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Nachricht vom 08.10.2019    

Wilke-Wurst: Auch Kreise Neuwied und Westerwald vom Listerienskandal betroffen?

Zwei Menschen starben, dutzende weitere erkrankten, nachdem sie keimbelastete Wurst des Produzenten Wilke gegessen hatten. Müssen sich nun alle Verbraucher Sorgen machen? Fest steht, dass eine große Anzahl von Betrieben, Supermärkten und Caterern von Wilke beliefert wurden. Ein Identitätskennzeichen weist auf betroffene Ware hin.

Symbolfoto

Region. Die mit Listerien belastete Wurst des Herstellers Wilke Waldecker Fleisch- und Wurstwaren GmbH aus Hessen ist über Zwischenhändler möglicherweise auch nach Rheinland-Pfalz geliefert worden. Das Ernährungsministerium in Mainz fordert Betriebe im Land auf zu prüfen, ob auch sie Produkte des Wurstproduzenten erhalten haben, heißt es in einer Mitteilung vom Montag. „Aktuell gehen wir davon aus, dass Betriebe in ganz Rheinland-Pfalz Wurstwaren des Unternehmens erworben haben“, sagt Ernährungsministerin Ulrike Höfken. Betriebe sollten nun aktiv überprüfen, ob sie Wilke-Produkte mit dem Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ erhalten haben.

Wilke-Wurst auch unter anderem Namen in Handel
Wilke belieferte zum Beispiel Krankenhausküchen und Kantinen, aber auch Großhändler sowie den Lebensmitteleinzelhandel und Wursttheken. Auf abgepackten Wurstprodukten ist ebenfalls das Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ angegeben, auf das Verbraucher achten sollten. Bei loser Ware an der Wursttheke ist nicht zu erkennen, ob es sich um belastete Wurst handelt, denn Listerien sieht, riecht und schmeckt man nicht. Hier bleibt Kunden nur übrig, darauf zu vertrauen, dass Firmen überprüfen, ob sie mit Wilke-Wurst beliefert wurden.




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Die mit Listerien verunreinigte Wurst lag zum Teil auch unter anderen Namen in den Supermarkt-Regalen. In allen Fällen weist wiederum das Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ auf die Ware hin. Diese Marken und Handelsnamen sind betroffen, sofern sie das Identitätskennzeichen „DE EV 203 EG“ tragen: Haus am Eichfeld, Metro Chef, Service-Bund "Servisa", CASA, Pickosta, Sander Gourmet, Rohloff Manufaktur, Schnittpunkt, Korbach, ARO, Findt, Domino.

Die Einzelhandelsketten Lidl, Aldi, Rewe, Penny und Edeka sind nach eigenen Angaben nicht von Wilke beliefert worden.

Listerien können gefährlich werden für Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem wie etwa Schwangere, Senioren oder Kranke und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Bevor jedoch Panik ausbricht: Bei gesunden Menschen verläuft eine Erkrankung meist unauffällig und ohne Folgen. Der Betrieb im Landkreis Waldeck-Frankenberg ist seit Dienstag vergangener Woche geschlossen, seit Mittwoch läuft der weltweite Rückruf der Waren. (rm)


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