Vereins sowie den Atzelgifter Bürgerinnen und Bürgern für die sehr positive Resonanz im Vorfeld.

Darauf folgte das eigentliche Highlight dieses Abends, denn speziell für diesen Anlass hatten sich vier Atzelgifter zusammengetan und drei traditionelle Lieder aufgenommen. Mit Akkordeonbegleitung sangen sie das über 100 Jahre alte Lied „Ich hab mir eines erwählet“, „Tief im Westerwald“ und das Vereinslied der Kirmesjugend „In Atzelgift, da steht ein Haus“. Vor allem das letzte Lied ließ bei einigen Zuhörerinnen und Zuhörern Gänsehaut und die eine oder andere Träne entstehen, denn nach dem offiziellen Ende der Vereinshymne stimmten vielerorts die Menschen die inoffizielle Fortsetzung an. Darin heißt es unter anderem „Eine gute Kameradschaft darf nie untergehn“, was die Kirmesjugend mit dieser Art der Durchführung und gemäß dem nun besonders geltenden Sprichwort „Man muss nicht zusammen sein, um sich nahe zu sein“ förderte.

Viele Atzelgifterinnen und Atzelgifter waren traurig, dass das offizielle Programm über die Lautsprecher ihrer Meinung nach zu schnell zu Ende gegangen war, gleichzeitig aber sehr froh und dankbar, unter den bestehenden Regelungen so gut wie möglich Kirmes zu feiern. (PM)


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