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Nachricht vom 05.06.2020    

Freibad Hundsangen öffnet am 15. Juni

Wer am Freibad von Hundsangen vorbei fährt, sieht seit Freitag weißen Rauch aufsteigen. In Hundsangen ein untrügliches Zeichen dafür, dass die Heizung läuft. Dass die Heizung läuft, ist dem einstimmigen Votum einer Öffnung des Freibades aller im Haupt- und Finanzausschuss vertretenen Partei-Mitglieder verdanken. Selten sah man im Haupt- und Finanzausschuss so viel Einstimmigkeit, wie als es darum ging, die Regularien für eine Öffnung des Freibades zu akzeptieren.

Die Freibadsaison wird vorbereitet. Fotos: Klaus-Dieter Häring

Hundsangen. Selbst die möglichen Mehrkosten in zu erwartenden 50.000 Euro waren kein Grund die Hand nicht für eine Öffnung zu heben. Die Öffnung selbst ist für den 15. Juni vorgesehen. Die Regularien wurden in der HFA-Sitzung durch Verbandsbürgermeister Klaus Lütkefedder und den Leiter des Ordnungsamtes Thomas Wolf vorgestellt. „Wir wollen damit der Bevölkerung ein attraktives Angebot in Zeiten bieten, in denen viele Urlaubs- und Freizeitangebote nicht möglich sind. Dazu wurde seitens der Verwaltung mit Hochdruck ein Konzept erarbeitet, das alle Anforderungen aufgrund der Corona-Verordnung des Landes und der Hygienevorschriften erfüllt“, so der Verbandsbürgermeister weiter. Diese können sich, nach der Erfüllung der Coronaverordnung 8 schon bald mit der nächsten Verordnung wieder erledigen. „Doch im Moment müssen wir eben alle derzeit gültigen Vorgaben erfüllen“.

Herausgekommen sind Regelungen für den Badebetrieb, an die sich die Freibadnutzer sicher erst einmal gewöhnen müssen. Es wird zukünftig täglich zwei Badezeiten geben, von 10 Uhr bis 14 Uhr und von 15 Uhr bis 19 Uhr, der Einlass ist jeweils 15 Minuten vorher möglich. Zwischen den Badezeiten erfolgen die geforderten Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen. Zudem wird jeden Mittwoch das Frühschwimmen zwischen 7 Uhr bis 8 Uhr angeboten. Die beiden Badezeiten sind gewählt, um möglichst vielen Menschen die Nutzung des Bades zu ermöglichen, da die Besucherzahl auf maximal 300 Badegäste begrenzt ist.

In den ersten Tagen wird mit 100 Besuchern gestartet und dann schrittweise bis auf 300 erhöht. Einlass finden nur Besucher, die sich vorher über die Internetseite der Verbandsgemeinde (www.wallmerod.de) angemeldet und ihre Badezeit online gebucht haben. Die Buchung von Badezeiten wird ab dem 12. Juni freigeschaltet. Eine Zugangsberechtigung zum Freibad wird dann automatisch per Mail (pdf mit QR-Code) zugesandt. Ohne diesen Nachweis kann das Bad nicht benutzt werden. Im Bad gelten Regeln zu Abstand, Hygiene und Aufenthaltsbereichen. Zudem wird der Schwimmbetrieb reguliert. Aus hygienischen Gründen sind derzeit Planschbecken, Rutsche und Sprunganlagen vorerst gesperrt und auch der Kiosk wird nicht geöffnet.

Schon jetzt ist man sich sicher, dass bei so vielen grundlegenden Veränderungen der Abläufe dies nicht ohne Probleme abläuft. Auch die Besucher sind gefordert, die Auflagen einzuhalten, um diese sehr weitgehende Öffnung dauerhaft zu ermöglichen. Denn als Alternative stand auch im Raum, das Freibad geschlossen zu halten.

Da am 13. Mai Ministerpräsidentin Manu Dreyer die Öffnung der Freibäder mitteilte, die entsprechenden Verordnungen aber erst am 25. Mai veröffentlicht wurden, kam eine frühere Öffnung des Bades nicht in Frage. In gerade einmal einer Woche wurden nun seitens der Verwaltung die vorgegebenen Rahmenbedingungen für den Freibadbetrieb in ein Konzept gegossen und im Ausschuss entschieden. Derzeit erfolgen noch die Umsetzung des Konzepts im Bad und die Einrichtung des Buchungssystems. Und natürlich konnte auch erst nach der grundsätzlichen Entscheidung über die Öffnung mit dem Aufheizen des Wassers begonnen werden. Dadurch ergibt sich der 15. Juni als frühestmöglicher Termin für die Freibadöffnung.

Für diese Freibadsaison kann nur eine Form der Eintrittskarte online gebucht werden. Zehner- und Saisonkarten entfallen ganz. Die zu erwartenden 50.000 Euro an Mehrkosten sind den Hygienemaßnahmen und auch einem Sicherheitsdienst geschuldet. Die Mehrkosten können bei entsprechendem Besuch des Freibades gesenkt werden, da derzeit mit einem Schnitt von 150 Besuchern täglich gerechnet wird. kdh


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