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Nachricht vom 16.04.2020    

Pfarrerin Claudia Elsenbast wechselt nach Emmerichenhain

Ein glücklicher Umstand sorgt in Emmerichenhain nach nur viermonatiger Vakanz seit dem Weggang von Pfarrerin Katrin Krüger für eine schnelle Neubesetzung der Pfarrstelle. Pfarrerin Claudia Elsenbast wechselt aus der Evangelischen Kirchengemeinde Altstadt nach Emmerichenhain. Ehemann Axel Elsenbast ist seit 2015 Pfarrer im unmittelbar benachbarten Rennerod.

Pfarrerin Claudia Elsenbast freut sich auf ihre neue Tätigkeit in der Kirchengemeinde Emmerichenhain. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Emmerichenhain Das Pfarrerehepaar lebt mit seinen beiden Kindern im dortigen Pfarrhaus. Pfarrerin Claudia Elsenbast ist 35 Jahre alt, stammt aus Wiesbaden und hat in Mainz und Frankfurt am Main studiert. Das Vikariat absolvierte sie 2011/12 in der Kirchengemeinde Gensingen in Rheinhessen. Im Spezialvikariat war sie 2016 in der Krankenhausseelsorge am DRK-Krankenhaus in Hachenburg tätig und wurde im Juni 2018 in Altstadt zur Pfarrerin ordiniert. Der schon geplante Einführungsgottesdienst in Emmerichenhain musste im Zuge der Corona-Krise leider ausfallen. Deshalb hat das Evangelischen Dekanat Westerwald ihr einige Fragen gestellt:

Was reizt Sie an der Arbeit in Emmerichenhain?
Elsenbast: Ich freue mich ungemein, nun in Emmerichenhain arbeiten zu können. Ich freue mich darauf, mit den Menschen zu leben, sie im Alltag, auf Festen zu treffen. Das alles war in Altstadt durch die große Distanz leider nicht möglich.

Worauf bauen Sie dort auf?
Elsenbast: In der Kirchengemeinde läuft auch ohne Pfarrperson schon sehr viel: Kindergottesdienst, Jugendtreff, Frauenkreis, verschiedene gottesdienstliche Highlights. Es gibt an vielen Stellen viel ehrenamtliches Engagement, auf das ich natürlich gerne aufbaue.

Was sind Ihre persönlichen zentralen Themen?
Elsenbast: Ich würde sagen, besonders die Begleitung von Menschen an den „Knackpunkten“ ihres Lebens. Und natürlich den unglaublich wertvollen Schatz, den wir haben, möglichst vielen Menschen nahezubringen.

Was planen Sie für die erste Zeit?
Elsenbast: Meine erste Zeit in der neuen Gemeinde habe ich mir natürlich ganz anders vorgestellt. Nun stehen die ersten Monate meiner Arbeit unter dem Corona-Stern. Ich kenne noch kaum Menschen meiner Gemeinde und das möchte ich natürlich nach Corona ändern. Die erste Zeit ist ja in der Regel erst einmal ein Kennenlernen des Vorhandenen. Alle Kreise und Gruppen möchte ich natürlich besuchen, die Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen Mitarbeiter kennenlernen, den Kindergarten (ein für mich ganz neues Feld) in den Blick bekommen.

Was sind langfristige Wünsche an die Gemeinde und für die Gemeinde?
Elsenbast: Ich wünsche mir, dass wir offen miteinander über Wünsche oder auch Versäumnisse reden. Dass Gemeindeglieder mir sagen, was sie sich von mir als Pfarrerin wünschen; dass sie mich zum Beispiel einladen, wenn Sie gerne von mir besucht werden möchten. Dass sie auch offen sagen, wenn Sie vielleicht mal etwas anders erwartet hätten.

Was ist zu dem Abschied aus Altstadt zu sagen?
Elsenbast: Ich hatte eine sehr schöne Zeit in Altstadt und habe sehr liebe Menschen dort kennengelernt. Ich habe für mich gemerkt, dass das Vorortwohnen für mich absolut zum Pfarrberuf dazu gehört. Deshalb war die Stelle keine für immer. Ich wünsche den Altstädtern, dass wieder jemand in ihr Pfarrhaus zieht, der mit Ihnen lebt und Gemeinde gestaltet.

Planen Sie eine stärkere Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Rennerod? Wie könnte das aussehen?
Elsenbast: Natürlich bietet sich eine Zusammenarbeit der beiden Gemeinden an und das nicht nur, weil nun ein Pfarrehepaar die beiden Pfarrstellen besetzt. Die beiden Gemeinden gehören historisch schließlich zusammen. Wie genau die Zusammenarbeit aussehen könnte, kann ich heute noch nicht sagen. Zunächst ist, denke ich, auch der kommunikative Austausch der beiden Kirchengemeinden ein großer Gewinn für beide Seiten.

Was wünschen Sie sich als Pfarrerin in Emmerichenhain?
Elsenbast: Ich wünsche mir für mich und Emmerichenhain Kontinuität. Ich wünsche mir, dass wir den Spagat zwischen zwei Gemeinden und unserer eigenen Familie meistern können.

Das Gespräch führte Sabine Hammann-Gonschorek. (shg)


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