Werbung

Nachricht vom 27.02.2020    

Aschermittwochs-Gottesdienst in Marienstatt

Neunt- und Zehntklässler feierten in konfessionellen Gottesdiensten den Aschermittwoch. Während sich die evangelischen Schülerinnen und Schüler in der Annakapelle versammelten, feierten die Katholiken eine Messe mit Spendung des Aschekreuzes. Jeder Jahrgang hat einmal im Jahr konfessionell getrennte und einmal einen ökumenischen Gottesdienst.

Foto: privat

Marienstatt. In der Basilika erklärten P. Benedikt Michels und Christian Pulfrich auf die Funktion des Aschermittwochs: „Wenn man im Internet schaut, gibt es unzählige Diäten und Abnehmtipps, die vordergründig etwas mit Fasten zu tun haben, bei genauerem Hinblicken aber nichts mit dem Fasten, das in der österlichen Fastenzeit durchgeführt wird, zu tun hat“. Die beiden Schulseelsorger zeigten verschiedene Möglichkeiten des Fastens – zum Beispiel den Verzicht auf Süßigkeiten oder die Minimierung der Handynutzung - auf, erklärten aber auch: „Ein Vorschlage wäre, nicht auf etwas zu verzichten, sondern anderen Menschen etwas zu schenken: Den Großeltern oder der alten Nachbarin Zeit, den Mitschülerinnen und -schülern Aufmerksamkeit, sich selbst Achtsamkeit“.

Der Aschermittwoch könne also ein „Anfang“ sein – und sei damit nicht das traurige Ende der schönen Karnevalszeit. „Eine stille Freude und ein verborgener Glanz liegen auf der kommenden Zeit“. Der Aschermittwoch sei der Anfang, sich bewusst zu machen: „Welche Unnötigkeiten unsere Aufmerksamkeit beanspruchen; welche Zeitfresser unser Leben zu einem Lauf gegen die Zeit machen; welche Mauern zwischen uns und unseren Mitmenschen stehen und welche Vorurteile unser Handeln bestimmen.



„Wir leben in einer Zeit, in der die Besinnung auf sich und die Mitmenschen dringend notwendig ist: Zuletzt haben die Morde von Hanau gezeigt, was Hass auslöst. Rassismus und Hass gegenüber Deutschen, die seit mehreren Generationen hier leben, ist keine Alternative für uns“.

Das Aschekreuz, das die Schülerinnen und Schüler auf ihre Stirn erhielten, symbolisiere, dass Altes vergehen muss, damit Neues entstehen kann. „Mit dem Aschenkreuz auf der Stirn bekennen die Gläubigen öffentlich ihre Bereitschaft zu Umkehr – den Beginn einer neuen Zeit“. Gleichzeitig symbolisiere die Asche in Kreuzesform, dass für Christen Kreuz und Tod nicht das Ende bedeuten, sondern den Anfang eines ewigen Lebens bei Gott.

„Ihr könnt das Aschekreuz also heute im Schulalltag mit Stolz tragen: Das ist kein Dreck an der Stirn, sondern das urchristlichste Symbol für den Neuanfang“. Der Segensspruch „Kehre um und glaube an das Evangelium“ heiße, dass „ihr Christus den Weg zu euch bereitet“. Man müsse gar nicht alles aus dem Evangelium verstehen: „Lebe das, was du vom Evangelium verstanden hast. Und wenn es noch so wenig ist. Aber lebe es“, zitierten die beiden Frère Roger, Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé. (PM)


Lokales: Hachenburg & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Enrico Förderer triumphiert in Valencia: Doppelsieg und Meisterschaftsführung gesichert

Ein Rennwochenende in Valencia brachte für den 19-jährigen Enrico Förderer aus Leuterod gleich zwei Siege ...

Fahrer verursacht Unfall auf der A3 unter Alkoholeinfluss

Am Samstagmorgen (21. Februar) ereignete sich auf der Autobahn A3 ein Verkehrsunfall, der durch einen ...

Gesangsabend in Kirburg begeistert Teilnehmer

In Kirburg trafen sich rund 70 Sangesfreudige zu einem besonderen Gesangsabend im Evangelischen Gemeindehaus. ...

Bundesverdienstkreuz für Margaret Haas: Eine Karriere der Integration

Margaret Haas, eine engagierte Persönlichkeit im Bereich der Integration, wurde mit dem Bundesverdienstkreuz ...

B2Run Koblenz 2026: Start der Anmeldephase für das beliebte Laufevent

Am 26. Juni 2026 verwandelt sich die Koblenzer Innenstadt in eine Laufstrecke. Unternehmen und Institutionen ...

Druidensteig im Rennen um "Deutschlands schönster Wanderweg 2026"

Der Druidensteig, ein beliebter Fernwanderweg im Westerwald, strebt nach dem Titel "Deutschlands schönster ...

Weitere Artikel


Kindertagespflege im zu Wohnzwecken vermieteten Mietshaus möglich?

Darf eine Eigentumswohnung in einer Wohnungseigentümer-Gemeinschaft als Kindertagespflegestelle für bis ...

Strom- und Gasabrechnungen verstehen und Wechsel des Anbieters

Hohe Preise für Strom und Gas belasten die Haushaltskasse erheblich. Vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern ...

Hachenburger Grüne stellen sich neu auf

Auf der ersten Mitgliederversammlung der Hachenburger Grünen im Jahr 2020 wurden die Weichen für die ...

Vorfahrt auf L 304 missachtet – zwei Verletzte

Am späten Mittwochnachmittag, den 26. Februar kam es auf der Landstraße 304 an der Abzweigung nach Weidenhahn ...

Jahreshauptversammlung der Wählergruppe „pro Sessenhausen“

Unter regem Interesse der Mitglieder fand am 13. Februar die Jahreshauptversammlung der Wählergruppe ...

Turteltaube ist der Vogel des Jahres 2020

Sie ist ein Symbol für die Liebe, ihre Lebensbedingungen sind aber wenig romantisch: Die Turteltaube ...

Werbung