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Nachricht vom 17.10.2019    

Gemeindeschwester Plus berät in zwölf weiteren Kommunen

Die Krankenkassen und Krankenkassenverbände haben sich im Sommer dieses Jahres mit dem Land verständigt, gesundheitsfördernde Strukturen und Angebote in der Lebenswelt Kommune zu stärken. Daraufhin startete das Sozialministerium ein Auswahlverfahren, bei dem interessierte Kommunen einen Antrag auf Förderung eines kommunalen Gesundheitsförderungskonzepts stellen konnten. Aus dem Verbreitungsgebiet der Kuriere sind die VG Höhr-Grenzhausen und die Stadt Kirchen dabei.

Region. „Ich freue mich sehr, dass die Gemeindeschwestern Plus nun in zwölf weiteren Kommunen Menschen, die älter als 80 Jahre sind, präventive Hausbesuche anbieten können. Sie profitieren dabei von der Beratung zu sozialen Leistungen und Angeboten sowie von Ratschlägen zum Erhalt der Selbstständigkeit. Die Kommune wiederum erhält wertvolle Informationen, welche Bedarfe die Menschen haben und welche Strukturen vor Ort möglicherweise noch gestärkt werden können", betonte Sozialministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler nach der Entscheidung der Lenkungsgruppe über die Auswahl der neuen kommunalen Gebietskörperschaften.

Die Lenkungsgruppe hat sich dazu entschieden, die 10,5 zusätzlichen Vollzeitstellen, entsprechend der Anzahl der Menschen, an die sich dieses Projekt in den jeweiligen Regionen richtet, auf zwölf weitere Kommunen zu verteilen. „Ich freue mich über das große Interesse der Kommunen. Mit der Ausweitung kommt Rheinland-Pfalz dem Ziel, in jeder Kommune eine Gemeindeschwester Plus zu haben, ein gutes Stück näher. Ältere Menschen sind ein aktiver Teil unserer Gesellschaft und wir möchten die Seniorinnen und Senioren in Rheinland-Pfalz mithilfe der Gemeindeschwester Plus dabei unterstützen, möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im vertrauten Umfeld führen zu können", so die Ministerin.

Folgende zwölf kommunale Gebietskörperschaften können zukünftig Teil des Projektes Gemeindeschwester Plus sein: die Landkreise Ahrweiler, Bad Dürkheim, Cochem-Zell, Donnersbergkreis und Vulkaneifel, die Landeshauptstadt Mainz, die Stadt Speyer, die kreisfreie Stadt Neustadt a. d. Weinstraße in Kooperation mit der Verbandsgemeinde Maikammer, die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen, die Gemeinde Morbach sowie die Verbandsgemeinde Kirchen. Dort wird die Gemeindeschwester Plus in der Stadt Kirchen an der Sieg tätig werden. (PM)

Zum Projekt
Das Modellprojekt Gemeindeschwester Plus startete in seiner ersten Phase am 1. Juli 2015 und endete am 31. Dezember 2018. Seit 1. Januar 2019 wird es in einer zweiten Phase fortgeführt. Das Projekt richtet sich an hochbetagte Menschen ab 80 Jahren, die noch selbstständig leben und nicht auf Pflege angewiesen sind, die sich aber gleichzeitig Unterstützung und Beratung in ihrem aktuellen Lebensabschnitt wünschen. Bis jetzt im Einsatz sind 19 Gemeindeschwesternplus mit 12,5 Vollzeitstellen, beschäftigt bei 13 Arbeitgebern (5 Kommunen und 8 Anstellungsträger).

Von 2015 bis 2018 finanzierte das Land Rheinland-Pfalz das Projekt zu 100 Prozent. In den Jahren 2019 und 2020 haben sich die im Land Rheinland-Pfalz vertretenen Krankenkassen und Krankenkassenverbände bereit erklärt, das Projekt in die Förderung kommunaler Gesundheitsförderungskonzepte mit einzubeziehen. Sie beteiligen sich mit 25 Prozent an den Kosten.

Das Angebot der Gemeindeschwester Plus umfasst sowohl präventiv ausgerichtete Beratung, beispielsweise zur sozialen Situation, gesundheitlichen und hauswirtschaftlichen Versorgung, Wohnsituation, Mobilität oder Hobbys und Kontakte, als auch die Vermittlung von wohnortnahen und gut erreichbaren Teilhabeangeboten wie beispielsweise geselligen Seniorentreffen, Bewegungsangeboten, Veranstaltungen oder interessanten Kursen. Da es vor allem in ländlichen Regionen mit vielen kleinen Ortschaften an passgenauen Angeboten mangelt, ist es die Aufgabe der Gemeindeschwester Plus, entsprechende Angebote in den jeweiligen Regionen anzuregen beziehungsweise zu initiieren und damit die Entwicklung gesundheits- und selbstständigkeitsfördernder Infrastrukturen in den Kommunen mit voranzutreiben. Mehr zum Projekt finden Sie auf der Internetseite www.Gemeindeschwester Plus.rlp.de.



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