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Nachricht vom 25.08.2019 - 23:37 Uhr    

Demonstration der BI "Erhaltet die Natur in unserer Wäller Heimat!"

Die Bürgerinitiative "Erhaltet die Natur in unserer Wäller Heimat! Keine neuen Autohöfe im Westerwald!", die Naturschutzinitiative e.V., demonstrieren am 30. August ab 14 Uhr, auf dem „Großen Markt" in Montabaur gegen die Abholzung des Waldes, an der B255 bei Heiligenroth.

Symbolfoto

Heiligenroth. Hier plant der Investor die Firma Bellersheim einen LKW-Autohof mit Gastronomie, Werkstatt, Waschanlage, Spielhalle sowie einen 30 Meter hohen Werbepylon, der die LKWs von der A3 lotsen soll. Das Ganze im 24 Stunden- Betrieb.

Seit über fünf Jahren wehren sich die BI und die Naturschutzverbände gegen dieses Projekt. Zuletzt konnte die „Naturschutzinitiative e.V." aus Quirnbach durch eine richterliche Anordnung die vorläufige Rodung stoppen.

Im Zeichen des Klimawandels darf kein gesunder Baum mehr gefällt werden. 84 Prozent der Bäume in Rheinland-Pfalz sind krank. Auch die Wälder im Westerwald sind in einem katastrophalen Zustand. In den vergangenen acht Wochen rückte das Waldsterben in Deutschland wieder in den Fokus der Öffentlichkeit. Bundes- und Landespolitiker übertrumpfen einander mit Vorschlägen zur Reduzierung von Klimagasen und Aufforstungsprogrammen. Ausgelöst durch den konkreten Vorschlag einer Eidgenössischen Hochschule zur Aufforstung einer Fläche von der Größe der Vereinigten Staaten oder Brasiliens zur Erreichung der in Paris beschlossenen Klimaziele von maximal plus 1,5 Grad, schlägt die Bundeslandwirtschaftsministerin für Deutschland ein staatliches Aufforstungsprogramm in der Größenordnung von 500 Millionen Euro vor.

Die CDU-Rheinland Pfalz beschloss am 15. August in Maria Laach ein Waldprogramm. Einige Tage vorher hatte der CDU-Fraktionsvorsitzende im Mainzer Landtag den Westerwald besucht und dabei auch die Schäden in der besonders betroffene Region, rund um den Köppel besichtigt. Sogar, die für den Autohof geplante Waldausgleichsfläche zwischen Heiligenroth und Ruppach-Goldhausen musste wegen der Trockenheit und durch Schäden des Borkenkäfers abgeholzt werden.

Ohne Wald kann der Mensch nicht leben, er gibt uns Sauerstoff, sauberes Wasser, dort leben viele Tiere und Pflanzen, er ist Erholungsort für uns Menschen. Mit dem Autohof wird das Gegenteil erreicht. Noch mehr Feinstaub, versiegelte Flächen, Müll, Lärm und Lichtverschmutzung. Tieren und Pflanzen nimmt man den Lebensraum.

Jetzt muss unbedingt gehandelt werden. Deshalb fordert die BI mit der Demo die Kommunalpolitiker auf, das Projekt „Autohof Heiligenroth" nicht zu genehmigen. Die hiesige Bevölkerung will den Wald erhalten. Mit einigen Vorträgen werden die Demonstranten die Bevölkerung über das Projekt und die Folgen der Abholzung aufklären. (PM)



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