Werbung

Nachricht vom 08.10.2019    

Internetbasierte Fahrzeugzulassung

Mit einer Neuerung der Fahrzeug-Zulassungsverordnung können seit 1. Oktober die Erstzulassung, die uneingeschränkte Wiederzulassung, die Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen online durchgeführt werden. Zudem ist bei bestimmten Vorgängen eine vollautomatisierte Antragsbearbeitung und -entscheidung eingeführt und bei der Umschreibung von Fahrzeugen das sofortige Losfahren ermöglicht worden.

Foto: Kreisverwaltung Montabaur

Montabaur. „Knapp 20 Millionen Zulassungsvorgänge von PKW im vergangenen Jahr – die Kraftfahrzeug-Zulassung ist eines der meistgenutzten Verwaltungsverfahren in Deutschland. Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung. Mit unserem Verordnungsentwurf werden wir nun auch das erstmalige An- und das Ummelden per Mausklick ermöglichen. Das ist eine enorme Erleichterung für den Neu- und Gebrauchtwagenmarkt. Künftig heißt es einfach: klicken und losfahren. Das ist Bürgerservice pur.“ – Ankündigung des Bundesverkehrsministers Andreas Scheuer im Vorfeld der Einführung.

Das Projekt „Internetbasierte Fahrzeugzulassung“ (i-Kfz) des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) zielt auf eine einfachere, nutzerfreundlichere und effizientere Fahrzeugzulassung, die – unter weitgehender Beibehaltung der Verfahrensabläufe im heutigen Zulassungsverfahren – möglichst medienbruchfrei abgewickelt werden soll.

Der Gang zur Zulassungsbehörde (ZulB) soll künftig für Standardfälle entfallen können. Das Vorhaben wird dabei stufenweise umgesetzt. Die Stufen 1 und 2 sind bereits im Betrieb und umfassen die internetbasierte Abwicklung der folgenden Vorgänge:

• Stufe 1: Internetbasierte Außerbetriebsetzung (seit dem 1. 1. 2015 in Betrieb)
• Stufe 2: Internetbasierte Wiederzulassung auf dieselbe Halterin beziehungsweise denselben Halter im selben Zulassungsbezirk mit demselben bei der Außerbetriebsetzung reservierten Kennzeichen (seit dem 1. 10. 2017 in Betrieb)

Mit der Einführung der Stufe 3 kann erstmals der gesamte Lebenszyklus eines Fahrzeuges aus zulassungsrechtlicher Sicht, von der Neuzulassung bis zur Außerbetriebsetzung, internetbasiert abgewickelt werden. Dabei können im Zuge dieser Neuerung weiterhin erstmal nur Privatpersonen selbst das Verfahren nutzen.

Der Kunde benötigt einen modernen Personalausweis mit freigeschalteter Onlinefunktion, ein Smartphone mit dem installierten Programm „Ausweisapp2“ oder wahlweise ein Ausweislesegerät. Zulassungen auf Unternehmen beziehungsweise die Zulassung durch Bevollmächtigte sind in diese Umsetzungsstufe des iKfz-Verfahrens noch nicht integriert. Auch Sonderfälle wie Wechsel-, Rote, Oldtimer-, Diplomaten, Ausfuhr und Grüne Kennzeichen sowie minderjährige Antragssteller sollen Bestandteil der nächsten Stufen sein, die laut Bundesministerium zeitnah folgen werden.

Der Leiter der Zulassungsstelle des Westerwaldkreises, Sven Reichwein, empfiehlt allen Interessierten einfach mal reinzuschnuppern und sich über das Verfahren zu informieren. Das „iKfz-Verfahren“ ist ein Musterbeispiel für die fortschreitende Digitalisierung der Verwaltung und in vielerlei Hinsicht ein Vorzeigeprojekt des eGovernment, so Reichwein.

Die Kreisverwaltung hat dazu viele Informationen gebündelt unter https://www.westerwaldkreis.de/kfz-zulassung.html bereitgestellt und steht den Bürgerinnen und Bürger im Rahmen der Servicezeiten gerne beratend zur Verfügung.

Für Anwendungsprobleme innerhalb begonnener internetbasierter Zulassungsvorgängen ist die KommWis, Gesellschaft für Kommunikation und Wissenstransfer mbH in Mainz, zuständig. Die örtliche Zulassungsstelle hat aktuell leider keine Zugriffsmöglichkeit auf das Onlineverfahren. Die Verwaltungen des nördlichen Rheinland-Pfalz haben im Rahmen eines kürzlich durchgeführten Erfahrungsaustausches beim Verkehrsministerium bereits für die kurzfristige Einrichtung einer landesweiten Telefonhotline, auch am Wochenende, stark gemacht. Damit würde die vermehrte Nutzung und auch die fehlerfreie Durchführung der internetbasierten Fahrzeugzulassung gefördert werden.

iKfz soll ausdrücklich nicht zu einer Serviceverlagerung ins Internet dienen, betont Reichwein. Die Fahrzeughalter/innen werden weiterhin alle Zulassungsvorgänge im Westerwaldkreis in gewohnter Weise bei der Kreisverwaltung in Montabaur bzw. den Außenstellen der Verbandsgemeinden in Hachenburg und Westerburg durchführen können. Durch das Online-Verfahren wird das Serviceangebot zukunftsfähig digital ergänzt. Es wird weiterhin immer Fallkonstellationen geben, die einen Behördengang unumgänglich machen. Aber auch hier wird stetig an der Verbesserung der Servicequalität gearbeitet.


Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: Internetbasierte Fahrzeugzulassung

Es sind leider keine Kommentare vorhanden

Beliebte Artikel beim WW-Kurier


Berufsschüler muss Schule wegen nicht entschuldigter Fehlzeiten verlassen

Die Entscheidung des Schulleiters einer Berufsbildenden Schule, das Schulverhältnis mit einem Schüler, der mindestens zehn Tage unentschuldigt gefehlt hat, zu beenden, ist nicht zu beanstanden. Dies hat das Verwaltungsgericht Koblenz entschieden.


Region, Artikel vom 17.01.2020

Traktorfahrer geflüchtet – Zeugen gesucht

Traktorfahrer geflüchtet – Zeugen gesucht

Wegen eines im Dunkeln unbeleuchteten Traktors musste ein Autofahrer bei Ettinghausen ausweichen und kollidierte in der Folge dieses Manövers mit einem PKW. Der Traktorfahrer fuhr weiter, daher bittet die Polizei um sachdienliche Zeugenaussagen.


Mehrere verletzte Personen durch Missachtung der Vorfahrt

Am Abend des 16. Januar, gegen 17.30 Uhr, kam es zu einem folgenschweren Verkehrsunfall auf der L288, Höhe Abfahrt Kloster Marienstatt. Hier gab es zwei Schwerverletzte und einen leichtverletzen Fahrer. Polizei dankt Ersthelfern.


Politik, Artikel vom 17.01.2020

Windpark Hartenfelser Kopf erweitert

Windpark Hartenfelser Kopf erweitert

Der derzeit größte Windpark innerhalb des Westerwaldkreises, der Windpark Hartenfelser Kopf, kann um zwei weitere Windenergieanlagen erweitert werden. Damit kann der Anteil erneuerbarer Energien an der Energieerzeugung weiter erhöht werden. Nach Fertigstellung kann der Windpark Hartenfelser Kopf den Energiebedarf von knapp 210.000 Menschen decken.


Das 14. Currywurst-Festival Neuwied steht vor der Tür

VIDEO | Da können sich Berlin und das Ruhrgebiet über das „Urheberrecht“ in punkto Currywurst streiten wie sie wollen, Fakt ist: Ab dem 31. Januar ist Neuwied für drei Tage wieder die Currywurst-Hauptstadt Deutschlands. Sehr zur Freude der Fans des unübertrefflichen Schnellimbisses.




Aktuelle Artikel aus der Politik


Windpark Hartenfelser Kopf erweitert

Herschbach. Die ersten zwölf Windenergieanlagen wurden bereits im Jahr 2006 errichtet und in Betrieb genommen. Der damals ...

Einwohnerzahl in Bad Marienberg ist ansteigend

Bad Marienberg. Von den Einwohnern sind 3.147 Personen weiblich = 50,328 Prozent und 3.106 Personen männlich = 49,672 Prozent.

Die ...

Westerwaldkreis baut Schulsozialarbeit aus

Montabaur. An den Gymnasien in Höhr-Grenzhausen, Montabaur und Westerburg soll die Zahl der vorhandenen Schulsozialarbeiter ...

MdB Dr. Andreas Nick zur Zukunft der Organspende

Montabaur. In der aktuellen Debatte im Deutschen Bundestag zur Neuregelung der Organspende sprach sich Andreas Nick in seiner ...

Wildes Parken in der Verbandsgemeinde Ransbach-Baumbach

Ransbach-Baumbach. Diese Vorkommnisse möchte die Verbandsgemeindeverwaltung nun zum Anlass nehmen und auf einige Grundsätze ...

Wie gewinnt man Wahlen in den 20ern?

Koblenz/Montabaur. Zu diesem Zweck diskutierte Gerd Schreiner, Mitglied es Landtages und neuer Generalsekretär der CDU RLP ...

Weitere Artikel


Der Wissener SV startet in seine vierte Bundesligasaison

Wissen/Höhr-Grenzhausen. Am kommenden Wochenende (12./13. Oktober) geht die erste Mannschaft des Wissener SV in seine vierte ...

Verkehrsunfall mit schwer verletztem Fußgänger

Montabaur. Am 8. Oktober um 6:30 Uhr kam es in der Alleestraße in Montabaur zu einem Verkehrsunfall mit einem schwer verletzten ...

CDU-Waldforum: Was wird aus unserem (Wester-)Wald?

Ransbach-Baumbach. CDU-Kreisvorsitzender Dr. Andreas Nick MdB und der CDU-Fraktionsvorsitzende im Westerwälder Kreistag, ...

HG. Butzko vereint in Hachenburg Kabarett und Aufklärung

Hachenburg. Die wirklich Mächtigen sitzen nicht auf den Regierungsbänken oder an der Wall-Street, die wirklich Mächtigen ...

Gäste aus Thaleischweiler schlagen sich selbst

Boden. Die Regularien schreiben eine Mindestbesetzung von sechs Ringern vor, alles darunter führt zur Niederlage wegen Unterbesetzung ...

Verkehrsunfallflucht in Helferskirchen

Helferskirchen. Am 7. Oktober um 22:15 Uhr kam es in Helferskirchen in der Straße Am Wolsbach zu einer Verkehrsunfallflucht. ...

Werbung