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Nachricht vom 25.10.2019    

Kapitaler Lachs am Siegwehr gefangen

Außerordentlich groß war der Lachs, der kürzlich am Buisdorfer Siegwehr in die Fangkammer der Kontroll- und Fangstation für Wanderfische im Rhein-Sieg-Kreis, gelangte. Diese wird gemeinsam von den Bundesländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „Lachs 2020" betrieben. Sie ist Teil der gemeinsamen Maßnahmen beider Länder zur Wiederansiedlung und Förderung von Lachs und Meerforelle im Einzugsgebiet des Rheins. Die SGD Nord als Obere Fischereibehörde fördert den Betrieb der Anlage jährlich mit rund 43.000 Euro.

Der in der Sieg gefangene Lachs. Foto: Sven Wohlgemuth, Rheinischer Fischereiverband von 1880 e.V.

Region. Der kapitale Lachs-Milchner, wie die laichreifen männlichen Tiere auch genannt werden, misst 1,13 Meter. Etwa vier Jahre lebte er vermutlich im Meer, bevor er seine Wanderung in die Sieg unternahm. Wie zahlreiche Langdistanz-Wanderfische zog er das Gewässer hinauf, um zu seinem Laichplatz zu gelangen. Dabei passierte er die Fischtreppe am Siegwehr und gelangte automatisch in die dort installierte Fangkammer. Hier wurde er von Mitgliedern des „Rheinischen Fischereiverbands von 1880 e.V.", der Vertragspartner beider Länder ist, entnommen. Ein Teil der gefangenen und registrierten Tiere, so auch das aktuell gefangene Exemplar, werden in das Wildlachszentrum an der Hasper-Talsperre bei Ennepetal gebracht und sorgen dort unter kontrollierten und optimalen Bedingungen für Nachwuchs. Dazu werden die Fische fachgerecht abgestreift, um den Fischlaich zu gewinnen. Dieser wird anschließend künstlich befruchtet. Die Alttiere werden im Anschluss wieder freigelassen und die so gezeugten Junglachse im Gewässer angesiedelt. In Rheinland-Pfalz geschieht das beispielsweise in der Nister, der Sieg, der Ahr, dem Sayn- oder dem Elzbach.



Die Rückkehr laichreifer Lachse in die Nebengewässer des Rheins ist ein positiver Erfolg der Rheinanlieger. In der aktuellen Saison wurden bisher bereits 25 aufsteigende Lachse beobachtet.

Die SGD Nord als Obere Fischereibehörde vertritt das Land Rheinland-Pfalz im gemeinsamen Projekt zur Förderung der Langdistanzwanderfische und übernimmt die fachliche Koordination aller Maßnahmen an den rheinland-pfälzischen Lachsgewässern sowie die konkrete Gestaltung der Kooperation mit dem Land Nordrhein-Westfalen und verschiedenen Projektpartnern.

Weitere Informationen finden Sie unter www.sgdnord.rlp.de. (PM)


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