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Nachricht vom 29.01.2020    

Patienten mit Verdacht auf Corona-Virus in Siegener Krankenhaus

In Siegen gibt es möglicherweise erste Patienten mit dem Corona-Virus. Das berichtete die Siegener Zeitung. Demnach liegt ein Mann, der auf Geschäftsreise in China war, seit Dienstag auf der Isolierstation im Kreisklinikum in Weidenau, ein weiterer wurde am Mittwoch eingeliefert.

Corona Virus im Inneren des Körpers (Foto: peterschreiber.media)

Siegen. Landrat Andreas Müller bestätigte den ersten Verdachtsfall während des IHK-Jahresempfangs am Dienstagabend. Christoph Grabe, Leiter des Kreisgesundheitsamts, soll aus dem Urlaub geholt worden sein. „Kreisgesundheitsamt, Rettungsdienst und Krankenhäuser in Siegen-Wittgenstein bereiten sich intensiv auf ein mögliches Auftreten des Coronavirus vor. Für diesen Fall bestehen bereits detaillierte Ablaufpläne“, ließ Landrat Andreas Müller kurz zuvor noch in einer Pressemitteilung verlauten. „Zentrale Anlaufstelle für Patienten mit einem Verdacht auf Infizierung mit dem Virus ist das Kreisklinikum in Weidenau. Mögliche Patienten werden dort aufgenommen und isoliert werden.“

Eine Ansteckung mit dem neuartigen Coronavirus ist derzeit nur bei einem Aufenthalt in China oder bei engem Kontakt zu einer erkrankten Person möglich, so das Kreisgesundheitsamt in Siegen-Wittgenstein. Die Inkubationszeit beträgt bis zu 14 Tage. Wer also weder innerhalb der letzten 14 Tage in China war, noch einen entsprechenden Kontakt zu einem Erkrankten hatte, kann nach aktuellen Erkenntnissen in Deutschland nicht erkranken.




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Akut auftretende Atemwegsbeschwerden sind daher am ehesten auf einen grippalen Infekt oder eine Influenza zurückzuführen. Mit einem Import einzelner Coronavirus-Fälle nach Deutschland muss trotzdem jederzeit gerechnet werdent. Das Risiko einer weiteren Ausbreitung in Europa ist jedoch eher als gering einzuschätzen. Um eine Weiterverbreitung in Deutschland zu verhindern, ist es daher wichtig, tatsächliche Fälle früh zu erkennen, sie zu isolieren und Hygienemaßnahmen konsequent einzuhalten.

Wenn sich der Verdacht auf Infizierung mit dem neuen Coronavirus bestätigt, werden durch das Kreisgesundheitsamt umgehend alle Personen ermittelt, mit denen der oder die Erkrankte engeren Kontakt hatte. Enge Kontaktpersonen müssten sich für 14 Tage selbst beobachten und bei Auftreten von Symptomen wie Husten, Fieber oder Atemnot sofort beim Gesundheitsamt melden. Von dort werden dann weitere Untersuchungen veranlasst. (red/PM)


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