Werbung

Nachricht vom 20.02.2020    

Seniorenzentrum im Buchfinkenland findet breite Unterstützung

„Darf ich jetzt öfter kommen?“ Diese Frage wird den Mitarbeiterinnen der Tagespflege im Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach oft nach einem „Probetag“ in der Einrichtung gestellt. Vielen der meist hochaltrigen Gäste gefallen die familiäre Atmosphäre und die museal eingerichteten Räume meist auf Anhieb. Dies hat dazu geführt, dass das erst seit zwei Jahren bestehende Angebot im Buchfinkenland bereits weitgehend ausgelastet ist. Dies nahmen die Mitglieder des Fördervereins des Seniorenzentrums bei der Jahreshauptversammlung erfreut zur Kenntnis.

Der neue Vorstand versprach, sich auch in Zukunft mit voller Kraft für das Ignatius-Lötschert-Haus und seine Bewohner/innen im Buchfinkenland einzusetzen. Foto: Edmund Schaaf

Horbach. Wie immer, steht ein Thema rund um die Altenpflege im Mittelpunkt der Mit-gliederversammlung: diesmal war es die Arbeit der Tagespflege. „Unsere Gäste freuen sich, wenn sie hier ankommen und mit uns den Tag gestalten können“, berichtete Theresa Zimmer als Pflegefachkraft der Betreuungseinrichtung den interessierten Zuhörer/innen. Besonders schön sei, dass die vielen Angebote von Musik und Gymnastik bis zum Gedächtnistraining und Kuchenbacken so gut angenommen werden. „Dadurch werden wir spürbar entlastet und der zu leistende Eigenanteil an den Kosten ist überschaubar“, meinte eine Angehörige. Wichtig sei auch, dass die betreuten Seniorinnen und Senioren sich zusammen mit Unterstützung der Medien für das regionale und weltweite Tagesgeschehen interessieren. „Besser wäre es aber“, so Theresa Zimmer, „wenn die Leute künftig einige Jahre früher zu uns kommen würden“.

Bei einem Rundgang konnten sich die Fördermitglieder von den ansprechend zwischen Museum und Moderne gestalteten Räumen überzeugen. Gefallen fanden auch die Räume der ehemaligen „Brüderklausur“, die vom Förderverein teilweise in Eigenleistung renoviert und neu gestaltet wurden. Auch der neue Außenanstrich der kleinen „Marienkapelle“ am Waldrand gefiel allen. Bedauert wurde, dass der angrenzende kleine Fichtenbestand gefällt werden musste, da fast alle Bäume abgestorben waren.

Vereinsvorsitzender Uli Schmidt informierte im Jahresbericht des Vorstandes über die vielfältigen Aktivitäten rund um das Haus, die dazu beigetragen haben, dass der Verein nach wie vor der wohl größte seiner Art in Rheinland-Pfalz ist. „Aber wir werben weiter Mitglieder, damit wir auch künftig möglichst viel für unsere meist pflegebedürftigen alten Menschen in und außerhalb des Altenheimes tun können“ so der Vorsitzende. Wichtige Themen seien die Schaffung von neuen Wohnformen für ältere Menschen auf dem Gelände ergänzend zur bestehenden Pflegeeinrichtung, die Fortsetzung des Projektes „555 Schritte“, Infoabende rund um die Altenpflege sowie der jährliche Arbeitseinsatz „Aktion Wühlmaus“. Letzterer soll in diesem Jahr am 7. November auf neue Füße gestellt und dadurch für die freiwilligen Helfer vom örtlichen Sportverein und darüber hinaus attraktiver werden.

Im Bericht der Heimleitung wies Franz Schmitz auf viele notwendige Investitionen im Haus hin und äußerte die Hoffnung, dass das Problem Leiharbeit weiter begrenzt wer-den kann. „Wenn wir denken, jetzt geht es ganz ohne, dann kommt schon die nächste Hiobsbotschaft“, so der Heimleiter. Als neue Pflegedienstleitung (PDL) im Haus stellte sich Chris Martin der Versammlung vor. Er zeigte sich stolz darüber, dass zur Mitarbeiterschaft derzeit 16 Auszubildende gehören.

Die vielfältigen Aktivitäten des Fördervereins fanden auch im Kassenbericht von Hubert Kleppel seinen Ausdruck. „Wir konnten im zurückliegenden Jahr über 18.000 Euro ausgeben, mit denen wir viel Gutes bewirken konnten“, anerkannte der Vereins-Schatzmeister die hohe Spendenbereitschaft und das Engagement rund um das Seniorenzentrum. Besonders lobte er die Festlegung einer inzwischen verstorbenen Bewohnerin, nach der alle Trauerspenden auf ein Sammelkonto kommen und der gesamte Betrag dem Haus und seinen Bewohner/innen über den Förderverein zugutekommen soll. „So konnten wir fast 3.600 Euro beispielsweise für die Pflanzung von Bäumen oder die Herstellung von Holz-Gartenmöbeln nutzen“, lobte Schriftführer Franz-Josef Jung. Auf Antrag von Benno Heibel und Hermann-Josef Schneider als Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet.

Unter Leitung von Edmund Schaaf als „Altbürgermeister“ der VG Montabaur wurde dann ein neuer Vorstand gewählt. Vorsitzender Uli Schmidt, Schatzmeister Hubert Kleppel, Schriftführer Franz-Josef Jung und Peter Wagner als Beisitzer wurden mit größtmöglicher Zustimmung in ihren Ämtern bestätigt. Dies galt auch für die beiden neuen Teammitglieder Ernst Merz als Stellvertretender Vorsitzender und Helmut Bandlow als weiterem Beisitzer. Heimleitung und Vorstand dankten den ausgeschiedenen Mitgliedern Wolfgang Paul und Gregor Nelles für langjährige Mitarbeit.


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: Seniorenzentrum im Buchfinkenland findet breite Unterstützung

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Dritter bestätigter Todesfall durch Corona im Westerwaldkreis

Wie das Kreisgesundheitsamt am gestrigen späten Abend (31. März) erfuhr, gibt es im Westerwaldkreis einen dritten Todesfall zu beklagen. Ansonsten gehen die Zahlen weiter nach oben. In der VG Selters ist der Anstieg besonders stark. Dort gibt es mittlerweile 26 Infizierte. Im gesamten Westerwaldkreis sind es 178.


Vorarbeiten für das Verbandsgemeindehaus starten planmäßig

Es ist kein Aprilscherz und dennoch in Zeiten der Corona-Krise eine Nachricht, die aus dem Rahmen fällt: Planmäßig ab 1. April wird die Baustelle für das neue Verbandsgemeindehaus am Gerberhof in Montabaur eingerichtet, am 7. April beginnen die ersten Tiefbauarbeiten. Dabei handelt es sich zunächst noch um Vorbereitungen, denn vor dem eigentlichen Baubeginn muss das Grundstück mit einer unterirdischen Stützwand abgesichert werden. Was tatsächlich noch Vorarbeiten sind, wird schon eine geschäftige Baustelle sein, denn mächtige Erdbohrer, Bagger, Betonmischer, Kipplader und Menschen, die all diese Maschinen bewegen, kommen zum Einsatz.


Region, Artikel vom 31.03.2020

Corona: 160 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis

Corona: 160 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis

Die Kreisverwaltung Montabaur meldet 160 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis am Dienstagabend (31. März). Bei der Anzahl der bestätigten Fälle gilt es zu beachten, dass diese Zahlen alle Infizierten seit Beginn der Testungen am 9. März umfassen und auch bereits genesene Personen beinhalten.


Wirtschaft, Artikel vom 01.04.2020

Engel leben mitten unter uns

Engel leben mitten unter uns

GASTBEITRAG | Die Corona-Pandemie schüttelt unser Leben kräftig durcheinander. Das hektische Treiben der Geschäftswelt hält inne und das bisher praktizierte Miteinander ist über Nacht ein Spielfeld der Individuen geworden. Da erscheinen plötzlich Menschen im Blickwinkel der Öffentlichkeit, die sonst in der Masse der Gesellschaft unbeachtet blieben.


Obermeister der Fleischerinnung Rhein-Westerwald appelliert

In den Medien wird im Zusammenhang mit der Corona-Krise immer wieder darauf hingewiesen, dass der Lebensmittelhandel weiterhin geöffnet bleibt. Nicht extra erwähnt wird das Nahrungsmittelhandwerk: Fleischerfachgeschäfte und auch Bäckereien in unserer Region. Viele Bürgerinnen und Bürger sind verunsichert, ob der Fleischer ihres Vertrauens noch geöffnet hat.




Aktuelle Artikel aus der Vereine


Schwalben ein Zuhause bieten

Holler. Im Rahmen des NABU-Projektes „Schwalbenfreundliches Haus“ setzen die NABU-Gruppen in der Region Rhein-Westerwald ...

BUND: #WirbleibenzuHause-Tipps

Mainz/Region. Gesamtgesellschaftliches Handeln und Solidarität sind die Gebote der Stunde, um unser Gesundheitssystem nicht ...

Gleich acht Ehrungen des Fußballverbandes beim SV Hahn

Hahn. Das Ehrenamt ist ein hohes Gut, ohne dass das Vereinsleben zum Erliegen käme, sagte Bayer in einer einleitenden Laudatio. ...

Donum Vitae-Beratungsstelle weiterhin ansprechbar

Montabaur. Hartkorn und Kazmarek-Lang: "Der Betrieb unserer Beratungsstelle läuft mit den notwendigen Vorsichtsmaßnahmen ...

Diakonie ist gerade jetzt für Hilfesuchende da

Westerburg. Seit dem Beginn der Krise arbeitet das Team des Diakonischen Werks Westerwald mit Hochdruck daran, die Hilfsangebote ...

Der BUND und Corona

Region. „So eine Situation ist auch für uns neu. Doch uns ist klar, dass wir sie nur durch entschlossenes gemeinsames Handeln ...

Weitere Artikel


Räuberischer Diebstahl in Ransbach-Baumbach

Ransbach-Baumbach. Am Abend des 20. Februar, gegen 20:30 Uhr, kam es in Ransbach-Baumbach, im Einmündungsbereich von Mozartstraße ...

Weggerutschter Rollerfahrer und Verkehrsunfall durch flüchtenden Autofahrer

Wahlrod. Am Donnerstag, dem 20. Februar befuhr ein 15-jähriger Rollerfahrer um 14.40 Uhr die Kölner Straße (B8) in Fahrtrichtung ...

„KUNSTFORUM WESTERWALD“ bei "Was bleibt" dabei

Altenkirchen/Region. Elisabeth Jung, Simone Levy und Friedhelm Zöllner stellen Plastiken und Skulpturen aus Ton, Holz und ...

Frauen-Netzwerktreffen zur Zukunft des Waldes

Hachenburg. Die Netzwerkarbeit soll Frauen als Akteure durch Kommunikation und interdisziplinäre Bildung zusammenführen. ...

Cluster Klassenfahrt heißt nun KLEX Westerwald

Ein Tag in keramischen Welten
Montabaur. Von keramischen Teilen unter dem Mikroskop bis zu hochwertigen keramischen Spülen: ...

Freie Wähler Sessenhausen wählten Helmut Lamp zum Bürgermeisterkandidaten

Sessenhausen. Nach der formalen Einleitung folgte sein dementsprechend kurzgefasster Bericht über die Entwicklung aktueller ...

Werbung