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Nachricht vom 16.10.2019    

Westerwälder Bauern demonstrieren für Perspektiven

Westerwälder Bauern haben am Montag gemeinsam mit rund 1.000 Berufskollegen aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz vor dem Bundeslandwirtschaftsministerium in Bonn für kooperativen Naturschutz und gegen das Agrarpaket der Bundesregierung sowie ungerechtfertigte Auflagen bei der Düngung und im Pflanzenschutz demonstriert.

Mit seinen Berufskollegen setzte sich Josef Schwan (2. von links vorne) für praxisgerechte Auflagen ein, die wirksamen Umweltschutz ermöglichen. Foto: Privat

Bonn/Westerwald. „Wir Bauern suchen den Dialog, aber die Politik weicht aus“, urteilte der Vorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau, Kreisverband Altenkirchen, Josef Schwan, über die Pläne zu den Verschärfungen der Düngeverordnung und Beschränkungen im Pflanzenschutz. „Die Maßnahmen schaden den Verbrauchern und den Bauern, ohne der Umwelt zu nützen“, urteilte Schwan über die Pläne in diesen Bereichen.

Die Politik habe die Realität in den ländlichen Regionen aus den Augen verloren und orientiere sich stattdessen an den ideologischen Ansichten diverser Umweltorganisationen, meinte der Neuwieder Landwirt Volker Siemeister. Um den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen, brauche es eine enge Verzahnung von wissenschaftlichen Erkenntnissen und fachlicher Praxis. „Beides wird bislang nur unzureichend berücksichtigt – statt dessen dominieren Ideologie und wahltaktische Überlegungen die Politikentscheidungen“, so Siemeister.



Matthias Müller, der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes Westerwaldkreis stellte kopfschüttelnd fest: „Im Westerwald mit idealen Voraussetzungen drängt man die Nutztierhaltung ins Abseits. Gleichzeitig entsteht der größte Kuhstall der Welt mit 37.000 Kühen in der Wüste von Dubai und wir fördern durch das Mercosur-Handelsabkommen den Import von Rindfleisch aus Südamerika. So sieht heute der neue Umweltschutz der Bundesregierung aus.“ (PM)


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