Werbung

Nachricht vom 05.11.2019    

Sicherheitsdienst in Selters zeigt deutliche Erfolge

Von Wolfgang Tischler

Die Stadt Selters hat im August dieses Jahres eine Aktion gegen Vandalismus und für mehr mehr Sauberkeit und Sicherheit ins Leben gerufen. Ein privater Wachdienst fährt mehrfach die Woche regelmäßige Streifen zu 21 Brennpunkten im Ort. Bürgermeister Rolf Jung zeigt sich mit den Ergebnissen zufrieden.

Die Bewohner und Besucher in Selters fühlen sich gerade abends wieder sicher. Foto: Wolfgang Tischler

Selters. Schmierereien, angebrannte Parkbänke, Graffiti, Ruhestörung, Belästigung von Passanten, dies alles musste sich Stadtbürgermeister Rolf Jung anhören und ansehen. Aus der Bevölkerung war immer wieder zu hören: „Wenn wir bei der Polizei in Montabaur anrufen, dann gab es oft zur Antwort, dass just keine Streife frei war.“ Auch die Distanz spielt eine Rolle. Der kürzeste Weg sind 15 Kilometer, der Routenplaner gibt die Fahrzeit mit 20 Minuten an. Mit Sondersignal sicherlich schneller.

Die Stadtverwaltung und der Rat sehen sich in der Pflicht, die Bürger und die Sachwerte der Gemeinde zu schützen. „Ich nehme jedes Anliegen eines Bürgers ernst, denn für ihn ist es in diesem Moment sehr wichtig“, gibt der Bürgermeister zu bedenken. Auf der anderen Seite macht er der Polizei und dem Ordnungsamt keinerlei Vorwürfe oder Vorhaltungen. „Sie können es nicht leisten“, meint der Stadtchef.

So kam die Idee auf, einen privaten Sicherheitsdienst auf Kosten der Stadt zu engagieren. Der fährt nun regelmäßig zu unterschiedlichsten Zeiten und Tagen seine Streife. Aufgrund von Bürgerinformationen und Beschädigungen sind es 21 Punkte die stetig kontrolliert werden. Mit dem Engagement will die Stadtspitze dem Sicherheitsbedürfnis ihrer Einwohner Rechnung tragen und ihrer Verantwortung gerecht werden. Der Sicherheitsdienst weist bei Fehlverhalten die Betroffenen klar und höflich auf ihr Verhalten hin. Beim zweiten Mal werden Anzeigen vorgelegt.

Um eine höchstmögliche Effektivität zu gewährleisten, gab es einen runden Tisch mit Vertretern des Sicherheitsunternehmens, der Ordnungsbehörde der VG Selters, der Polizeiinspektion Montabaur und der gesamten Spitze der Stadtverwaltung. Naturgemäß ist man bei der Polizeispitze und der Landesregierung von der Aktion nicht begeistert. Dort verweist man auf die 580 eingestellten Polizeianwärter, die die Ausbildung durchlaufen. Aber es schaffen bei Weitem nicht alle die Prüfung und die Rate der in Ruhestand gehenden Beamten ist derzeit sehr hoch. Es ergibt sich maximal ein kleiner Zuwachs.

Die Stadt Selters hat eine Hotline eingerichtet, unter der die Bürger jederzeit anrufen können. Durch die eingeleiteten und durchgeführten Streifenfahrten des Sicherheitsdienstes ist der Vandalismus derzeit auf Null zurückgegangen. „Auch dringen aus der Bevölkerung keine Beschwerden über Belästigungen oder Ruhestörungen mehr an mich heran. Die Einwohner sehen die Maßnahme als sehr positiv an. Sicherlich spielt die Wetterlage des Herbstes auch eine gewisse Rolle“, erzählt Rolf Jung im Gespräch mit dem WW-Kurier.

Auf jeden Fall will die Stadt den Sicherheitsdienst auch weiterhin engagieren und im kommenden Haushalt dafür Mittel bereitstellen. woti


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Selters auf Facebook werden!


Kommentare zu: Sicherheitsdienst in Selters zeigt deutliche Erfolge

2 Kommentare

Ein privater Sicherheitsdienst hat keinerlei hoheitliche Rechte und darf sich damit nicht dem Polizeigesetz bedienen und keine Maßnahmen danach treffen. Nicht mal ein Platzverweis darf erteilt werden. Lediglich Jedermannrechte, die, wie das Wort schon sagt - jeder Bürger hat, düften durch einen Sicherheitsdienst bei Straftaten auf frischer Tat ausgeübt werden. Meiner Meinung nach ist das Augenwischerei auf Kosten der Sicherheit der Bürger und Steuergelder verschwendet. Für die echte Gefahrenabwehr (Prävention) im Zusammenspiel mit hoheitlichen Maßnahmen kann nur die Exekutive die Verantwortung übernehmen! Und das ist, egal in welcher Stadt, die Aufgabe des Kommunalen Vollzugsdienstes und des Polizeivollzugsdienstes. Für einen privaten Sicherheitsdienst ohne jegliche Befugnisse nach dem Polizei- und Ordnungsbehördengesetz RLP ist ein Eingreifen gar nicht möglich. Hier sollten die Verantwortlichen der Stadt doch nochmal darüber nachdenken den kommunalen Vollzugsdienst zu verstärken und damit die Prävention und im Falle von Ordnungswidrigkeiten die Repression auch vollziehen zu können anstatt auf einen privaten Sicherheitsdienst zu setzen, der das alles rechtlich gar nicht darf.
#2 von Verena Ruderer, am 06.11.2019 um 08:38 Uhr
Alles schön und gut. Nur gehören zu solchen Aufgaben, auch Personal die dafür Ausgebildet sind, nicht irgendein Wach Dienst. Hier gehören Ausgebildete Kommunale Vollzugsbeamte in den Einsatz sonst nichts......
#1 von Darius Müller, am 06.11.2019 um 06:49 Uhr

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Oberverwaltungsgericht bestätigt: Keine Rodung für geplanten Autohof Heiligenroth

Mit Beschluss vom 10. Januar hat das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz erneut die Beschwerde des Investors, der Firma Bellersheim Immobilien GmbH & Co. KG, gegen den Beschluss des Verwaltungsgerichtes Koblenz vom 17. Dezember 2019 zurückgewiesen, die Rodung des Waldstückes bei Heiligenroth zuzulassen. Die Beschwerde sei weder begründet noch rechtfertigten die vom Investor dargelegten Gründe „keine vom Verwaltungsgericht abweichende Entscheidung“, so der Beschluss des OVG in Koblenz.


Region, Artikel vom 20.01.2020

Verkehrsunfall bei Spritztour ohne Führerschein

Verkehrsunfall bei Spritztour ohne Führerschein

Dumm gelaufen: Mit dem Auto der Mutter fuhr ein 18-jähriger Fahrschüler heimlich davon, baute in Nentershausen einen Unfall mit Sachschaden und fuhr wieder heim. Leider hatte er bei dem Unfall ein Nummernschild verloren, sodass die Polizei ihm sehr schnell auf die Schliche kam. Diese stellte auch noch Betäubungsmittelkonsum bei dem jungen Mann fest.


Auffahrunfall mit drei PKWs und drei Leichtverletzten

Die Unaufmerksamkeit eines jungen Autofahrers wurde diesem und zwei weiteren Verkehrsteilnehmern zum Verhängnis. Der Unfallverursacher schob mit seinem Wagen zwei vor ihm stehende PKW aufeinander. Alle drei Fahrer erlitten leichte Verletzungen und alle drei Autos waren, zum Teil stark, beschädigt.


Landesregierung hatte Bau der Ortsumgehung Rennerod für 2019 versprochen

Der örtliche Wahlkreisabgeordnete im Landtag, Michael Wäschenbach, informiert sich in regelmäßigen Abständen über Projekte in der Verbandsgemeinde Rennerod und insbesondere die Maßnahme der B 54 Ortsumgehung Rennerod. So auch zu Beginn 2020. Eigentlich sollten im abgelaufenen Jahr die Bagger gerollt sein.


Sturz im Freizeitpark – Schadenersatz und Schmerzensgeld abgelehnt

Urteil zu Verkehrssicherungspflichten im Freizeitpark vom Landgericht Koblenz (nicht rechtskräftig), weil ein Kläger Schadensersatz und Schmerzensgeld verlangt wegen eines Sturzes mit Unterkiefer- und Zahnfrakturen in einem Freizeitpark.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Justizminister Herbert Mertin im Arbeitsgericht Koblenz

Koblenz. „Die ersten Schritte hin zur vollständigen Digitalisierung unserer Gerichte haben wir damit gemacht. Die flächendeckende ...

Landesregierung hatte Bau der Ortsumgehung Rennerod für 2019 versprochen

Rennerod. Bei einem Arbeitsgespräch stellte dem Abgeordneten der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rennerod, Gerrit Müller, ...

Windpark Hartenfelser Kopf erweitert

Herschbach. Die ersten zwölf Windenergieanlagen wurden bereits im Jahr 2006 errichtet und in Betrieb genommen. Der damals ...

Einwohnerzahl in Bad Marienberg ist ansteigend

Bad Marienberg. Von den Einwohnern sind 3.147 Personen weiblich = 50,328 Prozent und 3.106 Personen männlich = 49,672 Prozent.

Die ...

Westerwaldkreis baut Schulsozialarbeit aus

Montabaur. An den Gymnasien in Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Westerburg soll die Zahl der vorhandenen Schulsozialarbeiter ...

MdB Dr. Andreas Nick zur Zukunft der Organspende

Montabaur. In der aktuellen Debatte im Deutschen Bundestag zur Neuregelung der Organspende sprach sich Andreas Nick in seiner ...

Weitere Artikel


Auto stieß Motorroller um: zwei Schwerverletzte

Heiligenroth. Gegen 18:35 Uhr ereignete sich auf der L 318, Montabaur Richtung Limburg ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem ...

Kinder erlebten Puppentheater

Selters. Matthias Träger ist seit fast 35 Jahren als freier Puppenspieler auf deutschen und europäischen Bühnen mit seinem ...

Erfolgreiche Planungswerkstatt Burggarten

Hachenburg. Die Planungswerkstatt Burggarten, zu der Bürgermeister Leukel, das Planungsbüro BBP Stadtplanung Landschaftsplanung ...

Forum Wirtschaftsethik geht dem Erfolg von Unternehmen auf den Grund

Westerburg. Nach einer Begrüßung von Katharina Schlag, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis ...

Ticket im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks zum Bundesfinale gelöst

Koblenz. Zukunft kommt von Können – unter diesem Motto sind mehr als 3.000 Junghandwerker in das 68. Wettbewerbsjahr des ...

Besonderes Fußballwochenende für talentierte Mädchen

Region. Am Wochenende 26. und 27. Oktober hatten gleich 18 Spielerinnen enorm viel Spaß. Die Trainingseinheiten waren sehr ...

Werbung