Werbung

Nachricht vom 16.11.2019    

Buchtipp: „Hass stirbt nie“ von Steintór Rasmussen

Von Helmi Tischler-Venter

Der trübe November verleiht eine Ahnung davon, wie der dunkle Winter in Skandinavien den Menschen zusetzt. Es verwundert dann nicht, dass dort in Kriminalromanen viele Morde verortet sind. Eigentlich ist die dänische Färöer Inselgruppe jedoch ganz anders: Dort kennt auf einer Insel jeder jeden und man lebt friedlich miteinander. Selbst der Kriminalkommissar findet nur die Autos in der Dunkelheit gefährlich. In dieser Idylle erschüttert plötzlich ein grausamer Mord die Bevölkerung des kleinen Küstenstädtchens Nordvik.

Buchtitel. Foto: Verlag

Dierdorf/Hamburg. Der Leser begegnet bereits im Vorwort der Mörderin – ihr Part ist immer kursiv abgesetzt - und wird im Lauf der spannenden Handlung immer vertrauter mit ihren nachvollziehbaren Motiven, sodass eine Empathie entsteht, die auf ein rechtzeitiges Entkommen hoffen lässt. „Diese Geschichte verfolgte sie schon seit ihrer Kindheit. Hier und jetzt wollte sie diesen Albtraum beenden. Sonst wäre sie nicht still und heimlich wieder in ihren Heimatort gekommen, um alles im Verborgenen auszukundschaften.“

Andererseits bangt man beim Lesen mit den potentiellen weiteren Opfern und der sympathischen Polizei. Die wühlt lange vergeblich in einem Geflecht von Schuld und Schicksalsschlägen herum. „Die Geheimnisse, die diese kleine Siedlung zu verstecken wusste, waren nicht unerheblich.“ Der mit einer stählernen Stricknadel grausam Ermordete hatte dagegen in seinem Leben genug Gründe für Rache geliefert. Das wird immer deutlicher, aber sein Mörder hat für die Ermittler kein Gesicht. Die Täterin ließ bewusst viele Möglichkeiten offen: „Die Polizei sollte nicht gleich das Motiv erkennen. Alle sollten sie unter Verdacht geraten… Die Familie, die Schwester, der Vater, die unterdrückte Frau, das Nickepüppchen, die Liebhaberin, die Partyfreunde und die Frauen aus dem Strickclub. Aber ihr Werk war noch nicht vollendet.“

Die Schulfreundinnen haben sich nach der Schulzeit teilweise aus den Augen verloren, teilweise immer wieder in einem Strickclub zum Klönen getroffen. Ihren Lebensweg lernt der Leser nach und nach kennen, auch die Schuld, die manche auf sich geladen haben. Im November 2016 wollen sich die sechs Frauen des Strickclubs zu einem gemütlichen Abend treffen. Auf einem Restaurantschiff feiern und den grausamen Mord, der ihren Alltag belastet, vergessen. Im Dunkel lauert wieder die Rächerin…

Steintór Rasmussen ist ein preisgekrönter Singer & Songwriter von den Färöer Inseln. Er lebt in seiner Heimatstadt Klaksvik als Lehrer, Unternehmer und Autor. Seine „Strickclubmorde“ umfassen mittlerweile vier Bände. Der vorliegende Band hält die Spannung bis zum Schluss. Ein Buch, das man erst aus der Hand legt, nachdem man es ganz gelesen hat.

„Hass stirbt nie“ ist aktuell als Taschenbuch erschienen bei „edition krimi“, ISBN 978-3-946734-72-7 und als eBook, ISBN 978-3-946734-73-4. htv


Jetzt Fan der NR-Kurier.de Lokalausgabe Dierdorf auf Facebook werden!


Kommentare zu: Buchtipp: „Hass stirbt nie“ von Steintór Rasmussen

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Seit Freitag neun neue Coronafälle im Westerwaldkreis

Am 4. August gibt es 404 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis, davon inzwischen 359 wieder genesen. 90 Westerwälder befinden sich in angeordneter Quarantäne.


Flammendes Inferno beendete die „Cormes“-Kirmes in Montabaur

Wenn Olaf Scholz im Hinblick auf die Pandemie von „Wumms“ gesprochen hat, dann kann man von der Kirmes in Montabaur behaupten, dass dort noch der Ausdruck „Bumms“ hinzukommt. Denn mit "Wumms" und „Bumms“ wurde die sehr spezielle Kirmes in Montabaur beendet. Die Rede ist von dem gigantischen Feuerwerk, welches am letzten Tag der Kirmes im grandiosen Finale Montabaur taghell erleuchtete.


Vier Auszubildende starten bei EDEKA Osterkamp ins Berufsleben

Vier Schulabgänger haben am 1. August ihre Ausbildung bei EDEKA Osterkamp in drei Berufen begonnen: Verkäufer/in in der Bedienungsabteilung, Fleischer/in und Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel. Bereits seit der Gründung des Marktes im Jahr 1989 engagiert sich EDEKA Osterkamp als Ausbildungsbetrieb und bildet Nachwuchstalente in kaufmännischen Berufen aus.


Region, Artikel vom 03.08.2020

Verkehrsunfallfluchten und Unfall mit Quad

Verkehrsunfallfluchten und  Unfall mit Quad

Die Polizeiinspektion Hachenburg fahndet nach einem weißen LKW, durch dessen Führerhaus die Grundstücksbegrenzungsmauer eines Privatanwesens in Höchstenbach beschädigt wurde. Bei Wahlrod verunglückte ein Quad-Fahrer mit Sozia, diese wurde beim Umkippen des Fahrzeugs leicht verletzt. Eine unfallflüchtige Fahrerin, die auf dem REWE-Parkplatz einen PKW beschädigte, wurde gefunden und alkoholisiert angetroffen.


Detlef Nink ist neuer Ortsvorsteher in Hachenburg-Altstadt

Nachdem die langjährige Ortsvorsteherin Anne Nink aus gesundheitlichen Gründen alle ihre Ämter niedergelegt hatte, war die Neuwahl eines Ortsvorstehers erforderlich geworden. Der Ortsbeirat von Hachenburg-Altstadt ist seit dem 30. Juli wieder komplett.




Aktuelle Artikel aus der Kultur


JuZe ins Kino: Filmreihe gegen Rassismus

Hachenburg. Die ersten beiden Filme sind bereits gelaufen: „Queen & Slim“ erzählte die Geschichte eines Paares in den USA, ...

Flammendes Inferno beendete die „Cormes“-Kirmes in Montabaur

Montabaur. Wie in jedem Jahr zog das Feuerwerk wieder Tausende auf die Straßen und auf die Hügel, damit eine besonders gute ...

Es geht weiter!

Montabaur. Zwischenzeitlich konnten alle erwachsenen Musikerinnen und Musiker mit Dekanatskantor Jens Schawaller ihre Arbeit ...

Keramikkünstlerpaar Angerer zeigt Arbeiten in Kulturwerkstatt

Unkel. Tine Angerer, ihre keramischen Arbeiten sind wunderbar, wundersam. Da flirten grünäugige Damen mit allerlei grellem ...

Ein heißes Boogie-Woogie-Konzert im Stöffel-Park

Enspel. Coronabedingt sind in meinem Kalender für den ganzen Sommer 2020 nur zwei Konzerte übriggeblieben. Alles andere wurde ...

Besondere Veranstaltungen im Stöffel-Park im August

Enspel. Der Reihe nach:
8. August, 19.30 Uhr: Open Air Konzert mit Lasershow
Jazz we can im Stöffel-Park: Das Open-Air-Event ...

Weitere Artikel


Naturschützer erleben Waldwildnis im Naturerbe Stegskopf

Region/Quirnbach. Diese spannende Exkursion in die Wälder des Stegskopfes bot ein ganz besonderes Naturerlebnis, da die Teilnehmer ...

Weihnachtsbuchausstellung der Katholisch öffentlichen Bücherei St. Anna

Herschbach. Für den Vorlesewettbewerb hatten sich 13 Kinder angemeldet. Die ersten drei Preisträger waren Justus Schneider, ...

Drohnenbilder zeigen Ausmaß des Waldsterbens

Pracht/Westerwald. Es ist ein trauriges wie beeindruckendes Bild: Baumstämme liegen wie Streichhölzer in den abgeholzten ...

Digitale Lösungen für die Region gesucht

Koblenz. R56+ hat es sich zur Aufgabe gemacht, aktiv für den Wirtschafts- und Bildungsstandort sowie die besondere Lebensqualität ...

Dekanat ehrt langjährige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Region. Dekanatskantor Jens Schawaller und Dekanatssekretärin Iris Schürg sind seit 20 Jahren bei der Kirche angestellt. ...

In Caan hat die „Linde“ wieder auf

Caan. Ortsbürgermeister Roland Lorenz hoffte ebenfalls, dass die neue Wirtin die Akzeptanz der Caaner und der umliegenden ...

Werbung