Werbung

Nachricht vom 11.11.2019    

Die Original Egerländer besuchten den Westerwald

Massenauflauf in Ransbach-Baumbach in der dortigen Stadthalle: Das erfolgreichste Blasorchester der Welt machte Station im Westerwald - „Ernst Hutter & Die Egerländer“, das Original. Auch nach dem Tod von Ernst Mosch, der einst das Blasorchester gründete, halten die Fans heute noch die Treue. Am Mix im Publikum, in der übrigens ausverkauften Stadthalle, konnte man erkennen, dass die Musik der Egerländer alle Altersschichten anspricht.

Impressionen vom Konzert der Egerländer in Ransbach-Baumbach. Fotos: wear

Ransbach-Baumbach. Zwischen 20 und 80 Jahren war alles vertreten, teilweise in Trachten gekleidet, im feschen Dirndl die Frauen, und im zünftigen Janker die Herren. Im Rahmen ihrer großen Europa-Tournee, die unter dem Motto „Bleib Dir treu“ läuft, machen die Egerländer nicht zum ersten Male Halt in Ransbach-Baumbach, denn sie spielten vorher schon dreimal in der Stadthalle. Die Europa-Tournee wird die Egerländer ins deutschsprachige Ausland führen, nach Österreich, Luxemburg, Holland, Belgien, Schweiz und ins Elsass.

In der Pressekonferenz vor dem Konzert erläuterte Ernst Hutter die Entwicklung und die Erfolge der Egerländer. Ernst Hutter war selbst 14 Jahre aktives Mitglied bei den Egerländern, noch unter Ernst Mosch. Ernst Hutter: „Von Ernst Mosch habe ich unglaublich viel gelernt, ich habe 14 unvergessliche Jahre mit ihm erlebt. Vor seinem Tod übertrug er mir die ehrenvolle Aufgabe, das Blasorchester in seinem Sinne weiterführen zu dürfen, das heißt, die Mentalität, Musikalität, und Lebendigkeit beizubehalten. Ich beschreibe unser musikalisches Handeln mit den Worten „Der Moderne zugewandt, dabei die Tradition nicht vergessen.“ Ich lege großen Wert auf eine familiäre Bindung innerhalb des Orchesters, was Respekt und Vertrauen schafft.“

Edi Graf, der bekannte Moderator von SWR 4, übernahm die Rolle des Moderators, was ihm angesichts seiner langen Radiokarriere spielend leicht fiel, wobei er nicht nur die Titel in Blöcken ansagte, sondern auch mal einen Witz oder eine Anekdote einstreute. Ein Witz erzeugte schallendes Gelächter im Publikum: Sagt die Frau zu einem Bekannten: „Dank der Egerländer habe ich die schönsten Stunden meines Lebens erlebt.“ Der Bekannte: „Wieso, warst du in einem Konzert von denen?“ Darauf die Frau: „Ich nicht, aber mein Mann.“

Im über zwei Stunden andauernden Konzert spielten die Egerländer alles, was sie berühmt gemacht hat, Hits oder besser Evergreens. Irgendwo und irgendwann hat die Melodien jeder schon einmal gehört, sei es im Fernsehen oder im Radio. Hier nur eine kleine Auswahl der Stücke, die beim Publikum vom ersten Takt an für große Begeisterung sorgten: Der Egerländer Musikantenmarsch, Gablonzer Perlen, Wachtelpolka, Böhmischer Wind, Veteranenmarsch, Böhmisches Gold, Astronautenmarsch und Heut‘ spielen die Egerländer.

Die Musikalität des Orchesters war mehr als beeindruckend, der ständige Wechsel zwischen Polkas und Märschen ließ keine Langeweile und Eintönigkeit aufkommen. Zwischendurch hätte man auch meinen können, dass eine Big Band auf der Bühne stand, das war der Punkt, als Ernst Hutter meinte: „Der Moderne zugewandt, der Tradition verpflichtet.“ Während des Konzertes ging es auch immer recht lustig zu, das lag mit am Schlagzeuger Holger Müller, der das staunende Publikum immer wieder mit einigen Slapstickeinlagen begeisterte. Mal schnitt er Grimassen, dann „drosch“ er wieder wie ein Verrückter auf seine Trommeln ein, manchmal bewegte er auch seinen Oberkörper wie der berühmte „Wackeldackel“. Katharina Praher und Nick Loris bezauberten durch ihren äußerst harmonischen Gesang, der Ernst Mosch wieder auferstehen ließ, so empfanden es viele Besucher.

„Chef“ im Ring war eindeutig Ernst Hutter, der seine Jungs bei jedem Lied mal mit der Posaune, aber meistens mit dem Flügelhorn begleitete. Ausgesprochen sparsam in seinen Bewegungen, folgten die Musiker blind seinem Dirigat. Dort stand eine bestens eingespielte Einheit auf der Bühne, ohne dabei zu routiniert zu wirken.

Die begeisterten Zuschauer wollten die Egerländer am liebsten nicht von der Bühne lassen, Zugabe auf Zugabe wurde erklatscht. Diesem Wunsch kamen die Mannen um Ernst Hutter gerne nach, doch irgendwann war auch dieses Konzert beendet. Als Resümee ist zu konstatieren, dass „Ernst Hutter & die Egerländer“ das hielten, was man sich von ihnen versprach, und sie zudem mit ihrem Auftreten viele neue Freunde im Westerwald gefunden haben. wear


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Ransbach-Baumbach auf Facebook werden!

Weitere Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       
       
   


Kommentare zu: Die Original Egerländer besuchten den Westerwald

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Westerwaldkreis: Seit Samstag 12 neue Coronafälle

Am 11. August gibt es 435 bestätigte Fälle im Westerwaldkreis, davon sind inzwischen 368 wieder genesen. 153 Westerwälder befinden sich in angeordneter Quarantäne. Damit gibt es seit Samstag 12 neue Fälle.


Wirtschaft, Artikel vom 11.08.2020

Ausbildung in der Westerwald-Brauerei begonnen

Ausbildung in der Westerwald-Brauerei begonnen

Das Traditionsunternehmen setzt auf modernste Kommunikationstechnik, Digitalisierung, viel Eigenverantwortung und persönliche Betreuung. Zum Ausbildungsstart im August verstärken nun drei weitere junge Menschen das Azubi-Team der Westerwald-Brauerei.


Die Kurfürsten in ihren Kutschen kannten keine Kreisel

Dieser Knotenpunkt in der Stadt hat sich schon oft gewandelt: Einst stand im Kreuzungsbereich Fürstenweg / Freiherr-vom-Stein-Straße / Albertstraße / Elgendorfer Straße eine Brücke aus Bruchstein; sie wurde in den 70er Jahren durch eine Unterführung ersetzt. Jetzt gibt es hier wieder eine Großbaustelle: Damit der Verkehr fließen kann, wird ein Kreisel gebaut. Zudem muss an die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer gedacht werden. Eine solche Welt hätten sich die Kurfürsten von einst nie träumen lassen, als sie in Kutschen auf diesen Wegen nach Montabaur fuhren.


NI fordert: Flächennutzungsplan Heiligenroth aufheben!

„Der geplante Autohof Heiligenroth wird nicht gebaut. Dies ist nach über sieben Jahren ein großer Erfolg des Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI) für unsere Landschaften, Wälder, Wildtiere, Lebensräume und die Menschen, denen nun ein wichtiger Erholungsraum erhalten bleibt. Den Anwohnern bleibt nun weiterer Lärm, Gestank und Dreck erspart und der Wald bleibt als wichtiges Biotop erhalten“, erklärte Harry Neumann, Landesvorsitzender der Naturschutzinitiative e.V. (NI).


FCK-Fanclub spendet über die Jahre mehr als 10.000 Euro

Seit 27 Jahren organisiert Gerhard Hehl, Vorsitzender des FCK-FAN-CLUB Kuhnhöfen/Arnshöfen, ein jährliches Tippspiel zur Fußball-Bundesliga. 2020 konnte er 1.800 Euro Erlös aus dem Tippspiel an das Hospiz St. Thomas überweisen. Insgesamt hat der Fanclub des 1. FC Kaiserslautern so über die letzten sechs Jahre stolze 10.400 Euro an Spenden zusammengebracht. Corona-bedingt mussten sowohl die traditionelle Siegerehrungsfeier als auch die persönliche Spendenübergabe im Hospiz ausfallen.




Aktuelle Artikel aus der Kultur


Interaktive Biodiversitäts-Show mit Dominik Eulberg

Enspel. "Mikroorgasmen überall"
Dominik Eulberg, ist ein seit mehr als 25 Jahren international agierender Musiker und studierter ...

Stahlreiche Bilder zeigt Werner Düll im Café Kohleschuppen

Enspel. Dann kam just am Tage der Kunstfeier ein so kurzes wie heftiges Gewitter über dem Stöffel-Park nieder. Aber dennoch ...

Marmer Park-Musik

Bad Marienberg. Der Eintritt für das Konzert ist frei. Allerdings ist eine Anmeldung erforderlich. Die Anmeldung unter Angabe ...

Comedy-Picknick mit Lachgarantie in Hachenburg

Hachenburg. Das Event beginnt um 20 Uhr und findet bei gutem Wetter im Rahmen der Picknick-Events im Hachenburger Burggarten ...

Buchtipp: „Der Raufbold“ von Rainer Nahrendorf

Dierdorf. „Hass-Liebe“ ist die treffende Bezeichnung, die genauso für Bettina Boemanns Beziehung steht zu ihrem Lieblingsgockel ...

Kultur-Tempel Stöffel-Park feierte „Jazz we can“

Enspel. In der aktuellen Situation hängt dem Wort Hotspot etwas Negatives an, wenn man aber sagt, der Stöffel-Park in Enspel ...

Weitere Artikel


Neue Schülergenossenschaften in Hachenburg und Montabaur

Lokale Unterstützung
Hachenburg/Montabaur. Schülergenossenschaften sind von Schülerinnen und Schülern eigenverantwortlich ...

Lions Club Bad Marienberg unterstützt Kinderhaus und Schule in Kathmandu

Bad Marienberg. Am folgenden Tag ging es in einem Kleinbus zum Kinderhaus Kathmandu. Über holprige Straßen mit großen Schlaglöchern ...

Polizei führte Abfahrtskontrollen bei LKW-Fahrern durch

Region. Da in der jüngsten Vergangenheit immer wieder festzustellen war, dass Fahrer in der zur Verfügung stehenden Zeit ...

Verbandsgemeindewerke testen Verfahren zur Kanalschachtsanierung

Montabaur. GFK steht für eine spezielle Glasfaser-Kunststoffverbindung. Das Material kennt man in Montabaur von den Mon-Stilettos ...

Behandlungsmöglichkeiten im Alter – Wie behält man seine Selbstständigkeit?

Dernbach (Westerwald). In einer zunehmend alternden Gesellschaft haben immer mehr Menschen mit multiplen Erkrankungen im ...

Im Nebel überholt und schweren Unfall am Hahner Stock verursacht

Obersayn. Bei dem Überholvorgang kam es zum Frontalzusammenstoß mit einem 19 Jahre alten Mann, der mit seinem PKW in entgegengesetzte ...

Werbung