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Nachricht vom 03.10.2019    

Borgers-Ballett glänzte mit "Aschenputtel"

Rund 180 Tänzerinnen und ein Tänzer der Ballettschule Borgers-Ballett glänzten Ende September in der Stadthalle Westerburg mit „Aschenputtel“. In wunderschönen Kostümen und interessanten Bühnenbildern erzählten sie die Geschichte mit klassischem Ballett, Hip-Hop und Tanztheater.

Eine wunderschöne Aufführung des Märchens "Aschenputtel" begeisterte das Publikum. Foto: privat

Westerburg. Ballett, Hip-Hop und Tanztheater in gelungener Mischung bot das Ensemble der Ballettschule Borgers. Das Märchen wurde tänzerisch erzählt.

Nachdem der Vater sich verabschiedet, um eine weite Reise anzutreten, ist Aschenputtel - wunderbar anmutig getanzt von Julia Tatarinowitsch - traurig und allein. Statt Trost und Zuneigung bekommt sie von ihrer Stiefmutter (furchteinflößend: Lilly Hering) nur Ablehnung und Arbeit und wird von ihren Stiefschwestern (Jana Kölgen und Saskia Stahl) gepiesackt. Heinzelmännchen und Mäuse in wunderbaren Kostümen sehen ihre Not und helfen beim Kehren und Saubermachen Als die Arbeit getan ist, setzen sich alle zu Tisch, nur Aschenputtel muss am Kamin sitzen. Hoppelnd und schnuppernd kündigen die kleinen Hasen die Waldtiere mit Igeln und Rehen an, die Aschenputtel trösten und ihr ein Lächeln aufs Gesicht zaubern wollen.

Im Schloss albern derweil der Prinz und sein Freund (sehr ausdrucksstark getanzt von Marie Sökefeld und Charlotte Becker) herum, als die Königinmutter (Sophia Seiffarth) hereintritt und ermahnt, er solle sich gefälligst für den geplanten Ball rüsten und eine Braut suchen! Unterdessen erreichen die Einladungen die Stiefschwestern, die sich für den Ball herausputzen wollen: Aschenputtel schleppt Kleid um Kleid - gefertigt von der Malschule Gießen - zum Probieren heran. Aschenputtel bettelt, mitgehen zu dürfen, stattdessen wirft die Steifmutter ihr neue Arbeit vor die Füße: Erbsen und Linsen kullern, mit großer Freude getanzt von den Jüngsten der Ballettschule, auf die Bühne. Zum Glück kommen auch die Tauben zu Hilfe und sortieren mit in übergroße gelbe und grüne Schüsseln. Als die gute Fee (Felicia Thiel) erscheint, bringen die Schicksalsfeen Kleid, Kutsche und Schuhe in einem anmutigen leichten Tanz vorbei.




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Derweil im Schloss, tanzt die feine Hofgesellschaft einen Eröffnungstanz, gefolgt von einer imposanten und kraftvollen Mazurka, bei dem Matthias Schönborn seine Rolle als Tänzer sehr gut meistert. Nach einem Bourreetanz in Gold wird es still und zauberhaft: Eine unbekannte Schöne tritt herein: Aschenputtel. Der Prinz ist verzückt, ein wunderbares Pas de deux der beiden folgt.
Nach dem gemeinsamen Walzer, bei dem die Stiefmutter versucht, die Aufmerksamkeit des Prinzen zu erregen und sich und ihre Töchter zum Tanz vorzudrängeln, schlägt es Mitternacht: Kraftvoll und energiegeladen stürmen die Hip-Hop Tänzer auf die Bühne. Dabei verliert der Prinz seine Angebetete, er blickt nur in fragende Gesichter. Bei der anschließenden Schuhanprobe, bei der alle Damen auf Stühlen vor dem Vorhang ihre Füße recken, stellen sich die Damen immer wieder hinten an! Als der Prinz sich dessen gewahr wird, verjagt er alle und kommt zum Haus von Aschenputtel. Auch hier passt der Schuh erst nicht, sogar die Stiefmutter will ihren Fuß hineinquetschen. Der Freund hält die Stiefmutter zurück und der Prinz findet Aschenputtel, der Schuh passt. Am Schluss fliegen die Herzen der vierjährigen Eleven der Ballettschule über die Bühne, die die Liebe der beiden feiern.

Die Proben für „Aschenputtel“ mit wunderschönen Kostümen, Farben und Bühnenrequisite dauerten fast ein Jahr. Das hier dargebotene Stück unter der Leitung von Tanja Helfert-Borgers bot tänzerisch sowie schauspielerisch eine große Intensität und Ausdruckskraft. Aus dem Publikum schallende Bravo- und Zugabe-Rufe und der donnernde Schlussapplaus ließen fast kein Auge trocken. (PM)


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