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Nachricht vom 09.05.2020    

Zehnjährige Lilith Held aus Hellenhahn-Schellenberg hilft Masken nähen

Die Corona-Pandemie hat uns alle im Griff und bestimmt immer noch weitgehend unseren Tagesablauf. Dazu gehört auch das Erfordernis zum Tragen von Mund-Nase-Masken. Das Beschaffen, zumindest für den alltäglichen Gebrauch, beflügelte den Erfindungsreichtum. Nähen quasi in ‚Heimarbeit‘ war dabei eine Möglichkeit. So auch im oberen Westerwald und angrenzenden Gebieten.

Die Jüngste im Kreise der Maskennäherinnen ist die erst 10-jährige Lilith Held aus Hellenhahn-Schellenberg. Foto: Willi Simon

Hof/Hellenhahn-Schellenberg. Es begann mit einem Hilferuf einer Pflegekraft im Pflegeheim „Haus des Lebens“ in Driedorf. Diese bat die befreundete Katja Schäfer aus Hof um Mithilfe beim Fertigen von Behelfsmundschutz, der dringend benötigt werde. Mehrere Frauen nähten zunächst einmal 350 Masken, um den Bedarf in Driedorf zu decken. Das sprach sich offenbar herum. Weitere Frauen kamen hinzu und nähten fortan auch für Pflegeheim in Schürdt bei Altenkirchen und Langenbach bei Kirburg. Die Einrichtungen wurden mit 450 Schutzmasken versorgt.

Andere Pflegeheime sowie Arztpraxen oder auch Privatpersonen folgten. Ausgehend von Katja Schäfer nahm die Hilfsbereitschaft eine ungeahnte Eigendynamik auf. Inzwischen nähen rund 30 Frauen aus den Orten Hellenhahn-Schellenberg, Neustadt, Winnen, Hof, Weißenberg sowie bundesländerübergreifenden Gebieten wie Burbach oder Driedorf die Corona-Schutzmasken. Mit unbeschreiblichem Eifer sind die Frauen im Alter von bis zu 75 Jahren dabei, zu schneidern, nähen, waschen, bügeln oder auch die erforderlichen Materialien zu beschaffen. Die Jüngste in diesem Kreis ist die erst 10-jährige Lilith Held aus Hellenhahn-Schellenberg, die sich vom Helfen-Bazillus mit anstecken ließ.

Es entstand so eine Welle der Hilfsbereitschaft, von der inzwischen auch Kliniken mit onkologischen Stationen profitieren. Petra Schmidt-Scheld aus Rehe näht hier Onko-Mützen für krebskranke Patienten und bat die fleißigen Helferinnen um Mithilfe bei der Anfertigung von MNS-Masken. Gerne wurde der Empfängerkreis erweitert und inzwischen werden Kliniken mit onkologischen Stationen in ganz Deutschland beliefert, so unter anderem in Chemnitz, Rosenheim oder Ludwigshafen. Mehr als 3000 solcher Schutzmasken wurden bereits hergestellt. Und es geht weiter.




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Die Auslieferung erfolgt gegen eine kleine Spende. Gerne werden für die Weiterarbeit aber auch Spenden entgegengenommen. Sie können in bar oder auf das Pay-Pal-Konto (Link unter ‚flinke-waeller-nadeln@gmx.de‘) überwiesen werden. Ein eventueller Spendenüberschuss wird, wenn Corona uns nicht mehr im Griff hat, der Onkologie in Deutschland zur Verfügung gestellt.

Masken können darüber hinaus auch bei Blumenfloristik ‚Chamäleon‘ in Stockhausen-Illfurth, Wiesenstraße 3 (02661-950369) und den nachfolgend genannten Ansprechpartnerinnen erworben werden. Die Aktion dieser Frauen beweist, dass Hilfsbereitschaft kein leeres Wort ist und wir inzwischen durch die Pandemie näher zusammengerückt sind. Ansprechpartnerinnen bei der großartigen Hilfsaktion sind: Katja Schäfer, Lindenstraße in Hof, 0160 1580963 oder Rosita Sehr, Im Trift 5, Hellenhahn-Schellenberg, 0151 10636601. Willi Simon



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