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Nachricht vom 13.08.2019    

Zwei schöne Lebensstunden mit „momentum“

So kann man seine Freizeit auch genießen: mit momentum. Die Gruppe besteht aus vier Menschen, die in eigenen Texten Gedanken und Erfahrungen festhalten und sie – in diesem Falle im Stöffel-Park – anderen vortragen. Am späten Nachmittag kamen etwa 40 Besucher im Café Kohleschuppen zusammen, um sich auf Marko Rörig, Horst Liedtke, Dany Keller und Frank Breburda einzulassen, die sich das Thema „Reisen“ ausgesucht hatten.

momentum. V.l.: Horst Liedtke, Frank Breburda, Dany Keller, Marko Rörig. Foto: Tatjana Steindorf

Enspel. Horst Liedtke, der Freundlichkeit und Harmonie geradezu verströmt, stellte momentum als „Menschen aus der Region“ vor, die sich der Literatur und Musik verschrieben haben. Und dass auch Wahlwäller Wäller sind, wurde betont.

Mit den Beiträgen wurde, wie Liedtke es versprach, „ in die Schublade des Lebens“ gegriffen. Marko Rörig, der in Hachenburg arbeitet, fasste in einem seiner Texte Gedanken zu Dolce Vita und Far bella figura zusammen, die für ihn eine beispielhafte Lebensführung darstellen. Horst Liedtke, Maler- und Lackierermeister, der in Gemünden wohnt, erzählte ohne brachiale Komik oder Aufregung von seiner Reise nach Lettland. Gerne hörte man seiner warmen Stimme zu, erlebte ein Stück aus seinem Leben.

Dany Keller hat viel zu berichten. Die gebürtige Bayerin hatte als Galeristin für internationale zeitgenössische Kunst in München mit den Stars der Kunst zu tun. Wie sie Romuald Hazoumés Werk in Afrika für sich (und die Welt) entdeckte, das las sie aus ihrem Buch „Nur eine Stunde zu spät“ vor, angenehm nüchtern und ohne jegliche Arroganz. Von dieser interessanten Frau würde man gerne mehr erfahren – einige Bücher hat sie ja bereits veröffentlicht.



Last not least krönte Frank Breburda, der eine Hypnosepraxis in Niedersteinebach führt, alles mit seiner Musik: Gitarre, Gesang und eigene Texte. Hier passte alles auf einem wirklich überzeugenden Niveau zusammen. Die Stücke sprachen an: ob man Breburda in das alte Haus am See folgte oder sich „Wie ein Adler“ in die Höhen schraubte. Mit dem Verkauf seiner CDs fördert er die Ausbildungen der Kinder einer befreundeten balinesischen Familie.

Kunstvermittlerin Marli Bartling hatte die Verbindung zu momentum hergestellt, dafür wurde ihr gedankt – und ein musikalischer Wunsch gewährt – und sie begrüßte ihrerseits auch Carmen Engel vom Stöffel-Park. Die Gäste kamen von nah und fern – aus Enspel und sogar aus Höhr-Grenzhausen. Die schöne Atmosphäre ließ die Besucher in der Pause entspannt kommunizieren und zum Abschluss auch mit gutem Gefühl nach Hause kehren. (Tatjana Steindorf)


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