Werbung

Politik | - keine Angabe -


Nachricht vom 02.12.2019    

Land zeichnet DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg als vorbildlichen Arbeitgeber aus

Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler würdigte in der Akademie der Wissenschaften und der Literatur in Mainz das besondere Engagement von insgesamt dreizehn Arbeitgebern mit dem Landespreis für beispielhafte Beschäftigung schwerbehinderter Menschen. Der Preis wird seit 1998 jährlich vergeben. Die Erstplatzierung ist mit je 3.000 Euro dotiert.

Das DRK-Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg, hier das Hachenburger Haus, wurde ausgezeichnet. (Foto: DRK)

Mainz. „Die Preisträgerinnen und Preisträger sind hervorragende Beispiele dafür, dass sich soziales Engagement und Wirtschaftlichkeit sehr gut miteinander vereinbaren lassen. Für die Unternehmen bietet die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen die Chance, sich motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Betrieb zu holen. Mit der Ausbildung von schwerbehinderten jungen Menschen sichern sich die Betriebe die Fachkräfte von morgen. Den beschäftigten schwerbehinderten Menschen wird dadurch ein gleichberechtigtes, selbstbestimmtes und unabhängiges Leben ermöglicht. Das gemeinsame Arbeiten stellt somit sowohl für die Menschen mit Behinderungen als auch für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber eine Bereicherung dar“, sagte Bätzing-Lichtenthäler.

„Der Landespreis möchte Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ermutigen, schwerbehinderten Menschen eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt zu geben“, sagt Detlef Placzek, Präsident des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung. „Eine jüngst veröffentlichte IHK-Umfrage offenbart, dass die Hälfte der Betriebe offene Stellen nicht besetzen kann. Eine Möglichkeit, diesem Trend entgegenzuwirken, ist, mehr Menschen mit Behinderungen zu qualifizieren und beschäftigen. Die Preisträgerinnen und Preisträger des Landespreises zeigen, dass dies erfolgreich möglich ist“, so Placzek.

1. Platz bei „Betriebe über 100 Beschäftigte“
In der Kategorie „Betriebe über 100 Beschäftigte“ stimmte die Jury für das DRK Krankenhaus. Dort sind um die 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt; 33 von ihnen haben eine Schwerbehinderung. Die Beschäftigungsquote behinderter Menschen liegt bei 9,4 Prozent (gesetzlich vorgeschrieben sind fünf Prozent). Zwei Mitarbeitende mit geistiger Behinderung arbeiten mit einer 1:1-Betreuung in der Küche bzw. im Handwerk. Zudem sind zwei geistig behinderte Menschen auf Außenarbeitsplätzen der Westerwaldwerkstätten – u. a. als Helfer in verschiedenen Bereichen wie Handwerk, Gärtnerei sowie Hol- und Bringdienste beschäftigt. Besonders engagiert sich das Krankenhaus im Bereich des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. So konnten schon einige Arbeitsplätze erhalten werden, beispielsweise durch Änderung der Schichtarbeit oder durch Hygieneumschulungen und Umschulungen im Bereich Qualitätsmanagement. Mit über 5.500 stationären und 12.000 ambulanten Patientinnen und Patienten pro Jahr erstreckt sich das Einzugsgebiet des Krankenhauses über den regionalen Bereich Altenkirchen hinaus.

Helmut Pehl GmbH aus Holler überzeugte ebenfalls
Die Helmut Pehl GmbH überzeugte die Jury in der Kategorie „Betriebe bis 100 Beschäftigte“. Die 1930 gegründete Firma ist ein Tiefbauunternehmen zur Netzerhaltung und Netzerweiterung für Kommunen, Eigenbetriebe und Energieversorgungsträger. Sie beschäftigt um die 24 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon sind zwei schwerbehindert.

Seit 2011 arbeitet das Unternehmen eng mit sozialen Einrichtungen wie der Caritas und der Pura Vita GmbH zusammen. Es ist der Helmut Pehl GmbH gelungen, zwei Menschen mit Beeinträchtigungen über eine Resozialisierung in das Berufsleben einzugliedern.
Der Arbeitgeber bildet Mitarbeitende in einem Ausbildungsberuf aus. Dem Fachkräftemangel steuert er entgegen, indem er unerfahrenen und unqualifizierten Bewerbenden (behindert oder nichtbehindert) die Möglichkeit der Qualifizierung und der Beschäftigung gibt.
Geschäftsführer André Pehl sieht sein soziales Engagement vor allem in dem Erfolg, den Menschen eine hoffnungsvolle Perspektive mit persönlicher Entwicklung zu geben. Sein Team steht dabei voll und ganz hinter ihm und unterstützt ihn in seinem Engagement.(PM)



Kommentare zu: Land zeichnet DRK Krankenhaus Altenkirchen-Hachenburg als vorbildlichen Arbeitgeber aus

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Schwerverletzter Kradfahrer auf Weide gefunden - Zweirad verschwunden

Am Pfingstmontag, 1. Juni, 19:30 Uhr, wurden die Rettungskräfte von einer schwerverletzten Person auf einer Weidenfläche unweit des Hofes zur Hohen Linde, Dreisbach in Kenntnis gesetzt. Vor Ort lag eine männliche Person schwerverletzt mitten auf der Weidenfläche. Der Fall gibt der Polizei noch Rätsel auf.


Corona: Über Pfingsten kamen zwei neue Fälle dazu

Am 2. Juni gibt es 359 (plus zwei gegenüber am Freitag letzter Woche) bestätigte Fälle im Westerwaldkreis, davon sind inzwischen 330 Personen wieder genesen. 45 Westerwälder befinden sich in angeordneter Quarantäne.


Region, Artikel vom 02.06.2020

Whisky und Gin flossen auf Autobahnparkplatz

Whisky und Gin flossen auf Autobahnparkplatz

Am heutigen Dienstag (2. Juni) gegen 10 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Nentershausen, gemeinsam mit den Kameraden aus Görgeshausen zu einem kuriosen Einsatz auf die A3 in Richtung Köln alarmiert. Auf dem Parkplatz der Raststätte Nentershausen fanden die Einsatzkräfte einen LKW der Gin und Whisky in Big Packs geladen hatte vor.


A48: Motorradunfall eine leicht- und eine schwerverletzte Person

Am heutigen Pfingstmontag kam es gegen 17:45 Uhr zu einem Motorradunfall auf der Bendorfer Rheinbrücke der Autobahn A 48. Zur Unfallaufnahme und Rettung mussten beide Richtungsfahrbahnen voll gesperrt werden.


Brand eines Heizkessels, Hausbewohner leicht verletzt

Am Montag, dem 1. Juni um 0.24 Uhr wurde der Polizei Montabaur der Brand eines Wohnhauses in der Ortslage Helferskirchen gemeldet. Ersten Ermittlungen zur Folge geriet der Heizkessel der Ölheizung aus bislang unbekannten Gründen in Brand.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Gemeinden können 15.000 Euro für WLAN erhalten

Region. Mit den Gutscheinen können die Kommunen kostenlose Wi-Fi-Netze in öffentlichen Räumen wie beispielsweise Rathäusern, ...

Notbetreuung für Hachenburger Kinder in den Sommerferien

Hachenburg. Die Notbetreuungen sollen dezentral in mehreren Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde stattfinden. Eine Betreuungsgruppe ...

Was in Hachenburger Schulen in Zeiten von Corona passiert

Hachenburg. In der Sonnenbergschule Müschenbach wurde in einer Klasse der Parkettboden abgeschliffen und Malerarbeiten im ...

Vielfältige heimische Angebote nutzen – Gastronomie unterstützen

Montabaur. Zu Beginn der im Rahmen von „Impulse digital“ durchgeführten Gesprächsrunde hatte Krempel darauf hingewiesen, ...

Bebauungsplan "Robert-Fischbach-Straße" in Ransbach-Baumbach

Ransbach-Baumbach. Satzung der Stadt Ransbach-Baumbach über den erneuten Erlass einer Veränderungssperre für den Bebauungsplan ...

Spatenstich für neuen Kunstrasenplatz in Hundsangen

Hundsangen. Und wie zu erfahren war, ist dieser Neubau dringend notwendig, hat doch der 40 Jahre alte Rasenplatz seinen Zenit ...

Weitere Artikel


Fahrplanwechsel: Fahrzeiten der RB 90 werden deutlich verkürzt

Kreisgebiet. Ein neuer "Notfahrplan" löst den alten ab: Das wurde bei der Vorstellung, wie die Oberwesterwaldbahn (RB 90) ...

Sterneküche bei den Kostbarkeiten

Siegen. Mit dem Projekt „Kostbarkeiten“ möchten die Palliativmediziner der Siegener Kinderklinik unter Leitung von Oberarzt ...

Beim letzten Heimkampf noch einmal siegreich

Boden. Wie immer startete der Kampfabend mit der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Simon Dieterle und Muhammed ...

BVMW-Meeting: Der Mittelstand hat Nachholbedarf

Siegen. Wolfgang Nies begrüßte fast 40 Teilnehmer mit den Worten: „Jeder spricht über Industrie-4.0, doch viele Mittelständler ...

Küchenbrand in Westernohe

Westernohe. Am 2. Dezember um 13:05 Uhr kam es zu einem Brand in einer Küche in Westernohe. Der Brand, der auf einem Herd ...

Wenn Pfarrer an Bräuten verzweifeln

Wölferlingen. Ingmar Maybach stellt den Abend unter das Motto „Teufel, Tod und Telekom“, kurz: unter diejenigen Dinge, die ...

Werbung