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Nachricht vom 20.08.2019    

Momente „Déjavu“ - Kunstausstellung im Quartier Süd

Im Quartiershaus der Dernbacher Katharina Kasper Gruppe findet am 1.September um 15 Uhr die Vernissage zur Ausstellung „Momente Dejavu“ statt. Die Holzbildhauerin Simone Carole Levy und die Malerin Thekla Greiner zeigen im Quartierstreff ihre Werke.

Simone Levy mit einer Skulptur. Fotos: Veranstalter

Montabaur. Simone Carole Levy sagt von sich, dass der Werkstoff Holz sehr früh von ihr bevorzugt wurde. Da sie sich gerne auf ein Gegenüber einlässt, kommt ihr das gewachsene Holz mit seinem individuellen Charakter sehr entgegen. Im Arbeitsprozess setzt sie die Lebensphilosophie in die Praxis um: „Trotz unserer vielschichtigen, komplizierten und oft naturfeindlichen Lebensweise, so harmonisch wie möglich mit der inneren und äußeren Natur in Einklang zu leben, mit ihr gemeinsam meine Anliegen auf persönlicher, sozialer und politischer Ebene zum Ausdruck zu bringen.“

Neben der freien Arbeit nimmt die renommierte Künstlerin gerne auch die Herausforderung für Aufträge an, seien es Kunst am Bau, Symposiums-Themen oder private Wünsche. Simone Carole Levy ist in der Schweiz aufgewachsen, lebt seit 1986 in Deutschland und ist mit vielen Preisen weltweit ausgezeichnet worden. Sie hat mehrere Symposien in Reckenthal mit internationalen Künstlern und Künstlerinnen initiiert. Daraus ist der bekannte Skulpturenweg im Gelbachtal, beziehungsweise entlang des Höhenweges von Wirzenborn bis Bladernheim entstanden.

Die Malerin Thekla Greiner hat vor 45 Jahren in Montabaur ihre Heimat gefunden und konnte sich nach der pädagogischen Arbeit in der Realschule ganz ihren künstlerischen Interessen widmen. Häufig waren es Reiseaufzeichnungen mit Aquarellfarben und Bleistiftskizzen. Aber dann interessierten sie auch größere Formate mit Öl- und später überwiegend Acrylfarbe. Die Farbigkeit hat es ihr angetan, ob transparent durchscheinend und differenziert, oder kräftig bunt und experimentell arbeitend, wurde sie immer von der Neugier geleitet, ob das Vorhaben gelingt und wie die Idee umgesetzt werden kann.

Oft erzählen die Bilder Geschichten, die einen erinnern lassen an bestimmte Begebenheiten, daher „Déjavu“. Sie greifen Momente auf und schaffen Raum für Phantasien. Zufälle spielen eine Rolle. Aber auch die Beziehung zur Natur und Umwelt fließt stark in die Themen ein. Ein besonderes Interesse gilt dem Element Wasser, das vielfältig verarbeitet wurde und immer noch aktuell ist. Hier ist einerseits das Fließende, Transparente, auch Meditative - man denke an die Meeresbrandung, die sich unaufhörlich bewegt - aber auch das Tiefe, Unergründliche in einem See oder dem Ozean mit tiefdunkelblauer Farbtönung zu finden.

Die Arbeiten sollen die Betrachter anregen, können Kritik hervorrufen, Spaß machen, Gespräche provozieren und das Miteinander fördern. In diesem Sinne sei der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper gedankt, dass sie in ihrem Quartierstreff vielfältige Begegnungen ermöglicht und in ihren ansprechenden hellen Räumen noch eine Möglichkeit entstanden ist, auch künstlerische Werke gelungen zu präsentieren. Vor Allem aber ist die Quartiersmanagerin Angela Schmitz-Buchholz eine großartige Unterstützung bei diesem Projekt.

Zur Vernissage am 1. September wird Simone Levy um 16 Uhr das Sägen einer Holzskulptur vorführen und für Kinder bietet sich die Möglichkeit aus den Holzabschnitten eine bunt bemalte Gemeinschaftsarbeit herzustellen, die dann auch in der Ausstellung präsentiert werden kann. Alle interessierten Gäste sind herzlich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Die Ausstellung endet am 13. Oktober. (PM)


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