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Nachricht vom 04.05.2020    

Corona-Auszeit stellt Familien auf die Probe

Momentan erleben viele Familien eine extreme Situation. Der Haushalt muss organisiert werden, der Job am Laufen gehalten werden und die Schulkinder möchten neben ihren Lernaufgaben ebenfalls beschäftigt werden, genau so wie die jüngeren Kita-Kinder, ganz zu schweigen von den pubertierenden Heranwachsenden. Viele Eltern stoßen an ihre Grenzen. Diese Erfahrungen machen die Sozialpädagoginnen des Kinderschutzbundes in zahlreichen Beratungsgesprächen.

Foto: Kinderschutzbund Bundesverband

Höhr-Grenzhausen. Wichtig ist es gerade jetzt, dass sich Eltern und Kinder nicht überfordern. Es muss nicht alles perfekt laufen. Kinder brauchen keine perfekten Eltern.

Kinder kommen auf die Welt mit dem Auftrag an ihre Eltern: „Zeigt mir, wie man lebt! Schützt mich, gebt mir Sicherheit und Halt!“ In Zeiten von Corona, wo wir alle verunsichert sind, ist dieser Auftrag schwer zu erfüllen. Daher ist es so wichtig, Kinder gemäß ihrem Alter und Entwicklungsstand über das Corona-Virus aufzuklären. Hierzu findet man im Netz sehr gute Erklärungen. Kinder spüren die Ängste und Verunsicherung ihrer Eltern. Das macht sie ebenfalls ängstlich und empfänglich für Schuldgefühle. Kinder müssen immer wieder hören, dass es nicht ihre Schuld ist, wenn sie sich zum Beispiel von Oma oder Opa fern halten müssen oder zu Hause eine angespannte Situation vorherrscht. Deshalb sollten Eltern klare Worte finden, rät Dipl.-Sozialpädagogin und Familientherapeutin Eva Merz-Seibert, und ihren Kindern, besonders in Stresslagen etwa sagen: „Die Situation ist momentan sehr anstrengend und nicht DU, mein Kind! Dir fehlen deine Freunde, die Schule und das ist ein blödes Gefühl!“

Und weiter: “Nehmen Sie Ihr Kind und seine Gefühle ernst. Benennen Sie ebenfalls auch Ihre Gefühle. Sagen Sie Ihrem Kind, dass auch sie traurig und genervt sind. Und überlegen Sie, wie sie jetzt zusammenhalten und vieles gemeinsam hinbekommen.

Achten Sie als Mutter, Vater auf die positiven Seiten ihres Kindes. Achten Sie auf die positiven Seiten Ihres Partners/Ihrer Partnerin. Resümieren Sie, was ist Ihnen in den letzten Tagen gut gelungen? Schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter. Überlegen Sie, wo und wie Sie auftanken können, bevor es zu Überlastungssituationen kommt, die Unmut und Gefühle von Wut erzeugen.

Erlauben Sie Ihren Kindern, d anzurufen. Und fragen auch Sie als Eltern uns gerne um Rat. “ Wir sind weiterhin für sie da – in diesen Zeiten aber überwiegend telefonisch.“

Weitere Infos: Deutscher Kinderschutzbund e.V. KV Westerwald / OV Höhr-Grenzhausen, Hermann-Geisen-Straße 44, 56203 Höhr-Grenzhausen, Telefon: 02624-4488, Mail: info@kinderschutzbund-westerwald.de; Internet: www.kinderschutzbund-westerwald.de. Das Team der sozialpädagogischen Fachkräfte in den „Mobilen Sorgenbüros“ ist über sorgenbuero@kinderschutzbund-westerwald.de erreichbar.

Zusätzlich gibt es die Angebote der „Nummer gegen Kummer“ für Kinder, Jugendliche (116 111) und Eltern (0800-111 05 50).


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