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Nachricht vom 15.03.2020    

Polizeidirektion Montabaur gibt die Unfallstatistik 2019 bekannt

INFORMATION | Die Anzahl der Unfälle im Westerwaldkreis ist in 2019 auf 6.697 Stück (plus 271) gestiegen. Konstant ist dagegen die Zahl der Unfälle mit Toten und Verletzten geblieben, sodass der Zuwachs der Unfälle bei den reinen Blechschäden stattgefunden hat. Wobei die Anzahl der Personen, die im Fahrzeug verletzt wurden auch nach oben gegangen ist.

Symbolfoto: WW-Kurier

Montabaur. Soweit die genauen Unfallursachen durch die Statistik erfasst werden, liegt der ungenügende Abstand vorne, gefolgt von Fehler beim Abbiegen, Wenden oder Rückwärtsfahren. Nicht angepasste Geschwindigkeit, Fahrfehler und Vorfahrtsverletzungen folgen auf den Rängen. Inwieweit Ablenkungen eine Rolle spielen, ist für die Polizei immer schwer zu sagen, weil der Nachweis schwierig ist. Oft ist der genaue Unfallzeitpunkt nicht bekannt, sodass der Nachweis - zum Beispiel Handybenutzung - nicht 100 Prozent zu führen ist.

Die Gesamtzahl der Personenschäden stieg um 17 auf 979 Personen. Davon wurden 14 getötet (plus 1), 182 Schwerverletzte (plus 3) und 783 Leichtverletzte (plus 13). Trotz höherer Fahrzeugdichte und mehr Unfällen sind die Personenschäden nicht proportional mitgestiegen. Dies wird auf den immer besseren passiven Schutz der Insassen bei Unfällen und den zum Teil vielen elektronischen Helfern zurückgeführt.

Bei den Risikogruppen liegen die Senioren mit 65 plus nach den reinen Stückzahlen vorne, aber dicht gefolgt von der Gruppe „Junge Fahrer“ (18 – 24 Jahre). Prozentual führen aber die jungen Fahrer ganz klar. Hier ist die Polizei mit der Sondergruppe „Junge Fahrer – Projekt 25“ mit diversen Präventivmaßnahmen aktiv. Es zeigt die tageszeitliche Verteilung dieser Unfälle, einen deutlichen Zusammenhang mit dem Freizeitverhalten der jungen Menschen. Im Tagesverlauf wurden zwischen 19 und 23 Uhr Spitzenwerte gezählt. An den Wochenenden liegt der Schwerpunkt der Unfallzahlen freitags- und samstagsabends, zwischen 22 und 6 Uhr, des darauffolgenden Tages. Junge Männer sind hierbei deutlich häufiger gefährdet als junge Frauen.




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Ein großer Teil der Unfälle geht mit Unfallflucht einher, dies sind insbesondere Unfälle auf Parkplätzen, beim Einparken oder sogenannte Spiegelunfälle. Die Aufklärungsquote lag in 2019 bei 41,28 Prozent. Die Polizei ist hier auf Zeugen angewiesen, weil es sonst sehr oft keine Ermittlungsansätze gibt.

Die Alkohol- und Drogenunfälle sind ganz leicht zurückgegangen. Aber wenn es hier zum Unfall kommt, sind die Folgen oft schwerwiegend. Deutlich gestiegen sind die Unfälle mit Wild. Hier gab es ein Plus von 242 auf 1.966.
woti


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