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Nachricht vom 23.04.2020    

Den Welttag des Buches lesend feiern

Von Helmi Tischler-Venter

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts am 23. April ist seit 1995 ein von der UNESCO weltweit eingerichteter Aktionstag für das Lesen, für Bücher, für die Kultur des geschriebenen Wortes und auch für die Rechte ihrer Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat den Namenstag des Volksheiligen St. Georg gewählt, an dem die Katalanen Rosen und Bücher verschenken. Außerdem ist der 23. April auch der Todestag von William Shakespeare und Miguel de Cervantes. Lesefans goutieren Heinrich Heine: „Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die gewaltigste.“

Symbolfoto

Dierdorf. Lesen ist eine uralte Kulturtechnik, ohne die unser Alltag kaum zu bewältigen ist. Wer nicht lesen kann, kann sich noch nicht einmal eine Fahrkarte am Automaten kaufen. Lesen ist mehr als Buchstaben zu erkennen. In Zeiten des coronabedingten Kontaktverbots gewinnt das Buch an Wertschätzung. Es wird zwangsläufig mehr gelesen, sowohl um den Alltag zu bewältigen, als auch zur Unterhaltung. Zum Glück haben die öffentlichen Buchhandlungen und Büchereien Wege gefunden, unter Wahrung des Abstands und der Hygienevorschriften die Leserschaft mit Lesefutter zu versorgen. (Wir berichteten mehrfach.)

Wer lesen kann, überfliegt blitzschnell einen Text mit den Augen, Schlüsselwörter im Text geben das Thema an. Das Gehirn entnimmt rasch Informationen, ohne jedes einzelne Wort bewusst wahrnehmen zu müssen. Das ist die sinnerfassende Lesestufe, die viele Erwachsene erreichen. Wer regelmäßig liest, übt Informationen schnell zu erfassen und in einen Zusammenhang zu bringen. Daher ist lesen lernen verstehen lernen.

Lesen dient jedoch nicht nur der Information, sondern macht einfach Spaß! Das ist für viele Menschen der wichtigste der vielen guten Gründe, ein Buch in die Hand zu nehmen. Zwischen zwei Buchdeckel passt die ganze Welt. Ein Buch, eine ruhige Ecke, etwas Zeit, vielleicht noch eine Tasse Kaffee – das Kopfkino läuft und Entspannung ist garantiert. Keine Werbepause lenkt ab. Weil beim Lesen viele interaktive Prozesse im prämotorischen Kortex gleichzeitig ablaufen, wird das Gehirn jung und leistungsfähig gehalten. Dass Lesen bildet, ist altbekannt. Und Menschen mit einem Buch in der Hand wirken auf andere intelligent, weil „belesen“.

Voltaire formulierte das bereits im 18. Jahrhundert mit spitzer Zunge: „Lest, bildet euch! Allein die Lektüre entwickelt unseren Geist, das Gespräch verwirrt und das Spiel verengt ihn.“

Ob jemand lieber zum E–Book Reader greift oder doch die herkömmliche gedruckte Variante bevorzugt, ist Geschmackssache. Auf Reisen sind die leichten elektronischen Lesehilfen unschlagbar, aber es wird wahrscheinlich immer Menschen geben, die Seiten zum Umblättern bevorzugen.

Der beliebte Westerwälder Literatursommer leidet natürlich unter dem Auftrittsverbot der Autoren, aber Organisatorin Maria Bastian-Erll ist um Ersatztermine bemüht. Der erste steht bereits fest: ‚Arne Dahl‘ wird vom 1. April auf den 16. November 2020 verlegt. Weitere Informationen: www.ww-lit.de.

Auch die Buch-Gutschein-Aktion der Buchhandlungen und der Stiftung Lesen „Ich schenk dir eine Geschichte“ fällt nicht aus, sondern wird rund um den Weltkindertag am 20. September 2020 stattfinden.

Die angemeldeten 4. Klassen erhalten die Buch-Gutscheine je nach Ferienstart bereits vor oder zu Beginn der Sommerferien. Die Gutscheine können ab Ende Juni gesammelt von der Lehrkraft oder von jedem Kind einzeln in der bei der Bestellung ausgewählten Wunschbuchhandlung gegen ein persönliches Buchexemplar eingetauscht werden. So können die Viertklässler/innen noch vor dem Wechsel auf die weiterführenden Schulen die Bücher erhalten. Das Unterrichtsmaterial zum Welttagsbuch gibt es in gedruckter Form zusammen mit den Buch-Gutscheinen oder digital zum Download unter www.welttag-des-buches.de/presse-downloads (PDF und bearbeitbare Version)

Wenn Sie Anregungen suchen, schauen Sie doch nach unseren Buchtipps, die wir regelmäßig in den Kurieren veröffentlichen. Geben Sie in das Suchfeld rechts oben den Begriff „Buchtipp“ ein (siehe nachstehendes Foto). In der Liste der besprochenen Bücher ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Viel Spaß beim Lesen! htv


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