Werbung

Nachricht vom 04.12.2019    

Tipps und Tricks zum Füttern der Vögel im Winter

INFORMATION | Bereits vor etlichen Wochen sind viele Vögel in wärmere Gegenden gezogen, um dort zu überwintern. Für Vögel, die hiergeblieben sind, wird das Nahrungsangebot durch die sich verändernden Witterungsbedingungen immer geringer. Wie Gartenbesitzer und Vogelfreunde es den Vögeln leichter machen können und was man rund um das gute alte Vogelhaus beachten sollte, das wissen die Experten vom Weltvogelpark Walsrode.

Auch so kann ein Futterplatz aussehen. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Winterschlaf gibt es bei den Vögeln, die über Winter bei uns bleiben nicht. Diese sind bei der Nahrungssuche auf sich allein angewiesen. Sollte es zu Bodenfrost und fallenden Temperaturen kommen, kann man die Vögel bei der Futtersuche unterstützen.

Das richtige Futter
„Sonnenblumenkerne werden von fast allen Vogelarten gern gefressen und sind somit immer eine gute Wahl", weiß Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks. Man kann aber auch Rosinen, Trockenobst und klein gehackte Nüsse anbieten. Wichtig: Auf die Qualität des Futters kommt es an. Vor allem bei Meisenknödeln ist auf das richtige Verhältnis von Körnern und Fett zu achten. Je mehr Körner enthalten sind, desto hochwertiger ist das Futter. Zu engmaschig darf das Plastiknetz um die Knödel herum nicht sein, da sich die Vögel mit ihren kleinen Beinchen sonst darin verheddern. Am besten, man entfernt die Netze ganz und befestigt die Knödel an einem Ast oder stabilen Band.

Ein Vogelhaus für zu Hause
Im Idealfall bietet man das Futter in einer Futterstelle oder in einem Futtersilo an. Generell sollte man dabei auf gute Qualität achten. Sprich: ein Vogelhaus aus unbehandeltem Holz nehmen. Auf bunte Farben oder gar Kunststoff sollte ebenfalls verzichtet werden. „Wenn das Futter klassisch auf dem Boden des Vogelhauses gefüttert wird, kann es schnell mit Kot verschmutzt werden, was wiederum zur Verbreitung von Krankheiten von Vogel zu Vogel beitragen kann", erklärt Anne Densow, Biologin im Weltvogelpark Walsrode. Das kann vermieden werden, indem man konsequent alle paar Tage das Haus mit heißem Wasser reinigt.

Anstatt ein großes Vogelhaus bereitzustellen, ist es daher empfehlenswert, mehrere kleine aufzubauen, damit sich die Vögel nicht gegenseitig ins Gehege kommen. „Besonders gut geeignet sind die sogenannten Futtersilos. Diese sind jahrelang benutzbar und sind die sauberste Alternative zum klassischen Futterhaus", erzählt Densow. Ein Futtersilo hat ebenfalls den Vorteil, dass Fressfeinde wie Katzen die Futterstelle nicht erklettern können, da es aufgehängt und nicht aufgestellt wird. Selbst Tauben und Eichhörnchen haben bei dieser Konstruktion keine Chance, sodass besonders die kleinen Vögel in Ruhe fressen können.

Trinkwasser anbieten

Neben der richtigen Fütterung sollte man auch unbedingt sauberes Trink- und Badewasser für die Vögel bereitstellen. Sobald es draußen friert, wird es für die Vögel schwierig. Hier reicht eine Schale sauberes Wasser, das jeden Tag gewechselt wird. Auch hier gilt: Je höher und übersichtlicher die Schale steht, desto geringer ist die Gefahr, dass Katzen leichte Beute wittern.



Der richtige Standort
Ganz wichtig ist die richtige Anbringung der Futterstelle bzw. des Silos. „Optimal hängt ein Futterhaus an einem wind- und wettergeschützten Platz. Wenn zu viel Wind durchs Haus pfeift, fühlen sich die Vögel nicht wohl und kommen nicht mehr wieder. Das Futterhaus sollte zudem hoch genug angebracht sein, sodass Katzen nicht mit einem Satz ins Haus springen können. Überdachte Hauswände oder Carports bieten sich als Platz besonders gut an", erklärt Ehrhardt. Wichtig ist auch, dass es Büsche und Sträucher in der Nähe gibt, von denen aus die Vögel die Futterstelle gut anfliegen und wieder Schutz suchen können.

Besonders schön ist es, wenn die Futterstelle in Sichtweite zu einem Fenster im Haus steht. Vögel zu beobachten - das geht mit einem Fernglas besonders gut - ist sehr entspannend und bringt besonders Kindern großen Spaß. Durch eine regelmäßige Dokumentation, zum Beispiel welche Vögel sich zu welchen Zeiten an der Futterstelle einfinden, können kleine und große Naturfreunde so einiges über die heimischen Vögel und ihre Verhaltensweisen erfahren.



Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Region


Neuer Ausblick auf den Seitenstein im Westerwald

Seit geraumer Zeit ist der direkte Zugang zum Geotop Seitenstein aufgrund abgestorbener Bäume nicht mehr ...

Helikopter im Einsatz: Amprion kontrolliert Freileitungen aus der Luft

Ab dem 22. Mai startet der Übertragungsnetzbetreiber Amprion eine umfassende Kontrolle seiner Höchstspannungsfreileitungen ...

Eröffnung der neuen Wäller Tour "Bachgeflüster": Einladung zur Premierenwanderung

Ein neues Highlight für Wanderfreunde im Westerwald wird offiziell eröffnet: Am Samstag, 30. Mai 2026, ...

21-Jähriger missachtet Vorfahrt unter Drogeneinfluss in Holzappel

In Holzappel kam es am Sonntagabend zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein 21-jähriger Autofahrer die Vorfahrt ...

Internationale Biologie-Studierende erkunden das Nistertal mit Typisch Westerwald

Muschelschutz, Naturpfade und Gewässerökologie im Westerwald standen im Mittelpunkt der geführten Wanderung. ...

AKTUALISIERT! 78-jährige Frau aus Singhofen wurde wohlbehalten angetroffen

Mit Bezug auf die Öffentlichkeitsfahndung von heute, 9.21 Uhr, teilt die Polizei mit, dass die als vermisst ...

Weitere Artikel


Katrin Pütz ist Ehrenpreisträgerin der Johanna-Lowenherz-Stiftung 2019

Die Agraringenieurin wird für ihre Erfindung und Geschäftsidee des „Biogas-Rucksacks“ geehrt. Ihre Erfindung ...

Polizeipräsidium Koblenz: Keine Verkehrstoten im November

Für viele ist der November hier in Deutschland ein Monat der für eine dunkle Jahreszeit mit melancholischer ...

Lebensretter geehrt

Am Mittwoch, den 20. November hatte der DRK Ortsverein Rennerod die Ehre zahlreichen Blutspenderinnen ...

Gemeinderat Alsbach beschloss Forstwirtschaftsplan und Steuerhebesätze

Am 20. November fand im Dorfgemeinschaftshaus in Alsbach eine Sitzung des Ortsgemeinderates statt. Hier ...

Gemeinderat Wirscheid beschließt „Tempo 30 Zone“

Am 21. November fand im Dorfgemeinschaftshaus Wirscheid eine öffentliche und nichtöffentliche Sitzung ...

SPD-Kreistagsfraktion: Landarztstipendium auch im Westerwaldkreis einführen

Der Westerwaldkreis soll rückwirkend zum Beginn des Wintersemesters 2019/2020 eine Landarztstipendienprogramm ...

Werbung