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Nachricht vom 08.03.2020    

NABU Hundsangen startet neues Wiesenprojekt

Die Gruppe Hundsangen des Naturschutzbund (NABU) hat jetzt ein neues Naturschutzprojekt gestartet. Ziel des Projektes ist die ökologische Aufwertung einer Wiesenfläche in der Gemarkung Hundsangen. Auf der Wiesenfläche führt die NABU-Gruppe Hundsangen verschiedene Maßnahmen zur Strukturanreicherung für teils seltene und stark gefährdete Tierarten durch. So werden beispielsweise durch Baggerarbeiten ein großer, mit Ton ausgekleideter Flachwassertümpel von 500 Quadratmetern Größe und ein Grabenbereich für Amphibien geschaffen.

Blühstreifenprojekt NABU Hundsangen. Foto: Marcel Weidenfeller

Hundsangen. Außerdem werden Rohbodenflächen und Erdwände als Brutmöglichkeiten für solitär lebende Wildbienen angelegt und die Wiesenfläche mit Strukturelementen wie Steinhaufen für Kleinsäuger und Reptilien, einer Benjeshecke und Solitärbäumen angereichert. Durch diese Maßnahmen entstehen ein wertvoller Lebensraum und ein wichtiger Trittstein für wandernde Tierarten in der Agrarlandschaft. „Bei dem Projekt ist es uns wichtig, die bereits vorhandene Situation auf der Fläche bestmöglich für unsere Naturschutzziele zu nutzen und die für diesen Lebensraum typischen Arten zu fördern. Im Bereich des jetzt neu geschaffenen Tümpels beispielsweise staute sich ohnehin in fast jedem Jahr Wasser, sodass wir hier immer wieder einzelne Arten beobachten konnten, die jetzt im Fokus unseres Projekts stehen, erläutert Marcel Weidenfeller, stellvertretender Vorsitzender der NABU-Gruppe Hundsangen und Flächeneigentümer.

Die Wiesenfläche soll in Zukunft weiterhin von einem lokalen Landwirt bewirtschaftet werden, wobei sich die vorgesehene extensive Heunutzung und Rinderbeweidung an naturschutzfachlichen Kriterien orientieren soll. Um die Beweidung zu ermöglichen, hat die NABU-Gruppe Hundsangen bereits einen festen Weidezaun installiert. Im Rahmen des Projektes soll nicht nur der Lebensraum optimiert, sondern auch aufgezeigt werden, wie Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Dementsprechend stehen aktuell im Rückgang befindliche Arten der Agrarlandschaft im Fokus des Projektes. „Mit diesem neuen Naturschutzprojekt wollen wir wie auch in vielen anderen Projekten unserer NABU-Gruppe unter anderem demonstrieren, wie man in der Agrarlandschaft mit relativ einfachen Maßnahmen Lebensräume für eine Vielzahl an Arten mit unterschiedlichen Ansprüchen schaffen kann“, sagt Marcel Weidenfeller hierzu.

Das neue Wiesenprojekt wurde vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz aus Mitteln der „Aktion Grün“ finanziell gefördert. Es reiht sich ein in eine Reihe weiterer Naturschutzprojekte der NABU-Gruppe Hundsangen in der Verbandsgemeinde Wallmerod. Hierzu gehören unter anderem die Anlage und Pflege von ökologisch wertvollen Streuobstwiesen mit Fortpflanzungsmöglichkeiten für Steinkäuze und Fledermäuse ebenso wie 1.500 Metern Feldhecken und Blühstreifen als Strukturelemente und Wanderkorridore für Heckenvögel wie Neuntöter und Goldammer sowie für verschiedene Niederwild- und Insektenarten.

Naturinteressierte Personen, die Lust haben, im neuen Wiesenprojekt der NABU-Gruppe Hundsangen mitzuarbeiten, können sich über nabu.hundsangen@nabu-rlp.de an die NABU-Gruppe wenden. Weitere Informationen gibt es unter www.nabu-hundsangen.de.

Über die NABU-Gruppe Hundsangen:
Die NABU-Gruppe Hundsangen wurde im Jahr 1988 gegründet. Ihr Tätigkeitsgebiet erstreckt sich über die gesamte Verbandsgemeinde Wallmerod. Mit über 750 Mitgliedern ist die NABU-Gruppe Hundsangen die größte Natur- und Umweltschutzgruppe in der Verbandsgemeinde Wallmerod. Sie gehört der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald an, in der die 13 NABU-Gruppen aus den Kreisen Westerwaldkreis, Altenkirchen, Neuwied sowie im Raum Koblenz mit insgesamt über 8.000 NABU-Mitgliedern organisiert sind. Landesweit zählt der NABU über 60.000 Mitglieder.


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