Werbung

Nachricht vom 18.03.2020    

IHK: Umgehende massive Ausweitung der Finanzhilfen für Unternehmen

Bei den rheinland-pfälzischen Industrie- und Handelskammern (IHK) haben alleine am Dienstag (17. März) 1.300 besorgte Unternehmer angerufen, die mit den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise zu kämpfen haben. Schnell wird klar: Die bisherigen Finanzierungshilfen sind wichtig, reichen aber bei Weitem nicht aus, einen Zusammenbruch der regionalen Wirtschaft zu verhindern.

Koblenz. Die IHKs in Rheinland-Pfalz haben sich daher heute mit konkreten und deutlichen Forderungen an die Ministerpräsidentin und den Wirtschaftsminister gewandt.

„Durch die verordneten Betriebsschließungen und die weiteren wirtschaftlichen Effekte der Corona-Pandemie geraten urplötzlich tausende regionale Unternehmen völlig unverschuldet in existenzbedrohende wirtschaftliche Schwierigkeiten. Bei uns glühen die Drähte heiß“, sagt der Sprecher der IHK-Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz, Arne Rössel.

Die Kammern fordern vor diesem Hintergrund eine sofortige und völlig unbürokratische Umsetzung des beschlossenen Maßnahmenpakets der Bundesregierung. Das allein wird aber viel zu wenig sein, meint Rössel und fordert umgehend weitere Finanzhilfen: „Die Unternehmen brauchen vor allem kurzfristig gewährte Überbrückungskredite, die zu 100 Prozent vom Staat verbürgt und in den ersten beiden Jahren zins- und tilgungsfrei gestellt werden sollten. Besser wäre noch, Teile der Kreditsumme in Zuschüsse umzuwandeln.“



Für Kleinunternehmen und Soloselbstständige fordern die IHKs umgehend Zuschussprogramme im Rahmen eines Notfallfonds aufzulegen, um deren Liquidität in der aktuellen Krisensituation zu sichern. Zudem schlagen die Kammern eine massive

Ausweitung des steuerlichen Verlustrücktrags vor, der derzeit auf eine Million Euro und ein Jahr begrenzt ist.

„Es geht hier nicht um Gefälligkeiten für einzelne Unternehmen, sondern darum, die gesamte Volkswirtschaft vor dem Kollaps zu bewahren und Arbeitsplätze zu sichern. Was uns aktuell an Förderinstrumenten an die Hand gegeben ist, reicht absolut nicht aus“, ergänzt der Präsident der IHK-Arbeitsgemeinschaft, Peter Adrian.

Durch eine klare Stichtagsregelung lässt sich laut Adrian sicherstellen, dass nur Unternehmen von den Maßnahmen profitieren, die unverschuldet durch die Corona-Pandemie in große wirtschaftliche Not geraten sind. (PM)


Mehr dazu:   Coronavirus  
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Wirtschaft


Rettung in letzter Minute: Forum Pflege durch OXYLIS-Übernahme gesichert

Der Intensivpflegedienst Forum Pflege Holding GmbH hat einen wichtigen Schritt zur Sicherung seiner Zukunft ...

158 Besucher beim Innovation Day: Elektro-Neuheiten im Autohaus Siegel

Beim Innovation Day im Autohaus Siegel drehte sich am 28. Februar 2026 vieles um neue elektrische Modelle. ...

19.800 Quadratmeter Einkaufsfreude: Outlet Montabaur wird riesig

Nach sieben Jahren intensiver Planung hat das Outlet Montabaur einen bedeutenden Schritt erreicht. Mit ...

Frühjahrsauktion am 7. März 2026 bei Philippi-Auktionen in Moschheim

ANZEIGE | Am 7. März 2026 lädt die Firma Philippi-Auktionen zu einer breit gefächerten Frühjahrsauktion ...

Dreifachsporthalle in Westerburg nimmt Fahrt auf – Auftaktbesprechung informierte

Die Verbandsgemeinde Westerburg hat im Rahmen einer Auftaktbesprechung über den aktuellen Fortschritt ...

Ein Abend für den Mittelstand: BVMW feiert Erfolge und blickt nach vorn

Der erste Jahresempfang des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der Region Siegen-Wittgenstein ...

Weitere Artikel


Erhebung der Erdgasgeräte wird ausgesetzt

Die Unternehmensgruppe Energieversorgung Mittelrhein (evm-Gruppe) hat die Schutz- und Vorsichtsmaßnahmen ...

Kooperative Computerrollenspiele selbst entwickeln mit den Waldrittern

Die Waldritter im Westerwald mussten aufgrund der Corona-Beschränkungen die aktive Jugendarbeit in Form ...

Universität Siegen im Minimalbetrieb

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus richtet die Universität Siegen ab sofort (Mittwoch, 18. März) ...

Pfarrer und Dekan a. D. Gerhard Zimmermann verstorben

Über dreißig Jahre lang hat Pfarrer Gerhard Zimmermann das evangelische Leben im Westerwald geprägt. ...

Caaner Wochenmarktstammtisch mit Wegepaten der Caaner Schweiz wieder aktiv

Diese Interessengemeinschaft hat neben dem Weg zur Caaner Schweiz (Verlängerung Hauptstraße) eine Streuobstwiese ...

Covid-19-Fälle - Maßnahmen im Krankenhauses Dierdorf/Selters

Das Evangelische Krankenhaus Dierdorf/Selters (KHDS) ist als Krankenhaus auf Patienten mit Infektionskrankheiten ...

Werbung