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Nachricht vom 29.08.2019    

Inklusionsanhänger für die Diakonie im Westerwald

Eine unabhängige Beratungsstelle für Menschen mit Behinderungen bietet das Diakonische Werk Westerwald in Montabaur schon seit einigen Monaten an. Es fußt auf der „Ergänzenden unabhängige Teilhabeberatung“ (kurz EUTB), die im neuen Sozialgesetzbuch beschrieben ist. Diese Beratung erfolgt unabhängig von Leistungsanbietern. Eine weitere Besonderheit: Viele selbst von Behinderungen Betroffene sind als Berater tätig und können so eine sehr zielgenaue Beratung bieten. Nun wird das Angebot der EUTB im Westerwald erweitert.

Die Materialien simulieren Beeinträchtigungen und können ausprobiert werden. Fotos: Sabine Hammann-Gonschorek

Westerburg/Montabaur Das Diakonische Werk hat mit Hilfe der Glücksspirale und großzügiger Spenden der Firmen Gestamp Griwe aus Westerburg und des Sanitätshauses Wittlich in Bendorf sowie weiterer Spender einen Inklusionsanhänger angeschafft. Der Anhänger wurde auf dem Gelände des Diakonischen Werks in Westerburg der Öffentlichkeit vorgestellt. Er enthält Materialien, mit denen Menschen behinderungsbedingte Einschränkungen erleben können, wie Rollstühle, einen Parcours mit Wippe, Simulationsbrillen verschiedener Augenerkrankungen und Blindenstöcke, Handschuhe, die den Tastsinn beeinträchtigen und vieles mehr.

Ein neuer Ansatz in der Arbeit für behinderte Menschen, sagt Wilfried Kehr, Leiter des Diakonischen Werks im Westerwald: „Wir wollen für die Einschränkungen, die Menschen mit Behinderungen haben, sensibilisieren. Nicht Betroffene können sich durch das praktische Ausprobieren in die Beeinträchtigungen im Alltag viel besser hineindenken und hineinfühlen. Das ist ein wichtiger Baustein für die Inklusion.“




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In Zukunft soll der Anhänger interessierten Gruppen, besonders Schulklassen, Konfirmanden- und Jugendgruppen, zur Verfügung gestellt werden und auf Gesundheitsmessen und Inklusionstagen zum Einsatz kommen. Interessenten können sich an Martin Willuweit, Diakonisches Werk Westerwald, Außenstelle Montabaur, Telefon: 02602/10698-60, E-Mail: martin.willuweit@diakonie-westerwald.de, wenden. (shg)


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