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Nachricht vom 01.02.2020    

Essen oder ÖPNV nutzen?

Einkaufen fahren, ein Besuch beim Arzt oder ein Treffen mit Freunden: Mobilität ist auch im Westerwald eine wichtige Voraussetzung, damit Menschen am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Was aber ist mit denjenigen, denen das nötige Geld für ein Bus- oder Zugticket zu oft fehlt? Um Mobilität auch für finanziell schwächer gestellte Menschen zu verbessern, wird landesweit über ein „Sozialticket“ diskutiert. Jetzt auch im Westerwald….

Montabaur. Am Dienstag, 10. März lädt das Forum Soziale Gerechtigkeit in Kooperation mit dem VdK-Kreisverband Westerwald zu einem Fachgespräch zum Thema „Sozialticket – Mobilität für alle auch im Westerwald“ ein. Beginn ist um 17 Uhr in Montabaur und eine Teilnahme nur nach Anmeldung möglich. Nach einer Begrüßung von Walter Frohneberg als VdK-Kreisvorsitzendem wird Forumssprecher Uli Schmidt in das Thema einleiten, bevor Nadine Gray aus Mainz vom landesweiten Aktionsbündnis „Mobilität für alle“ über den Sachstand informiert.

Besonderes Pech haben diejenigen armen Wäller, die in einem abgelegenen Dorf abseits der Hauptverkehrsachsen im Westerwaldkreis wohnen. Will man von dort im nächsten Supermarkt einkaufen oder braucht einen Arzt, sind oft weite Wege mit Bus oder Bahn zu fahren. Teure Busfahrten sind dann nur eingeschränkt möglich und eine Zugreise zu weiter weg wohnenden Verwandten am anderen Ende des Westerwaldes geht oft gar nicht. Nach Ansicht des Aktionsbündnisses „Mobilität für alle“ auf Landesebene in Rheinland-Pfalz, soll sich das bald ändern. Gefordert wird flächendeckend ein bezahlbares Sozialticket für Bedürftige, für die über den Regelbedarf der Grundsicherung bislang höchstens 27,85 Euro pro Monat für öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bereitstehen. Oft müssen Menschen zudem zwischen Bus fahren und essen wählen, driften dadurch nicht selten in die soziale Isolation ab.
Wie sieht es damit im Westerwald aus, wie notwendig ist es, bei uns ein Sozialticket einzuführen? Dies würde vermutlich den oft nur schwach vorhandenen ÖPNV kaum belasten, fahren doch nicht selten außerhalb des Schulverkehrs leere Busse und Züge durch den Kreis.



Die Zahl der Plätze für Interessenten an dem Fachgespräch ist begrenzt, weshalb eine Teilnahme an der Veranstaltung nur nach Anmeldung möglich ist. Anmeldung bitte beim Forum Soziale Gerechtigkeit unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.


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