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Nachricht vom 04.03.2020    

VG Montabaur wird erste flächendeckende Gigabitregion Deutschlands

Die „Glasfaser Montabaur GmbH & Co.KG“ hatte zur Vorstellung des beabsichtigten Breitbandausbaus nach Montabaur eingeladen. Neben Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich, waren Mitglieder des Rates der Verbandsgemeinde, sowie Mitarbeiter der Fachabteilung bei der VG Montabaur zugegen.

Von links: Rolf-Peter Scharfe, Ulrich Richter-Hopprich, Dr. Beate Rickert und Stephan Wehrmann. Foto: wear

Montabaur. Die Partnerunternehmen Meridiam und Vodafone waren durch Stefan Wehrmann und Rolf-Peter Scharfe vertreten, Stephan Wehrmann ist zugleich Geschäftsführer der „Glasfaser Montabaur GmbH & Co. KG“. Des Weiteren war Dr. Beate Rickert anwesend, in ihrer Funktion als Geschäftsführerin der „Glasfaser Montabaur GmbH Co. KG“ und der Beratungsgesellschaft „KPR Capital GmbH“ aus Frankfurt, wobei die „KPR Capital GmbH“ das Vorhaben initiiert hat und die Umsetzung aktiv vorantreibt.

Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich zeichnete zunächst ein positives Gesamtbild der VG Montabaur, die mit der Stadt Montabaur das wirtschaftliche Zentrum der Region sei, zudem durch die günstige geografische Lage, die Schnittstelle zwischen den Zentren Rhein-Main und Köln-Bonn ist. Die Attraktivität lässt sich auch an dem starken Zuzug von jungen Familien ablesen, die sehr die Kombination von Gewerbe und Industrie in einer ländlichen Region schätzen, mit einer direkten Anbindung an die Autobahn A3, sowie dem europäischen Schnellbahnnetz.

Richter-Hopprich bezeichnete den Breitbandausbau als eine Frage der Grundversorgung, dessen Verwirklichung ganz oben auf der Agenda der VG Montabaur steht. Das Ziel sei es, bis 2025 soll jedes Haus in der Verbandsgemeinde über einen Glasfaseranschluss verfügen können. Er wies auch darauf hin, dass die VG Montabaur durch die kommunale VGM-net bereits jetzt Glasfaserleitungen bis zu den Verteilerkästen in den Orten der VG verlegt habe.

Anschließend stellten die Vertreter der kooperierenden Unternehmen die Ziele des Vorhabens vor. Man zeigte sich sehr zufrieden mit den eingegangenen Partnerschaften, lobte aber auch den starken Willen der VG Montabaur, den Glasfaserausbau in allen Gemeinden der VG Montabaur voranzutreiben. Rolf-Peter Scharfe von Vodafone meinte wörtlich: „Montabaur ist in vielerlei Hinsicht bereits jetzt eine Vorzeigeregion in Deutschland, da die 24 Gemeinden in der VG Montabaur, und die Stadt Montabaur, im Gigabit-Zeitalter angekommen sind. In der VG Montabaur setzen wir auf einen einzigartigen Mix aus der bestehenden Kabelinfrastruktur und dem neuen Glasfasernetz.“ Vodafone wird das Netz auch für andere Telekommunikationsunternehmen öffnen, damit diese ebenfalls ihre Produkte beim Endverbraucher in der VG Montabaur anbieten können. Stephan Wehrmann von Meridian betonte, dass die Investitionen in die Zukunft auch bei weiteren Entwicklungen vor Ort, wie zum Beispiel den 5G-Ausbau und das autonome Fahren, und die Realisierung der Energiewende, von Vorteil sind.

Dr. Beate Rickert von „KPR Capital GmbH“ erklärte, dass durch die Öffnung des Marktes Innovation und Anbietervielfalt zugunsten von rund 40.000 Einwohnern in der VG Montabaur langfristig gesichert ist. Ich verspreche für alle Kooperationspartner absolute Transparenz und regelmäßige Informationen, unter Einbindung der Bürger und des Gewerbes, es soll ein Gemeinschaftsprojekt werden. Die Kosten des Projektes können noch nicht genau beziffert werden, sie werden sich aber im mittleren zweistelligen Millionenbereich bewegen.“ Zu berücksichtigen sei auch der Umstand, dass sich der Wert einer Immobilie durch den schnellen Internetzugang erhöht.

Die wesentlichen Eckpunkte des Projektes
Im Vorteil ist derjenige, dessen Haus bereits einen Kabelfernsehanschluss besitzt. Die Reihenfolge des Ausbaus des Glasfasernetzes regelt die Nachfrage, wobei von Vorteil ist, wo sich bereits die meisten Kunden befinden. Auf die öffentliche Hand, sprich die VG Montabaur, kommen keine Investitionskosten zu, da der Ausbau des Netzes ausschließlich von privat finanziert wird. Die Kosten, die auf jeden der Haushalte zukommen, können noch nicht genau beziffert werden, sie orientieren sich aber am aktuellen Markt, der durch seine Dynamik Schwankungen unterworfen ist. Die erforderlichen Erdarbeiten sollen, je nach Witterung, zum Ende des Jahres 2020 beginnen, dabei handelt es sich um die sogenannte „letzte Meile“. Bei der „letzten Meile“ werden die alten Kupferkabel durch neue Glasfaserkabel ersetzt. Die neuen Leitungen laufen bis zu den Anschlussbuchsen in den jeweiligen Objekten. Die Teilnahme am Glasfaserausbau ist freiwillig, es gibt keinen Zwang, sich daran zu beteiligen.

In seinem Schlusswort zeigte sich Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich positiv eingestellt, auch bestärkt durch die Präsentation der Kooperationspartner, und ist sicher, dass in Zukunft keine „weißen Flecken“ im Hinblick auf den Breitbandausbau vorhanden sein werden. wear


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