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Nachricht vom 08.09.2019    

Vom Wurzelnschlagen und dem Glück des Ankommens

Daniel Schreibers „Zuhause“ ist „ein Buch über das Wurzelnschlagen. Über das unverhoffte Glück des Ankommens. Und wahrscheinlich auch: über das Erwachsenwerden“, kommentierte Clemens Hoffmann im Südwestrundfunk. Und Fritz Habekuss schrieb für „Die Zeit“: „Ein Essay, den man nach der Lektüre nicht sofort ins Bücherregal stellen mag, weil die Gedanken, die er zum Schwingen gebracht hat, nach der letzten Seite noch lange in Bewegung sind.“ Am 26. September kommt Schreiber mit seinem Essay zu den Westerwälder Literaturtagen.

In seinem persönlichen und viel gerühmten Essay „Zuhause: Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen“ beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines kollektiven Gefühls. (Foto: Amy Patton)

Wissen-Schönstein. Früher war Zuhause der Ort, von dem man kam – und heute? Wo gehören wir hin? Was ist unser Zuhause in einer Zeit, in der sich immer weniger Menschen sinnstiftend dem Ort verbunden fühlen, an dem sie geboren wurden?

Wie finden wir unser Zuhause?
In seinem persönlichen und viel gerühmten Essay „Zuhause: Die Suche nach dem Ort, an dem wir leben wollen“ beschreibt Daniel Schreiber den Umschwung eines kollektiven Gefühls: Zuhause ist nichts Gegebenes mehr, sondern ein Ort, nach dem wir uns sehnen, zu dem wir suchend aufbrechen. Schreiber ist zu Gast bei den Westerwälder Literaturtagen („ww-lit“) am Freitag, dem 26. September, um 19 Uhr auf Schloss Schönstein in Wissen. Bernhard Robben, der bei Literaturfestivals inzwischen sein eigenes Publikum mitbringt, übernimmt die Moderation.

Wo kann man bleiben?
Schreiber blickt auf Philosophie, Soziologie und Psychoanalyse, und zugleich erzählt er seine eigene Geschichte: von Vorfahren, die ihr Leben auf der Flucht verbrachten. Von der Kindheit eines schwulen Jungen in einem mecklenburgischen Dorf. Von der Suche nach dem Platz, an dem wir bleiben können.



Wer ist Daniel Schreiber?
Daniel Schreiber, geboren 1977, lebt in Berlin. Er arbeitet als freier Autor unter anderem für „Die Zeit“, Deutschlandradio Kultur und die „taz“. 2007 erschien seine Susan-Sontag-Biographie „Geist und Glamour“.

Was muss man wissen?
Eintrittskarten gibt es zum Preis von 12 Euro, ermäßigt für 10 Euro im Vorverkauf, unter anderem im Buchladen in Wissen und bei den Ticket-Regional-Vorverkaufsstellen sowie online direkt unter ww-lit.de. An der Abendkasse kostet der Eintritt 15 Euro. Die Veranstalter weisen darauf hin, dass Schloss Schönstein nicht barrierefrei ist. (PM)


Mehr dazu:   Veranstaltungen heute im Westerwald  
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