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Nachricht vom 11.03.2020    

VG Hachenburg - Vorreiter in Sachen Klimaschutz im Westerwald

Das gesellschaftliche wichtige Thema „Kliamschutz“ darf nicht aus den Köpfen der Menschen verschwinden, es ist heute wichtiger denn je. Die VG Hachenburg hat die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz ganz oben auf ihre Agenda und arbeitet an der Umsetzung.

Das Blockheizkraftwerk der Verbandsgemeinde. Fotos: wear

Hachenburg. Unweigerlich muss in Hachenburg jeder, der das Rathaus betritt, an der großen Tafel am Eingang des Rathauses vorbeigehen. Auf dieser Tafel sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals), sogenannte SDGs der UN festgehalten, die eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene sichern sollen. Wichtige Ziele der SDGs sind unter anderem die folgenden Punkte: Kein Hunger und keine Armut, hochwertige Bildung, sauberes Wasser und saubere Sanitäranlagen, menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftwachstum, nachhaltiger Konsum und Produktion, nachhaltige Massnahmen zum Klimaschutz, sowie bezahlbare und saubere Energie. Das alles sind hochgesteckte Ziele, die man aber in Hachenburg versucht, Step by Step, zu verwirklichen.

Ein Beweis für die Ernsthaftigkeit dieses Vorhabens ist die Tatsache, dass mit Henrik Lütkemeier sogar ein „Klimaschutzmanager“ angestellt ist, der die entsprechenden Schritte anstößt, koordiniert und vorantreibt. In dieser Hinsicht hat die VG Hachenburg die Zeichen der Zeit erkannt und geht mit gutem Beispiel voran, um den Bürgern/innen in der VG beim sinnvollen Umgang mit der wertvollen Resource Energie beratend und motivierend zur Seite zu stehen.

So hat Henrik Lütkemeier vor zwei Wochen einen „Thermografie-Spaziergang“ durchgeführt, bei dem die Teilnehmer einen interessanten Blick in energietechnischer Hinsicht werfen konnten. Joachim Weid, seines Zeichens Energieberater bei der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz, fertigte mit seiner Wärmebildkamera Aufnahmen von den Häusern der Teilnehmer, um den Besitzern die Wärmeverluste bildlich dazustellen. Das Aufspüren von Stellen mit unzureichender Dämmung, sogenannte Wärmebrücken, stand dabei im Vordergrund, zum Beispiel metallische Balkonhalterungen oder Heizungsrohre, die an den Außenwänden sichtbar sind. Bei einer weiteren Aktion der VG Hachenburg wurden die Gewinner eines energetischen Sanierungswettbewerbs ausgezeichnet.

Im Gespräch mit dem WW-Kurier erläuterte Klimaschutzmanager Henrik Lütkemeier die Gründe, warum man, falls noch nicht geschehen, umgehend mit einer energetischen Sanierung seines Hauses beginnen sollte und führte dabei fünf Gründe auf, die sich auf jeden Fall lohnen:
Senkung der Energiekosten mit der energetischen Sanierung die Betriebskosten senken und sich von steigenden Energiekosten unabhängig zu machen,
Erhöhung des Wohnkomforts durch Dämmung von Dach, Keller und Außenwänden,
Einbau energiesparender Fenster,
Steigerung des Immobilienwertes - beim Verkauf der Immobilie Steigerung des Wertes durch energetische Sanierung,
Sicherung der Altersvorsorge - durch Einsparung bei den Betriebskosten bleibt mehr von der Rente, und
natürlich der Klimaschutz - durch Einsparung von Energie wird der CO²-Ausstoß gesenkt, wodurch Umwelt und Klima geschont werden.



In die Kellerräume des Rathauses steht das Blockheizkraftwerk BHWK „Dachs“. Mit diesem „Blockheizkraftwerk Energie“ wird durch Kraftwärmekoppelung Strom und Wärme für das gesamte Rathaus erzeugt. Bereits nach wenigen Jahren hat sich die Investition amortisiert, erläuterten der Klimamanager Lütkemeier, sowie Marco Dörner, der Werkleiter der VG Hachenburg.

Wie werden energetische Sanierungen steuerlich gefördert?
Es werden nur Immobilien gefördert, die älter als zehn Jahre sind, von den Investitionen können dann 20 Prozent auf drei Jahre verteilt von der Steuer abgesetzt werden (maximal 40.000 Euro je Haus oder Wohnung). Finanziert werden können die energetischen Sanierungen durch die staatliche Förderbank, die KfW-Bank, die Kredite mit niedrigen Zinsen anbietet. Ab 2020 ist auch der Austausch einer alten Ölheizung gegen eine neue Heizung mit Brennwertkessel steuerlich begünstigt. Beim Einbau einer Wärmepumpe können Zuschüsse von bis zu 15.000 Euro über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden, ab 2026 ist der Einbau von neuen Ölheizungen generell verboten, aber es gibt Ausnahmen. Die werden im Gebäudeenergiegesetz (GEG) genauer definiert. wear


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