Werbung

Nachricht vom 07.02.2020    

NI gegen geplante Windenergieanlagen am Hartenfelser Kopf

Der Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) bemängelt, dass der Der Hartenfelser Kopf durch seine Industrialisierung mit Windenergieanlagen eine der größten Natur- und Landschaftszerstörungen im Westerwald sei. Die Anlagen seien im Lebensraum der Europäischen Wildkatze, von Schwarzstorch, Rotmilan, Wespen- und Mäusebussard sowie 16 Fledermausarten in einer Art „Salamitaktik“ errichtet worden.

Hartenfelser Kopf mit Windenergieanlagen. Fotos: NI

Hartenfels. Die NI erläutert weiter: „2017 ist das ehemals seit vielen Jahren stabile Vorkommen des Rauhfußkauzes mit vier Brutpaaren nach der Errichtung der Anlagen gänzlich erloschen. In 2015 und 2017 wurden alleine am Hartenfelser Kopf (2) und am Roter Kopf (2) bei Westerburg vier getötete Rotmilane unter Windindustrieanlagen im Wald gefunden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Das ist besonders tragisch, da es wissenschaftlich eindeutig belegt ist, dass es einen negativen Zusammenhang zwischen der Windenergieanlagen-Dichte und dem Populationsrückgang beim Rotmilan gibt. Windindustrieanlagen sind mittlerweile Todesursache Nr. 1 beim Rotmilan.“

Weiter bemängelt die NI, dass die Genehmigung für die beiden geplanten Windindustrieanlagen erteilt wurde, obwohl sich ein Rotmilanhorst in der Tabuzone von 1.500 Metern zu den geplanten Anlagen befindet. Zudem befindet sich der geplante Standort dieser beiden Anlagen in einem europäischen Vogelschutz- und FFH-Gebiet. Weiterhin konnte nicht ausgeschlossen werden, dass es sich bei einem von der NI gemeldeten Horst um einen Schwarzstorchhorst handelt.

Die NI stellt zudem fest: „Mittlerweile stehen alleine im europäischen „Vogelschutzgebiet Westerwald“ 38 Windindustrieanlagen. Dabei dienen Vogelschutzgebiete dem Schutz von Vögeln und nicht ihrer Industrialisierung. Hinzu kommt, dass weitere Windindustrieanlagen keinen nennenswerten Beitrag zum Klimaschutz leisten, da sie völlig ineffizient arbeiten und die produzierte Energie nicht speicherbar ist. Im Gegenteil: Windindustrieanlagen führen immer mehr zu einem Biodiversitätsdesaster und zerstören zudem unsere Landschaften und Wälder, die für die Biologische Vielfalt, den Arten- und Klimaschutz so wichtig sind.



Der bundesweit anerkannte Umweltverband Naturschutzinitiative e.V. (NI) hat daher eine Rechtsanwaltskanzlei damit beauftragt, die Rechtmäßigkeit des Genehmigungsbescheides zu prüfen. Danach entscheiden wir über weitere Schritte. Bei den politischen Äußerungen und Bewertungen in der Pressemitteilung der Kreisverwaltung als Genehmigungsbehörde vom 17.01.2020 kann der Eindruck entstehen, dass Entscheidungen nicht ausschließlich auf sachlicher und fachlicher Grundlage getroffen werden.“ (PM)


Lokales: Selters & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
   

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Vereine


Gelungene Premiere der Bezirkseinzelmeisterschaften in Altenkirchen

Zum ersten Mal fanden die Bezirkseinzelmeisterschaften Westerwald-Taunus in Altenkirchen statt. Die neue ...

Dr. Tanja Machalet übernimmt Leitung des Chorverbandes Westerwald

Beim Verbandstag des Chorverbandes Westerwald in Hattert wurden personelle Veränderungen beschlossen. ...

Tanzsport-Highlight in Koblenz: Landesmeisterschaft lockt Spitzenpaare an

Am Samstag, 7. März 2026, wird das Vereinsheim des TGC Redoute Koblenz e.V. zum Schauplatz der rheinland-pfälzischen ...

Wäller Helfen e. V.: Nachbarschaftshilfe jetzt auch in Hessen

Der Verein Wäller Helfen e. V. erweitert sein Programm "Kleine Hilfe - große Wirkung" nach Hessen. Ab ...

EG Diez-Limburg sichert sich Halbfinaleinzug mit klarem Sieg

Die EG Diez-Limburg hat sich in der Viertelfinalserie gegen die Realstars Bergisch Gladbach souverän ...

Musik verbindet: Spendenübergabe an Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer Paten

Die Bindweider Bergkapelle und der MGV Rosenheim haben kürzlich eine Spende an die Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer ...

Weitere Artikel


Sturm- und Orkanböen werden auch den Westerwald nicht verschonen

Schon seit Mitte der Woche gibt es Meldungen über einen am Sonntag aufziehenden Sturm über Deutschland. ...

Ausbildung im Handwerk: Trend weist seit 2016 nach oben

HwK Koblenz: 3.164 Jugendliche haben 2019 eine Lehre im Kammerbezirk begonnen. „Die Ausbildungszahlen ...

Ausstellungseröffnung: Johannes und Thaddäus Hüppi

Eröffnung: Freitag, 14. Februar, 19 Uhr (großes Foyer). Laufzeit: 15. Februar bis 3. Mai. Johannes und ...

Leuchtturmprojekt „Juwel“ garantiert weiter Erfolge

. Auch im dreizehnten Jahr seines Bestehens seit 2007 werden an das berufsintegrative Projekt „JUWEL“ ...

Falsche Zählerprüfer

Vermehrt melden Geschäftskunden im Versorgungsgebiet der Energieversorgung Mittelrhein (EVM) Anrufe der ...

NABU zu neuen Wolfssichtungen im Kreis Neuwied

Zu den am 6. Februar vom Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz bestätigten ...

Werbung