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Nachricht vom 14.01.2020    

Die bewegende Geschichte einer Demenz als Familienroman

Das eigene Leben als „Steinbruch“ für die Literatur: In „Der vergessliche Riese“ schreibt Autor David Wagner über die fortschreitende Demenz seines Vaters. Und wie den Kindern durch die Krankheit ein neues Zusammensein mit dem Vater geschenkt wird. Wagner wird am Mittwoch, 19. Februar sein vielbeachtetes Buch in Montabaur vorstellen und mit den Gästen darüber diskutieren.

Hat einen bewegenden Roman zum Thema Demenz geschrieben – und stellt das Werk am 19. Februar in Montabaur vor: David Wagner

Montabaur. In dem eindrucksvollen Werk ist der „Riese“ jemand, der vergisst und der auch schon einiges vergessen hat. Als Kind war der Vater für den Sohn ein Riese. Jetzt ist er 71, zweifach verwitwet und leidet unter Demenz. Die Krankheit und wie sie eine ganze Familie verändert, ist das Thema des autobiografisch geprägten Romans. Und es ist auch ein Buch über eine Heimkehr. Denn nach dem Tod der Mutter und der Wiederverheiratung des Vaters gab es lange Jahre, in denen beide nicht viel miteinander zu tun hatten.

Nach dem Bestseller „Leben“, ausgezeichnet mit dem Preis der Leipziger Buchmesse, schafft David Wagner etwas, das sehr kostbar ist: er zeigt einen Menschen, der - obwohl er nur noch in der Gegenwart lebt und allmählich verschwindet – unverwechselbar bleibt mit alle seinen liebenswerten Eigenheiten und den Erinnerungen, die er noch hat. Ganz leise, fast unbemerkt, schreitet die Demenz voran, doch sie verläuft hier ohne Schrecken. Der alte Galan, den seine Brüder wie früher Valentino nennen, ist glücklich, obwohl er weiß, was mit ihm ist.



Ein großes Thema unserer Zeit, das immer mehr Menschen betrifft. Und eine unvergessliche Erzählung. Der Autor wird aus seinem Roman lesen und mit den Gästen darüber reden. Dazu lädt das Forum Soziale Gerechtigkeit mit Unterstützung der Nassauischen Sparkasse und in Kooperation mit dem Netzwerk Demenz Montabaur-Wirges-Wallmerod um 18 Uhr alle Interessenten herzlich ein. Ort ist die Geschäftsstelle der NASPA am Konrad–Adenauer-Platz in Montabaur. Nach dem Ende der Veranstaltung können die Gespräche bei einem kleinen Imbiss mit Umtrunk fortgesetzt werden. Dann kann auch das Buch bei der Buchhandlung ERLESENES erworben und vom Autor signiert werden.

Achtung: Die Zahl der Plätze ist begrenzt, weshalb eine Teilnahme an der Veranstaltung nur nach Anmeldung möglich ist. Anmeldung bitte bei der NASPA in Montabaur, Joachim Neu unter Joachim.Neu@Naspa.de oder beim Forum Soziale Gerechtigkeit, Uli Schmidt unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de.


Mehr dazu:   Veranstaltungen heute im Westerwald  
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