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Nachricht vom 20.08.2019    

Ein Sommerabend bei Dehner in Heiligenroth

Blumenduft, laue Sommerluft und das leise Plätschern von Springbrunnen. Das Unternehmergespräch der Verbandsgemeinde (VG) Montabaur fand in diesem Jahr im Außenbereich des Dehner Garten-Centers in Heiligenroth statt. Die entspannte Atmosphäre übertrug sich schon bei der Ankunft auf die rund 150 Gäste aus Politik und Wirtschaft, die Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und der Hausherr Marktleiter Markus Itzeck zwischen Hortensien und Beerensträuchern begrüßten – unter ihnen Gastreferent Sascha Böhr, der über Marketingtrends in der digitalen Kommunikation sprach. Musikalische Akzente setzte das Schlagzeugensemble des Landesmusikgymnasiums.

Die Akteure des Abends: (v.l.) Dehner-Marktleiter Markus Itzeck, Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich und Gastreferent Sascha Böhr. Foto: Olaf Nitz

Heiligenroth. Eine Wohlfühlatmosphäre wie das Garten-Center strahle wohl auch die VG Montabaur aus, denn „es wollen ungebrochen viele Menschen hier bei uns wohnen und arbeiten“, stellte Bürgermeister Ulrich Richter-Hopprich in seiner Begrüßungsrede fest. Die Zahl der Einwohner lag zum Stichtag 31. 12. 2018 bei 41.754, die der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze bei 16.691 – ein Plus von 400 beziehungsweise 300 gegenüber dem Vorjahr. „Die Erfolge dieser Region sind vor allem auch ihre Erfolge“, lobte Richter-Hopprich die Unternehmer. „Ihrem Engagement gilt mein herzlicher Dank“. Die Steuereinnahmen setze die VG sinnvoll für die Erneuerung der Infrastruktur ein: für die Sanierung von Straßen, für Schulen und Kitas, für die Feuerwehren, für die Erweiterung von Gewerbegebieten und für das neue Verbandsgemeindehaus, das „Bürgern und Unternehmen einen verbesserten Service bieten wird“, versprach der Bürgermeister. Besonders wichtig sei ihm aber der Ausbau der digitalen Infrastruktur, „denn ohne ein leistungsfähiges Breitbandnetz werden wir schnell abgehängt.“

Vor gut einem Jahr wurde das Dehner Garten-Center in Heiligenroth eröffnet. Stolz stellte Marktleiter Markus Itzeck sein Unternehmen vor: Der Markt in Heiligenroth ist einer von 139 Garten-Centern in Deutschland und Österreich; 5.675 Mitarbeiter hat die Dehner-Gruppe, 30 davon in Heiligenroth. Das Unternehmen wurde 1972 als Samenzuchtbetrieb gegründet und steht bis heute in Familienhand; Hauptsitz ist im bayrischen Rain am Lech. „Unser großes Plus ist, dass wird rund 90 Prozent der angebotenen Pflanzen selbst produzieren. Wir bieten Marken- und Premiumqualität an, keine Billigware.“ Durch die eigene Zucht und eigene Logistik sind die Waren schnell vor Ort. Neben Pflanzen und Gartenbedarf aller Art hat Dehner auch einen gut ausgestatteten Kleintierbereich. Als Kundenservice gibt es zu allen Produktgruppen Infoblätter zur richtigen Anwendung, bei komplexeren Themen zusätzlich Videos auf Youtube. „Unsere Kunde wissen unser Angebot zu schätzen. Wir sind gut angekommen in Heiligenroth“, so Itzecks Fazit.




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Auf einen Streifzug durch die Welt der sozialen Medien führte Referent Sascha Böhr sein Publikum mit seinem Vortrag „Marketing im Neuland. Trends zur digitalen Kommunikation im Zeitalter von Facebook, Whatsapp und Co.“ Böhr ist Gründer und Inhaber der Koblenzer Agentur 247 Grad, die Kunden bei der digitalen Kommunikation berät und begleitet. Hauptprodukt ist eine Kombi-Software zur Organisation verschiedener Social-Media-Aktivitäten. Böhr zeigte auf, welches Netzwerk gerade bei welcher Nutzergruppe angesagt ist, was die besonderen Merkmale sind und wie man diese für das Firmen-, Marken- und Produktmarketing nutzen kann. Whatsapp ist (noch) kein soziales Netzwerk sondern ein Nachrichtendienst, hat aber in Deutschland mit 35 Millionen Nutzern ein riesiges Potential und auch weltweit eine starke Dominanz. Viele Unternehmen setzen es bereits im Kundenservice ein. „Ich gehe davon aus, dass wir in Zukunft unser Leben mit einer einzigen App organisieren, die Geld überweist, ein Taxi oder Pizza bestellt, die Waschmaschine startet und einen Arzttermin vereinbart. Whatsapp hat das Potential dazu“, ist sich Böhr sicher. Außerdem stellte er den Nutzen und Funktionsweise von Chatbots und Sprachassistenten vor: „Wir werden mehr und mehr mündlich mit unseren Geräten kommunizieren; Tastaturen werden irgendwann ganz verschwinden“, so der Experte. „Es gibt so viele Möglichkeiten. Seien Sie mutig und probieren Sie etwas aus. Sonst kommt man nicht weiter“, ermunterte Böhr die Unternehmer.

Sascha Böhr hatte sein Honorar für den Gastvortrag dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospiz Koblenz gespendet. In einer Sammelbox, die durch die Reihen gereicht wurde, kamen zusätzlich 1.002 Euro für den guten Zweck zusammen. Allen Spendern ein herzliches Dankeschön. (PM)


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