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Nachricht vom 31.03.2020    

Zahl der Arbeitslosen wird durch die Corona-Krise erheblich steigen

Die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur ist während der vergangenen Wochen leicht gesunken. Bezogen auf den März weist die Statistik für den Westerwald- und den Rhein-Lahn-Kreis 5.391 Menschen ohne Job aus – das sind 267 Personen weniger als im Februar, jedoch 121 mehr als im März 2019. Die Quote verbesserte sich im Monatsverlauf um 0,1 Prozentpunkte auf glatte 3 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 2,9 Prozent.

Montabaur. „Diese Zahlen spiegeln wegen des Zähltages am 12. März nicht die Situation, die im Zuge der Corona-Krise eingetreten ist, und wir können auch keine verlässlichen Aussagen zur Entwicklung treffen“, sagt Elmar Wagner, Chef der Agentur für Arbeit Montabaur. „Sicher ist aber, dass der wegen der Pandemie verhängte Shutdown sich massiv am Arbeitsmarkt auswirken wird. Wie alle Arbeitsagenturen bundesweit bündeln wir in Montabaur alle Kräfte, um das Hilfspaket umzusetzen, das die Regierung beschlossen hat. Erklärtes Ziel ist, die Folgen der Krise abzufedern.“

Trotz des Rettungsschirms wird erwartet, dass die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten deutlich ansteigt. Gleichzeitig wird die Zahl neuer Beschäftigungsverhältnisse infolge der Corona-Krise zurückgehen.
Aktuell wird das erleichterte Kurzarbeitergeld von den Betrieben sehr stark nachgefragt. Wagner: „Wir haben schon eine Vielzahl von Anzeigen und hoffen, dass dank dieses Instruments wie in der Wirtschaftskrise vor elf Jahren viele Arbeitsplätze erhalten und somit Beschäftigung und Fachkräfte gesichert werden, um danach wieder durchstarten zu können. Allerdings erleben wir jetzt eine völlig neue Dimension. Anders als damals ist das öffentliche Leben lahmgelegt, und der Crash betrifft sämtliche Branchen und Betriebe – vom Großbetrieb im produzierenden Gewerbe bis hin zum Friseur und zum Restaurant an der nächsten Straßenecke.“

Wie stark das Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen wird, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Das liegt an den Abläufen: Betriebe, die Kurzarbeit planen, müssen diese zunächst bei der zuständigen Agentur für Arbeit anzeigen. Wenn sie die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllen und dann tatsächlich kurzgearbeitet wird, kann innerhalb von drei Monaten rückwirkend abgerechnet werden. Erst danach gibt es aussagekräftige Daten, in welchen Branchen und in welchem Maß die Arbeit „zurückgefahren“ werden musste. Alles spricht jedoch für einen enormen Umfang.

Im Lauf des zurückliegenden Monats herrschte wie immer eine hohe Fluktuation am Arbeitsmarkt: Es gab 1.917 Zugänge in und 2.192 Abgänge aus Arbeitslosigkeit. Wie schon im Februar nahmen vermehrt Personen eine Erwerbstätigkeit auf. Das ist der typische Saisoneffekt nach der Winterpause. Diese Frühjahrsbelebung wird sehr bald in der aktuellen Corona-Entwicklung „untergehen“. Bereits rückläufig ist das Stellenangebot. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn 1.644 Stellen. Das sind 448 beziehungsweise ein Fünftel weniger als im ersten Quartal 2019.

Zuletzt der „geteilte Blick“ auf die beiden Landkreise, die die Agentur für Arbeit Montabaur betreut: Im Westerwaldkreis sind 3.381 Menschen ohne Job gemeldet. Das sind 120 weniger als im Februar und 123 mehr als im März 2019. Die Quote ist im Monatsverlauf um 0,2 Prozentpunkte auf 2,9 Prozent gesunken und liegt exakt auf dem Vorjahreswert.

Im Rhein-Lahn-Kreis werden 2.010 Arbeitslose gezählt – 147 weniger als im Vormonat. Hier gibt es einen Rückgang um 2 Personen gegenüber dem Vorjahresmonat. Aktuell beträgt die Quote wie vor einem Jahr 3 Prozent. Gegenüber Februar ist sie um 0,3 Prozentpunkte zurückgegangen.

Alle relevanten Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten in der Corona-Krise gibt es unter www.arbeitsagentur.de. (PM)


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