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Nachricht vom 07.10.2019    

„Flook“ brachte Schwung in die Kirche

Von Helmi Tischler-Venter

Die Evangelische Kirche in Höhr-Grenzhausen fasste wahrscheinlich selten so viele Besucher wie am Sonntagabend, 6. Oktober. Die Irish-Folk-Band „Flook“ sorgte für ein restlos ausverkauftes Haus. Die vier virtuosen Musiker aus Irland und England sorgten mit Flöten, Gitarre, Bodhrán und Ziehharmonika für ein flottes und lebenssprühendes Konzert, das Begeisterung erzeugte.

Irish Folk Musikgruppe "Flook". Fotos: Helmi Tischler-Venter

Höhr-Grenzhausen. Uli Schmidt, der Sprecher der gastgebenden Kleinkunstbühne Mons Tabor und profunder Kenner irischer Musikgruppen, hatte Flook als beste Band aus Irland in Erinnerung, deren neue CD „Ancora“, das heißt Anker, Zugabe oder Hoffnung, absolut genial sei. Dafür hatten die vier Weltmusiker 14 Jahre lang Konzertpause gemacht, während der sie die neuen Melodien einspielten. Diese zeigen musikalische Einflüsse aus vielen europäischen Ländern und von befreundeten Musikern. So passen sie auch wunderbar in das diesjährige Motto der Reihe „Musik in alten Dorfkirchen“: Europa.

Brian Finnegan (Whistles), Sarah Allen (Querflöten), Ed Boyd (Gitarre) und John Joe Kelly (Bodhrán) sind allesamt Virtuosen. Sie sind traumhaft aufeinander eingespielt, was sich in der meisterhaften Präzision, aber auch den kreativen Improvisationen zeigt. Vielfältig und durch die typisch irische Flötenbesetzung immer im Sound des Celtic Rock, rissen die genialen Musiker das Publikum mit.

Sehr interessant waren die Geschichten hinter den Reels, die die Künstler auf Englisch zum Besten gaben, denn „mein Deutsch ist kaputt“. So erzählte Ed Boyd, dass er und Brian Finnegan im Sommer immer in einer „summer school“ unterrichten. Als Brian zum ersten Mal in dieser Schule war, war Ally, die Tochter der Direktorin, sechs Jahre alt. Inzwischen leitet sie selbst die Schule und heiratete einen Mann mit Familiennamen „West“. Zur Hochzeit komponierte Brian Finnegan das romantische Lied „Ally goes West“.

Fröhlich und flott kam das Lied „Yoko“, japanisch für „Meereskind“ daher, das sich auf die vielen Wimpel bezieht, die für ein Straßenfest über die Straße gehängt werden. Jeder gibt dafür alte Kleidung oder Tücher, das sieht bunt und lustig aus. Türkis und alles, was mit Wasser zu tun hat, liebt die zwölfjährige Tochter der Flötistin Sarah Allen. Ihr ist der Titel „Turquoise Girl“ gewidmet. „The tree climber“ und „Twelve weeks and a day“ sowie „Rounding Malin Head“ folgten direkt und erfüllten temporeich Finnegan‘s Ansage: „You will feel seasick after it.“

Brian Finnegan und Sarah Allen komponierten zwei Walzer, die langsam und getragen auf langen Querflöten begannen, mit einem sanften Gitarrensolo fortgeführt wurden, das von der Tin Whistle und dem rhythmischen Bodhrán begleitet wurde. Bei den mitreißenden schnellen Passagen von „Chick“ klatschten die Zuhörer begeistert mit und ließen sich auch von Ed Boyd zu einem Spontanchor einbeziehen.

Die Aussage „We are having a lot of fun“, war in der Musik der Gruppe „Flook“ deutlich zu hören und zu spüren, daher durften die Vier, die wahrlich kein Geheimtipp mehr sind, erst nach einer Zugabe die Kirche verlassen. htv


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