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Nachricht vom 17.10.2019    

Rewe-Center am Weyerdamm in Altenkirchen schließt

Aus und vorbei: Das Rewe-Center, beheimatet am Altenkirchener Weyerdamm, schließt Ende April des kommenden Jahres seine Pforten. Das bestätigte Rewe-Group-Pressesprecher Thomas Bonrath auf Anfrage des AK-Kuriers.

Nur noch wenige Monate wird die weiße Schrift auf rotem Grund verkünden, dass es in Altenkirchen ein Rewe-Center gibt. (Foto: hak)

Altenkirchen. Die Gerüchte, dass das Rewe-Center in Altenkirchen dicht macht, waren nicht neu. Vor geraumer Zeit hatte es geheißen, dass die Kaufland-Kette das Objekt übernehme, was sich schließlich als falsch erwies. Nun jedoch ist es fix. Die Rewe-Group schließt den Vollsortimenter auf dem Weyerdamm Ende April des nächsten Jahres, wie Rewe-Group-Pressesprecher Thomas Bonrath mitteilte. "Leider ist dieser Standort wirtschaftlich nicht mehr zu betreiben", begründete er das Aus. Betroffen sind 68 Mitarbeiter, über deren berufliche Schicksale sich Bonrath ausschwieg. Alle seien in einer Betriebsversammlung am Mittwochmorgen (deswegen wurde die Öffnungszeit sogar verschoben) informiert worden. Was nun mit dem Gebäude passiert, liegt außerhalb des Einflusses des Kölner Konzerns. Rewe wird laut Bonrath mit Ende des Mietvertrages aussteigen, das Feld also zum Beispiel nicht der Tochter Penny überlassen. Mit dem Schlussstrich endet in Altenkirchen auch die parallele Existenz zweier Märkte unter einem Dach. Der "Petz" in der Nähe des Bahnhofs wird also alleiniges Standbein des Unternehmens.

Eröffnung im Oktober 1978
Die Geschichte eines Supermarktes an dieser Stelle reicht bis in die 1970er-Jahre zurück. Unter der Bezeichnung "Interkaufpark" wurde das Objekt als Vollsortimenter am 26. Oktober 1978 eröffnet. Es steht auf einer Fläche, auf der sich bis zum Jahr 1945 ein kleiner Weiher befand. Als Folge des Zweiten Weltkriegs wurde der Tümpel mit Bauschutt nach dem Bombardement der alliierten Luftstreitkräfte eingeebnet. Das Areal diente in den folgenden Jahren unter anderem als Teilstandort des Schützenfestes (Vergnügungspark), als Austragungsort der Reitturniere des ZRFV Altenkirchen und auch des Simon-Juda-Marktes.



Sensation für die Region
Die Größe des Warenhauses war damals eine Sensation für die Region. Im Laufe der Jahre wechselten Namen und Betreiber mehrfach, die Immobilie blieb in Händen der Widerker Unternehmensgruppe mit der Zentrale in Stuttgart. Im Jahr 2012 ließ die Toom-Kette (Rewe-Group) die Einheit mit ihren rund 5000 Quadratmetern Verkaufsfläche (4500 Quadratmeter Markt und 540 Quadratmeter Getränkemarkt) für rund sechs Millionen Euro bei laufendem Betrieb aufwendig sanieren. Nach Abschluss der Arbeiten waren nur noch die Außenmauern, die Zwischendecken und das Dach von (ganz) alter Prägung.

Neue Rollsteige aus China
Noch einmal deutlich sichtbar ins Blickfeld rückte das Gebäude im Frühjahr 2017, als vier Rollsteige- und -treppen, die das Unter- mit dem Erd- und das Erd- mit dem Obergeschoss verbinden, unter der Leitung von Architekt Franz-Arnold Geimer (Selbach) ausgetauscht wurden. Deswegen musste sogar extra die Innerortsumgehung einen Tag lang komplett gesperrt werden. Die neuen Fortbewegungsmittel waren in China produziert und in Containern bis nach Rotterdam geliefert worden, wo sie zusammengebaut und dann über die Straße nach Altenkirchen gebracht wurden. Rund 500.000 Euro hatte das Facelifting verschlungen, das zu Lasten des Besitzers gegangen war. Parallel hatte die Rewe-Group die Möglichkeit genutzt, den Vollsortimenter "konzeptionell neu auszurichten". Über mehrere Tage war er geschlossen, nur der Getränkeshop auf Parkhaus-Niveau geöffnet gewesen. Im Jahr 2015 waren unter Geimers Aufsicht schon die beiden Rollsteige zwischen der Fußgängerunterführung unter der B 8 hindurch und dem Eingang zum Komplex von der Quengelstraße aus erneuert worden. (hak)


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Kommentare zu: Rewe-Center am Weyerdamm in Altenkirchen schließt

5 Kommentare

Es ist sehr traurig das der Rewe Markt schließen muss. Mir tun die hilfsbereiten Angestellten unheimlich leid, aber nicht nur die Angestellten sondern auch die vielen treuen Kunden. Es wäre schon toll wenn die VG etwas dagegen unternehmen könnte.
#5 von Ingrid, am 22.10.2019 um 17:10 Uhr
Hallo,
der Jumbo … dann Toom … dann Rewe ist und bleibt einfach der am besten ausgestattete Laden in Altenkirchen! Hinzukommen die Öffnungszeiten bis 22.00 Uhr und der Abholservice, den ich sehr gerne und häufig genutzt habe! Einem Arbeitnehmer ist es einfach nicht möglich den Wochenmarkt zu besuchen, um dort z. B. Fisch u. ä. zu erwerben! Es bleibt einfach zu hoffen, dass die Politik, die Stadt AK usw es schaffen einen gleichwertigen Gewerbetreibenden dort zu platzieren!
#4 von MICHAELA, am 21.10.2019 um 16:39 Uhr
Es ist wie in der Industrie, der Markt läßt keine Lücken, denn andere und neue Geschäfte werden das Vakuum füllen. Bedauerlich und tragisch ist aber immer der Wegfall von vielen Arbeitsplätzen, besonders betroffen sind natürlich ältere Arbeitnehmer. Der nach der Ansicht des vorigen Kommentars fehlende Frischfisch ist wohl das kleinste Problem. Den gibt es seit vielen Jahren in phantastischer Qualität bei der Frau Fentros jeden Donnerstag in Altenkirchen auf dem Wochenmarkt zu kaufen. Alle Marktbeschicker des Wochenmarktes werden sich über eine Belebung ihrer Geschäfte freuen, sonst ist auch da das Ende bald abzusehen.
#3 von Udo Schmidt, am 19.10.2019 um 13:54 Uhr
Wieso? Die Rewe Group kann gerne den Petz schließen, dort ist die Einkaufssituation alles andere als einladend und es gibt nicht genügend Parkplätze, der Getränkemarkt ist sehr bescheiden und die Kassen immer voll. Zudem hat er lange nicht das Sortiment, welches das REWE Center bietet. Wozu die Sanierung im Jahr 2012? Kann man denn wirklich nichts gegen die Schließung tun? :( Erst die Post, dann das DRK, nun der Rewe? Was für eine Kreisstadt ist das? :( Einfach nur traurig.
#2 von Katharina, am 19.10.2019 um 13:52 Uhr
Schade, noch ein Geschäft weniger! Wo gibt es in Altenkirchen dann noch z. B. frischen Fisch? Was kommt statt dessen? Die nächste Schmuddelecke?
Kreisstadt mit belebendem (Einzel)-Handel und Einrichtungen des Gesundheitswesens - in einer Dekade nur noch Geschichte?
#1 von Weber, am 18.10.2019 um 13:20 Uhr

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