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Nachricht vom 07.06.2020    

Aktion “Night of Light” in Sessenbach

Bei dieser bundesweiten Aktion soll insbesondere auf die, durch COVID 19 ausgelöste Krise in der Veranstaltungsbranche aufmerksam gemacht werden. Hierzu sollen in allen Städten, in denen betroffene Unternehmen ihren Sitz haben, in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni in der Zeit von 22 Uhr bis 1 Uhr ausgewählte Gebäude und Bauwerke rot illuminiert werden. Daher werden das Backeshaus sowie der Willi Emmerich Platz in Sessenbach in diesem Sinne rot beleuchtet werden. Als Zentraler Punkt innerhalb der Gemeinde Sessenbach spiegelt dies auch die zentrale Bedeutung von Firmen wie der Spektral Veranstaltungstechnik in dem derzeit stark betroffenem Bereich dar.

Foto: Veranstalter

Sessenbach. Seit dem 10. März ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen. Jegliche Art von Großveranstaltungen sind aufgrund der COVID-19 Krise untersagt. Business Events, Tagungen, Kongresse, Konzerte, Festivals oder Theateraufführungen - überall dort, wo Menschen zusammenkommen, um gemeinsam Darbietungen zu erleben oder sich zu relevanten Themen auszutauschen, dürfen Veranstaltungen nur unter umfangreichen, behördlichen Auflagen durchgeführt werden.

Selbst Messen und kleine Events, die momentan wieder erlaubt sind, unterliegen zurzeit sehr strengen Hygiene-Vorschriften; dies führt dazu, dass Veranstaltungen insgesamt zurzeit nicht mehr wirtschaftlich durchführbar sind.

Ein flammender Appell und Hilferuf an die Politik zur Rettung der Veranstaltungswirtschaft
Alle Unternehmen aus der Veranstaltungswirtschaft sowie Veranstaltungs-Locations (Special-Event- Locations, Veranstaltungszentren, Kongresshäuser, Tagungshotels und sonstige Spielstätten wie Theater, Philharmonien, Konzerthallen, Schauspielhäuser) in ganz Deutschland strahlen in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni bundesweit ihre Gebäude oder stellvertretend ein Bauwerk in ihrer Region oder Stadt mit roter Beleuchtung an, um auf die dramatische Situation in der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen.

„Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der Roten Liste der akut vom Aussterben bedrohten Branchen! Ein leuchtendes Mahnmal und ein flammender Appell der Veranstaltungs-Wirtschaft zur Rettung unserer Branche, die echte Hilfe anstelle von Kredit-Programmen benötigt! Wir fordern einen Branchendialog mit der Politik, um gemeinsam einen Weg aus der Krise zu finden!“, sagt Tom Koperek, Initiator der „Night of Light“.

Ziel der Aktion
…ist es, mit der Politik im Rahmen eines Branchendialogs ins Gespräch darüber zu kommen, wie die milliardenschwere, extrem heterogene Branche der Veranstaltungswirtschaft vor einer massiven Insolvenzwelle gerettet werden und der Erhalt von bundesweit mehreren hunderttausend Arbeitsplätzen gesichert werden kann. Die Veranstaltungswirtschaft ist eine komplexe Branche, die viele unterschiedliche Gewerke und Spezialdisziplinen in sich vereint. Aus diesem Grund hat die Veranstaltungswirtschaft insgesamt keine zentrale Lobby.

Die Aktion
…richtet sich an die breite Öffentlichkeit, um auf die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Hierzu bedarf es einer groß angelegten, konzertierten Aktion, die bundesweit gleichzeitig stattfindet und eine umfangreiche mediale Reichweite erzielt. Alle Bereiche der Veranstaltungswirtschaft in Deutschland vereinigen sich zu einer übergreifenden Interessen- und Arbeitsgemeinschaft und initiieren die „Night of Light“.

Anlässlich dieses Events bauen alle an der Aktion Beteiligten gemeinsam und gleichzeitig ein riesiges Licht-Monument. Hierzu werden in allen Städten, in denen diese Unternehmen ihren Sitz haben, in der Nacht vom 22. auf den 23. Juni Event-Locations und Spielstätten sowie ausgewählte Gebäude und Bauwerke rot illuminiert. Bilder und Videos der beleuchteten Gebäude sowie Kurzportraits der beteiligten Unternehmen und Unterstützer können zentral auf einer eigens für diesen Anlass programmierten Website (www.night-of-light.de) hochgeladen und eingesehen werden. So kann sich jeder Interessierte die bundesweit umgesetzten Installationen im Netz ansehen und unsere Initiative und unsere Forderungen nach einem Branchendialog mit der Politik unterstützen.

Der Aufruf
…richtet sich an alle Unternehmer/innen aus der Veranstaltungswirtschaft: an Locations, Veranstalter, Event-Agenturen, Messegesellschaften, Messebauer, Caterer, Non-Food-Caterer, Technikdienstleister, Dekofirmen und Einzelunternehmer: „Lasst uns gemeinsam die bundesweite "Night of Light" veranstalten, um auf unsere Situation und die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen. Illuminiert Eure Location, Euren Firmensitz, sucht Euch ein Gebäude oder ein Bauwerk in Eurer Heimatstadt aus und illuminiert dieses mit rotem Licht. Ihr könnt Euch auch einfach auf der Unterstützer-Website listen lassen, um Eure Solidarität mit unserer Aktion auszudrücken!“

Wenn Ihr mitmachen wollt,
dann schickt eine E-Mail mit Euerm Logo (PNG / JPG max. 100Kb) und einem Link zu Eurer Homepage an folgende Email-Adresse: dabei(@)no-spam.night-of-light.de. Ihr werdet dann auf der in Kürze freigeschalteten Website www.night-of-light.de gelistet. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass bei der Ausführung von Lichtinstallationen gegebenenfalls behördliche Auflagen und Genehmigungspflichten einzuhalten sind!

Hintergründe - die dramatische Lage der Veranstaltungswirtschaft
Seit Mitte März macht die Veranstaltungswirtschaft quasi keinen Umsatz mehr. Anders als im produzierenden Gewerbe können weggefallene Umsätze nicht mehr nachgeholt werden, es kann auch nichts „auf Lager“ produziert werden; die meisten Unternehmen in der Veranstaltungswirtschaft sind Dienstleister. Selbst wenn nach Beendigung der Krise eine hohe Nachfrage einsetzen würde, kann der erlittene Verlust nicht mehr kompensiert werden. Die Veranstaltungswirtschaft insgesamt ist eine der größten in der deutschen Wirtschaft und zählt über eine Million Arbeitnehmer/innen. Es wird ein jährlicher Kernumsatz von mehr als 10 Milliarden Euro erwirtschaftet. Rechnet man die Kultur- und Kreativwirtschaft mit ihren veranstaltungsbezogenen Teil- und Zuliefermärkten hinzu, so erzielen mehr als einhunderttausend Unternehmen einen Jahresumsatz im dreistelligen Milliardenbereich!

Es ist wichtig, auch die Öffentlichkeit auf die besonders hart getroffene Branche der Veranstaltungswirtschaft aufmerksam zu machen und zu verdeutlichen, dass die derzeitigen Hilfsprogramme nicht ausreichen. Diese bestehen zurzeit aus Kreditprogrammen. Da diese Kredite jedoch nicht wertschöpfend investiert werden können, sondern zur Deckung von Betriebskosten aufgewendet werden müssen, führt dies nach dem Verbrauch der Kredite zu einer erneuten Zahlungsunfähigkeit in Verbindung mit einer Überschuldung der betroffenen Unternehmen und Einrichtungen.

Es bestehen somit besondere, ökonomische Herausforderungen, um die sogenannten „first in – last out“ Unternehmen sowie die in der Veranstaltungswirtschaft tätigen Einzelunternehmer, mithin die gesamte Branche, zu retten.

Die für diese Aktion gemeinsam verwendete Farbe Rot soll ausdrücken, dass die Veranstaltungswirtschaft sich auf der „Roten Liste“ der aussterbenden Branchen befindet und dass die Veranstalter „brennen für das, was wir tun“!

Weitere Informationen zu der genannten Aktion finden Sie unter: www.lk-ag.com/news/detail/aktion-night-of-light-ein-leuchtendes-mahnmal/. (PM)


Mehr zum Thema:    Veranstaltungen    Coronavirus   
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