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Nachricht vom 24.08.2019    

Premierenlesung „Am Windtelefon“ mit Marie Luise Blanke

In der Stadthalle in Ransbach-Baumbach stellte Marie Luise Blanke ihr inzwischen viertes Buch vor. „Am Windtelefon“ ist die Übersetzung von „Kaze no denwa“ – so heißt ein altmodisches Telefonhäuschen, das in Japan auf einem Hügel mit Meerblick steht und dessen Verkabelung ins Nichts geht. Trotzdem ist es für viele Menschen, die ihre Liebsten bei dem verheerenden Tsunami verloren haben, eine Möglichkeit, ihnen noch all das zu sagen, wozu sie nicht mehr gekommen sind.

Fotos der Lesung von Ulrike Puderbach

Ransbach-Baumbach. Marie Luise Blankes Geschichten sind wie diese Gespräche am Windtelefon – Botschaften, die der Wind von Seele zu Seele trägt und Geschichten, in denen sich jeder irgendwo ein Stück weit wiederfindet. Auch Bürgermeister Michael Merz ließ es sich nicht nehmen, die Autorin zu begrüßen und ihr Werk zu würdigen. Vor einem voll besetzten Saal unterhielt die Autorin gemeinsam mit dem Heart Chor aus Koblenz das Publikum mit einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Programm aus Musik und Geschichten. Abwechselnd mit den Geschichten präsentierte der Chor dazu passende Lieder.

Der Chor eröffnete den Abend mit dem Lied „Siyahamba“, einem Song, der die spirituelle Gemeinschaft der Menschen beschwört. Im Anschluss erklärte Blanke etwas zum Titel des Buches und der Verbindung ihrer Geschichten dazu. Danach las sie ihre erste Geschichte „Zu viel Meer unterm Kiel“, in der eine Frau auf der Intensivstation erwacht und nur langsam zu ihrer Erinnerung zurückfindet. Passend dazu und auch als Metapher für das Auf und Ab im Leben sang der Chor „Sailing“.

Die nächste Geschichte war die Titelgeschichte „Am Windtelefon“ – eine Geschichte, in der eine Frau ihr persönliches Windtelefon findet, nachdem sie ihre Freundin an den Krebs verloren hat und während des virtuellen Gesprächs mit ihrer Freundin dort den Blick auf ihre eigene Seele findet. Der folgende Song „Can´t help falling in love with you” sollte den Blick darauf lenken, dass man nie weiß, wo die Liebe hinfällt.

Eine wahre Geschichte ist das „Pooltreffen“, das die Autorin ihrer Schwimmgruppe widmete und das den Leuten im Publikum bei der lebendigen Beschreibung der festen Rituale während der morgendlichen Schwimmstunde so manches Lachen entlockte. Den Schluss bildete die Geschichte „Am Ende alles Stiller“ mit dem Hinweis auf den Roman von Max Frisch, in der eine Tote bei ihrem eigenen Beerdigungskaffee doch letztlich selber das Heft in der Hand behält.

Für das letzte Lied des Abends „Heaven is a wonderful place“ gesellte sich die Autorin sich zu Heart Chor und gemeinsam beschlossen sie so einen unterhaltsamen Abend mit Musik, zauberhaften Geschichten und viel Freude.

Marie Luise Blankes Lesung war ein voller Erfolg, im Anschluss signierte die Autorin noch zahlreiche Bücher und beantwortete die Fragen ihrer Gäste. Das Buch „Am Windtelefon“ ist im Verlag Christoph Kloft und Roland Reischl unter ISBN 978-3-943580-31-0 erhältlich und kann natürlich auf Wunsch auch bei der Autorin selbst unter ulf.luise.blanke@gmail.com bestellt werden. Ulrike Puderbach



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