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Nachricht vom 02.06.2020    

Erste Nachzucht bei den Segelechsen im Zoo Neuwied gelungen

Nachwuchs bei Tieren ist immer etwas Schönes, so auch im Zoo Neuwied. Wenn es dann das erste Mal ist, dass es bei einer Tierart Nachwuchs gibt, ist die Freude umso größer. Heißt das doch, dass das Pärchen zusammen passt und auch die Haltung der Tiere stimmig ist. Nun hat es bei den Segelechsen mit den ersten Jungtieren geklappt.

Junge Segelechse. Fotos: Zoo Neuwied

Neuwied. Segelechsen werden in den europäischen Zoos selten gezüchtet, was diese Nachzucht noch wertvoller macht. Segelechsen sind die größten Agamen der Welt. Die Männchen werden bis zu 110 Zentimeter lang, wobei zwei Drittel der Körperlänge auf den Schwanz entfallen. Namensgebend ist das große Hautsegel auf dem Schwanz, das bei den männlichen Tieren bis zu drei Zentimeter hoch sein kann. Beheimatet sind sie ursprünglich in Indonesien und Neuguinea und leben dort im Geäst in Wassernähe. Sie sind als gute Kletterer und Schwimmer bekannt. Bei Gefahr lassen sie sich ins Wasser fallen, um zu fliehen.

Die Paarungszeit beginnt im Frühjahr. Das Männchen versucht, wie für Agamen typisch, das Weibchen durch heftiges Kopfnicken auf sich aufmerksam zu machen. Neun bis elf Wochen nach der Paarung legt das Weibchen 10 bis 16 Eier in feuchten Sand. „Die Tierpfleger haben die Eier der Segelechsen aus der Anlage im Exotarium geborgen und die Eier wurden im Inkubator ausgebrütet“, erklärt Kurator Max Birkendorf. „Beim Schlupf sind die Jungtiere schon 16 bis 22 Zentimeter groß. Bisher sind vier kleine Segelechsen geschlüpft, die nun hinter den Kulissen im Exotarium aufwachsen.“


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