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Nachricht vom 26.07.2019    

Erhaltet den Nauberg: Wald vor Basalt

Im Nauberg bei Hachenburg, einem unzerschnittenen bewaldeten Höhenrücken, soll jetzt ein altes Naturwaldreservat mit über 140/160 Jahre alten Buchen für den Basaltabbau der Basalt AG "verlegt" werden. Dafür würden 23 Hektar (230.000 Quadrateter), das entspricht 32 Fußballfeldern, mit Unterstützung des grünen Umweltministeriums und von Landesforsten Rheinland-Pfalz, zerstört werden. „Es ist für Naturschützer unverständlich, dass es dem Umweltministerium seit 2011 nicht gelungen ist, die Basalt AG von den Abbauplänen abzubringen. Dies ist ein Armutszeugnis für den Naturschutz in Rheinland-Pfalz“, meint die Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Alter Waldbestand auf dem Nauberg. Foto: NI

Hachenburg. Der WW-Kurier hatte zuletzt am 25. November 2016 unter der Überschrift „Über Nister braut sich ein Gewitter zusammen“ über die Abbaupläne seitens der Basalt AG berichtet und an die Vernunft der Politiker appelliert, den schützenswerten Staatsforst Nauberg zu erhalten. Es hatte sich eine Bürgerinitiative „Rettet den Nauberg“ gebildet, die sich bereits sicher fühlte, dass die beabsichtigten Erweiterungspläne für den zusätzlichen Basaltabbau zu den Akten gelegt worden seien. Die BI wurde enttäuscht. Angesichts der akuten Klimaentwicklung muss der Erhalt jedes Sauerstoff und Kühle produzierenden Baums vorrangig sein vor finanziellen Interessen.

Die NI klagt das grün geführte Umweltministerium an, den Natur-, Arten-, Wald- und Klimaschutz offensichtlich nicht ernst zu nehmen und belegt das mit zwei Beispielen: Autohof in Heiligenroth und Mountainbike-Park im Idarwald.




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Kein Autohof in Heiligenroth!
"Es gab keine Unterstützung für die NI und weitere Naturschützer durch die Umweltministerin beim geplanten Autohof in Heiligenroth, bei dem das dem Ministerium unterstellte Forstamt eine rechtswidrige Rodungsgenehmigung erteilt hatte. Diese wurde auf Antrag der NI sowohl vom Verwaltungsgericht Koblenz als auch vom Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz aufgehoben."

Kein Mountainbike-Park im Wald der Wildkatze!
Im Idarwald setzt sich das grüne Umweltministerin für Deutschlands größten Mountainbike-Park mit 17 Trails im Wald ein. Über 30.000 Besucher und mehr werden erwartet. Mehr über dieses Projekt ist auf der Homepage der Naturschutzinitiative zu lesen: www.naturschutz-initiative.de. Die Naturschützer betonen: „Wir wollen diese Vorhaben gerichtlich verhindern. Im Zeitalter des Artensterbens, des Landschafts- und Waldschutzes und des Klimaschutzes brauchen wir jeden Baum, denn Bäume sind grün!“


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