Werbung

Nachricht vom 10.10.2019    

Herbstlicher Vogelzug am Wiesensee erlebt

Weltweit zieht im Herbst und Frühjahr ein Teil der Vögel in südliche Gefilde und im Frühjahr, wenn es wieder wärmer wird, kommen sie zur Brut in geeignete Lebensräume zurück. Ganz bekannt sind hier unsere Weiß- und Schwarzstörche, die vielfach sogar in Folgejahren mit der Partnerin im gleichen Nest brüten. Das haben erst die Beringungen von Vogelkundlern gezeigt. Die Leitung der Beobachtungsexkursion hatte Georg Fahl, Meudt-Eisen.

Beobachter des herbstlichen Vogelzugs am Wiesensee. Fotos: Peter Fasel

Hundsangen. Der Referent der am 6. Oktober durchgeführten Zugvogelexkursion Georg Fahl aus Meudt-Eisen, beringt an geeigneten Stellen im Westerwald über viele Jahrzehnte Zugvögel. Die Daten der Beringungen und Wiederfunde werden an Vogelschutz-Institute weitergeleitet. Hat man nun Wiederfunde beringter Vögel aus mehreren Jahren und Ländern, so kann man die Zugwege dieser Arten auswerten. Damit befassen sich Ornithologen u.a. an Universitäten oder Vogelschutzstationen weltweit. Ganz bekannt sind bei uns die Vogelschutzstationen an der Nordsee oder auf Helgoland. Der Vogelzug befasst sich aber nicht nur mit den Meeres-, Küsten- oder Feuchtwiesen-Vogelarten, sondern auch mit anderen Arten.

Im Westerwald sind vor allem die Westerwälder Seenplatte, der Wiesensee oder die Krombachtalsperre als Rastgebiete bedeutsam. Der Wiesensee bei Westerburg ist bekannt für viele durchziehende Vogelarten. Top Zug- oder Rast- Gebiete sind aufgrund ihrer Größe Gewässer mit geringer Tiefe, da sie hier auch die Möglichkeit der Übernachtung für Schreitvögel wie Kraniche und Reiher bieten.

Der Durchzug beginnt vor allem im Oktober und der Rückzug wieder ab März und April, je nach Wetterlage und Vogelart.



Viele Naturschutzorganisationen engagieren sich für den Vogelschutz und hier insbesondere auch für weit ziehende auch nordische Arten. Besonders bekannt sind Gänse, Enten, Kraniche oder Limikolen (Feuchtwiesenvögel).

Um diese Zugvögel zu erhalten ist es erforderlich Rast- und Ruhegebiete anzulegen, zu schützen und die Jagd für einen Teil von Arten einzuschränken oder auch ganz auszuschließen. Die Naturschutzverwaltung, der NABU, BUND, WWF und die GNOR versuchen daher Teile der Landschaften mit besonderer Bedeutung für Zugvögel zu sichern und zu erhalten, das heißt deren Bewirtschaftung in bestimmten Monaten einzuschränken oder auszuschließen.

Der Wiesensee war bis vor 40 Jahren ein Feuchtwiesengebiet mit Bruten von Bekassine, Braunkehlchen, Wiesenpieper und Wachtelkönig. Mit Aufstauung zu einem Freizeitsee ist der größte Teil der naturschutzwürdigen Fauna und Flora nur noch an Randzonen erhalten geblieben.

In der Mediathek kann man sich den Sendebericht des SWR zur Zugvogelexkursion des NABU unter SWR Aktuell vom 6. Oktober – Vogelzug und Klimawandel – anschauen. (Peter Fasel, NABU Gruppe Hundsangen)


Lokales: Wallmerod & Umgebung
Feedback: Hinweise an die Redaktion

WW-Kurier Newsletter: Immer bestens informiert

Täglich um 20 Uhr kostenlos die aktuellsten Nachrichten, Veranstaltungen und Stellenangebote der Region bequem ins Postfach.

Alle Bilder (für eine größere Ansicht klicken Sie bitte auf eines der Bilder):
       

Anmeldung zum WW-Kurier Newsletter


Mit unserem kostenlosen Newsletter erhalten Sie täglich einen Überblick über die aktuellen Nachrichten aus dem Westerwaldkreis.

» zur Anmeldung



Aktuelle Artikel aus Vereine


Tanzsport-Highlight in Koblenz: Landesmeisterschaft lockt Spitzenpaare an

Am Samstag, 7. März 2026, wird das Vereinsheim des TGC Redoute Koblenz e.V. zum Schauplatz der rheinland-pfälzischen ...

Wäller Helfen e. V.: Nachbarschaftshilfe jetzt auch in Hessen

Der Verein Wäller Helfen e. V. erweitert sein Programm "Kleine Hilfe - große Wirkung" nach Hessen. Ab ...

EG Diez-Limburg sichert sich Halbfinaleinzug mit klarem Sieg

Die EG Diez-Limburg hat sich in der Viertelfinalserie gegen die Realstars Bergisch Gladbach souverän ...

Musik verbindet: Spendenübergabe an Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer Paten

Die Bindweider Bergkapelle und der MGV Rosenheim haben kürzlich eine Spende an die Kinderkrebshilfe Gieleroth/Unnauer ...

Wäller Helfen e. V. beim Karnevalsumzug in Langenhahn

Der Verein Wäller Helfen e. V. hat sich mit seinem generationenübergreifenden Engagement im Westerwald ...

Jonas Keil erreicht Podestplatz bei den Ost Open Rollstuhltennismeisterschaften

Jonas Keil aus Limburg hat bei den Ost Open Rollstuhltennismeisterschaften 2026 in Bernburg einen bemerkenswerten ...

Weitere Artikel


IKK Regionaldirektor Martin Müller geht in den Ruhestand

Im Festsaal der Kreishandwerkerschaft Mittelrhein in Koblenz wurde jetzt der langjährige IKK Südwest-Regionaldirektor ...

Lesen, schauen und lauschen im „Wohnzimmer der Stadt“

Eine Bibliothek ist ein Raum, in dem sich lückenlos Buchrücken in Regalen reihen, die bis zur Decke reichen. ...

Nistertaler Weinfest mit großem Musikprogramm

Am 19. Oktober ab 17 Uhr ist es wieder soweit: Am Bürgerhaus Nistertal veranstaltet der Musikzug der ...

Neue Radkarte „Fahrradfahren rund um den Köppel“

Viele Touren - ein Ziel. Vier Verbandsgemeinden – ein Projekt: Die Verbandsgemeinden Höhr-Grenzhausen, ...

Chronische Krankheiten im Fokus beim Lungenfachtag in Siegen

„Die chronisch kranke Lunge – Lungenkrebs: Bewährtes, Neues Zukünftiges“: Das ist das Thema beim Lungenfachtag ...

Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert naturnahe Wälder

„Die großflächigen Schäden in den deutschen Fichtenforsten ergeben eine dramatische Situation, bieten ...

Werbung