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Nachricht vom 26.03.2020    

Nentershäuser Kirchenfenster erstrahlen in neuem Glanz

Die Gerüste in und an der Pfarrkirche St. Laurentius in Nentershausen gehören nun endgültig der Vergangenheit an: Die Ende Mai 2019 begonnenen Restaurierungsarbeiten an den Fenstern des 1867 erbauten Gotteshauses konnten vor Kurzem nach rund neun Monaten abgeschlossen werden – rund drei Monate später als ursprünglich geplant. „Wir sind immer wieder in Frostphasen gekommen, in denen es an der Außenfassade unmöglich war, den Mörtel aufzubringen“, erklärt Norbert Noll von der Pfarrgemeinde St. Laurentius Nentershausen den Grund für den zeitlichen Verzug. Ursprünglich war anvisiert worden, die Restaurierung der Fenster Ende November 2019 abzuschließen.

Viel Detailarbeit war von den Mitarbeitern der Bleiglaserei Kutzner aus Leipzig gefragt, die die Fenster-Restaurierung der Laurentiuskirche in Nentershausen vornahmen. Fotos: Alfred Lenz/Kirchengemeinde Nentershausen

Nentershausen. Bereits in den Jahren 2016 und 2017 war das Gotteshaus im Innern komplett eingerüstet worden, da seinerzeit für rund 740.000 Euro das frühere Erscheinungsbild der Laurentiuskirche beziehungsweise deren ehemalige Bemalungen überwiegend wieder freigelegt und rekonstruiert wurde. Nach der Innenrenovierung der Kirche fiel dann allerdings auf, dass bei Unwettern mit starken Winden trotz geschlossener Fenster plötzlich Wasser in das Kircheninnere gedrückt wurde. Das Sachverständigenbüro Dr. Ivo Rauch aus Koblenz stellte schließlich in einem Gutachten fest, dass neben einer Verfärbung der Gläser, vor allen Dingen die Bleinetze der Verglasung der Langhausfenster über die Jahre ihre Dichtungseigenschaft verloren hatten, sodass Regenwasser in das Innere der Laurentiuskirche eindringen konnte. An den Turmfenstern gab es darüber hinaus starke Korrosionsschäden, während in der Westrose die Verglasung teilweise zerstört war. Eine Restaurierung der 14 Langhausfenster, der zwei unteren Turmfenster am Aufgang zur Empore sowie der Westrose hinter der alten Orgel wurde somit unumgänglich.

Nachdem zunächst die Fenster der Nordseite des Gotteshauses von der beauftragten Bleiglaserei Kutzner aus Leipzig restauriert wurden, war im Anschluss die Südseite in Richtung Görgeshausen an der Reihe. Neben den Fenstern im Langhaus, wurden auch die Bleiverglasungen in den Turmfenstern restauriert und teilweise erneuert. Um sich hierfür die aufwendigen Gerüste zu ersparen, wurden für diese Arbeiten Industriekletterer der Koblenzer Firma Seilarbeit Bär beauftragt. Diese Spezialisten führten letztlich diese anspruchsvollen und nicht ganz ungefährlichen Arbeiten durch.




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Die Endabrechnung für die Restaurierung und Instandsetzung der Pfarrkirche St. Laurentius in Nentershausen ist zwar noch nicht abschließend erfolgt, doch Norbert Noll geht davon aus, dass die Maßnahme, trotz der zeitlichen Verzögerung, letztlich weniger als die zunächst veranschlagten rund 383.500 Euro kosten wird, von denen das 90 Prozent der Summe übernimmt das Bistum Limburg.. „Das ist nur der großen Eigenleistung, die die Kirchengemeinde durch die vielen Helfer vollbracht hat, zu verdanken. Das ist toll, wie die Leute alle mitgezogen haben“, erklärt Noll.

So wurden von den Gemeindemitgliedern beispielsweise Lkws und Gabelstapler zur Verfügung gestellt, um die Kirchenbänke auszuräumen, die Sträucher in den Außenanlagen für die Gerüstbauer zurückgeschnitten oder aber beim Umbau der Gerüste im Innern die Kirche entsprechend gereinigt. So konnten durch die Gemeindemitglieder insgesamt nahezu 19.000 Euro an Eigenleistung erbracht werden, wo ursprünglich nur mit rund 11.000 Euro hierfür kalkuliert worden war. Darüber hinaus stellte Freundes- und Förderkreis St. Laurentiuskirche Nentershausen 20.000 Euro zur Verfügung, sowie rund 7.300 Euro aus noch vorhandenen Rücklagen aus der Innenrenovierung der Pfarrkirche trugen zur Finanzierung der Fensterrestaurierung bei. (PM)


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