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Nachricht vom 14.05.2020    

In der Altenpflege wird derzeit Großartiges geleistet

Nie zuvor wurde die Bedeutung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der professionellen Altenpflege so anerkannt, wie jetzt bei der Bewältigung der Corona-Pandemie. Dies wird auch deutlich in der Arbeit der Beschäftigten im Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus im Buchfinkenland. Der Vorstand des Fördervereins der Einrichtung und die Organisatoren des an das Haus angegliederten Seniorenprojektes „555 Schritte“ trafen sich jetzt am Internationalen Tag der Pflegenden, um danke zu sagen.

Trafen sich vor dem Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach um allen Beschäftigten danke zu sagen: der Vorstand des Fördervereins der Einrichtung und die Organisatoren des dort angesiedelten Seniorenprojektes „555 Schritte“. Foto: privat

Horbach. Danke, für all das, was in den zurückliegenden Corona-Wochen im und rund um das Horbacher Altenheim von den Beschäftigten (nicht nur in der Pflege) für die ihnen anvertrauten alten Menschen geleistet wurde.

Alle Beteiligten waren zunächst dankbar dafür, dass der Pflegeberuf im Rahmen der Corona-Krise als systemrelevant anerkannt wurde. „Das muss aber auch Konsequenzen haben. Wenn nicht jetzt, wann dann?“, so der frühere langjährige Heimleiter Benno Heibel. Die Bezahlung der Pflegefachpersonen und die Rahmenbedingungen ihrer Arbeit müssten auch im Hinblick auf den Nachwuchs attraktiver werden. Vor diesem Hintergrund lobt der neue 2. Vorsitzende des Fördervereins, Ernst Merz, die gute Ausbildung im Haus mit derzeit sieben Azubis und zwei Praktikanten.

Heimleiter Franz Schmitz lobte den tollen Zusammenhalt und die Solidarität der gesamten Mitarbeiterschaft: „Die Arbeit ist gekennzeichnet von hohem Engagement und absoluter Loyalität zu den getroffenen Entscheidungen“. Letztere seien nicht immer einfach gewesen, aber klaglos umgesetzt worden. Insbesondere dankte der Heimleiter für die mit viel Herz aufgenommenen Sorgen und Nöte der Bewohner während des strikten Besuchsverbots. „Es ist für alle Beteiligten gut, dass Besuche von Angehörigen und Freunden unter Beachtung der Regeln wieder eingeschränkt möglich sind“, meinte Vereinsschriftführer Franz-Josef Jung.

Doch die dankenden Akteure kamen nicht mit leeren Händen ins Seniorenzentrum. „Da das Programm der 555er leider derzeit nicht stattfinden kann, sparen wir Mittel, die wir den Bewohnerinnen und Bewohnern des Hauses in Form eines `Genussprogramms´ zur Verfügung stellen wollen“, so Kassierer Hubert Kleppel. 555 Euro wurden bereitgestellt, damit der noch immer beschwerliche und eingeschränkte Corona-Alltag durch leckeren Kuchen vom Horbacher Bäcker Schink und schmackhaftem Eis versüßt werden kann.

Darüber hinaus will man das Umfeld des im Grünen gelegenen Hauses weiter verbessern. Die gerodete Böschung Richtung Gackenbach soll entlang des geteerten Parkplatzes mit einer langen Reihe schöner Gartensträucher bepflanzt werden. Alle „Buchfinken“ und weitere Freunde des Hauses sind um Pflanzenspenden gebeten. Wenn im eignen Garten etwas zu viel wächst, kann das genauso eingebracht werden wie gekaufte Pflanzen. Diese sollen Anfang November mit einer maximalen Höhe von einem Meter im Haus abgegeben werden, um dann am Samstag, 7. November beim jährlichen Arbeitseinsatz „Aktion Wühlmaus“ eingepflanzt zu werden. Der notwendige Pflegeschnitt soll dann in künftigen Jahren auch im Rahmen dieser Aktion ausgeführt werden.

Angedacht wurde auch, im Haus durch ein kleines „Wiesenkonzert“ für etwas Unterhaltung der Bewohner/innen zu sorgen. Diese sollen am Fenster den Klängen heimischer Blasmusiker lauschen. Aber diese müssen erst noch gefunden werden… es gibt aber bereits erste Kontakte. Davon hat dann hoffentlich auch das Damwild etwas, das seit einigen Tagen wieder das Gehege vor dem angrenzenden Wald bevölkert, sehr zur Freude der Bewohner. Über diese und andere geplante Aktionen soll in der bevorstehenden Sommer-Sitzung des Vorstandes gesprochen werden.

„Der heutige Tag ist als Internationaler Tag der Pflege all jenen gewidmet, die tagtäglich hilfs- und pflegebedürftige Menschen betreuen. Häufig wird dabei übersehen, dass der größte Pflegedienst die pflegenden und sorgenden Familien und Angehörigen sind – auch denen wollen wir herzlich danken“, stellte Vereinsvorsitzender Uli Schmidt fest. Diese Menschen kümmerten sich immer um ihre Familienmitglieder. In den Dank schloss Schmidt die Beschäftigen in allen Einrichtungen der stationären und ambulanten Altenpflege im Westerwald ein. Weitere Infos zum Förderverein gerne unter li@kleinkunst-mons.-tabor.de.


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