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Nachricht vom 03.12.2019    

Kammerchor Marienstatt sang zu Allerheiligen in Frankfurt

Seit die katholischen Pfarrgemeinden im Bistum Limburg zum Teil umgewidmet wurden, ist die Frankfurter Kirche „Allerheiligen“ zur „KunstKulturKirche“ am Dom bestimmt worden. Die Kirche wurde zu einem Sakralbau umgewidmet, in dem neben dem Gemeindeleben moderne Kunst und Kultur angeboten werden.

Kammerchor Marienstatt in Frankfurt. Foto: privat

Marienstatt/Frankfurt. Alljährlich wird dort am 1. November das Patrozinium zu Allerheiligen gefeiert. In diesem Jahr hatte der aus dem Westerwald stammende Organisator und Gemeindereferent Andreas Wörsdörfer den weit über die regionalen Grenzen hinaus bekannten Kammerchor Marienstatt zur musikalischen Gestaltung des Gottesdienstes und der anschließenden Eröffnung einer Ausstellung eingeladen.

Stadtdekan Dr. Johannes zu Eltz, der auch Mitglied im Domkapitel zu Limburg ist, zelebrierte diesen großen Festgottesdienst in packender und ergreifender Weise. In seiner prägnanten und kurzen Predigt erläuterte er Sinn und Bedeutung des Festes Allerheiligen, so dass auch Nichtkatholiken gespannt zuhörten.

Solche Aufmerksamkeit wurde in gleicher Weise dem Gesang des Kammerchores zuteil. Für diesen war es ein besonderes Erlebnis die großartigen und anspruchsvollen Sätze Kyrie und Sanctus aus der doppelchörigen Messe von Frank Martin in die Liturgie einbinden zu können, nachdem sie bisher nur konzertant aufgeführt worden waren. Entsprechend kraftvoll und beeindruckend gelang die Darbietung. Auch die eindringlich vorgebrachte Bitte um Frieden mit dem „Da pacem Domine“ von Arvo Pärt überzeugte im Kontext des Gottesdienstes besonders.



Musikalischer Höhepunkt war schließlich die Uraufführung des Werkes „Tangenten“ für Chor und Elektronik des persönlich anwesenden Kirchenmusikers Tobias Hagedorn, mit welcher der Chor der Bitte der Gemeinde um moderne Musik eindrucksvoll nachkam. Gab es zunächst bei dem schier unendlich vielstimmigen, ganz ohne Text auskommenden Klangteppich noch vereinzelt Skepsis unter den Zuhörern, wich diese zunehmendem Verständnis und bewundernder Anerkennung, als der Chor auf Bitten der Veranstalter das Werk im Rahmen der an die Messe anschließenden Eröffnung der Ausstellung „The Big Drink“ von Urban Hüter wiederholte.

Seinen überzeugenden Auftritt rundete der Kammerchor mit in „Shall I compare“ von Nils Lindberg vertonten Worten Shakespears ab und glänzte mit strahlenden Sopransolistinnen auch bei „O Salutaris Hostia“ von Eriks Esenvalds besonders. So konnten die Westerwälder Sängerinnen und Sänger mit ihrer Chorleiterin Veronika Zilles auch in der Mainmetropole ihre zahlreichen Zuhörer stark beeindrucken. (PM)


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