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Nachricht vom 16.07.2019    

Wenn das einzige Kind stirbt

Als „grauenhaft“ und „einfach nur furchtbar“ beschreibt Tanja P. (Name geändert) ihre Situation. Zu Beginn des Jahres verstarb ihr einziges Kind nach schwerer Krankheit im Alter von 23 Jahren. Tanja P. (57) sucht nach Hilfe für ihre Trauerbewältigung. In Treffen mit anderen verwaisten Eltern fand sie bisher keine passende Gesprächsebene. „Sie hatten noch weitere Kinder und kreisten um ganz andere Trauerthemen als ich“, erzählt sie. Um für einen Austausch mit Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnlich wie sie empfinden, bekommt Tanja Unterstützung von Silke Sartor von der Selbsthilfekontaktstelle der Diakonie in Südwestfalen.

Symbolfoto

Siegen. Von morgens bis abends kann Tanja P. an nichts anderes als an ihre verstorbene Tochter denken. Die verwaiste Mutter ist derzeit nicht in der Lage ihrem Beruf nachzugehen. Sie spricht viel mit ihrem Mann, „doch er trauert anders als ich und macht die Situation eher mit sich selbst aus“, macht Tanja P. deutlich. Seit ihr das Kind aus dem Leben gerissen wurde, hat sich, wie sie selbst sagt, ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Neben psychischen Problemen bemerke sie eine veränderte Haut, Arztbesuche würden sich häufen. „Ich komme einfach nicht zu mir.“ Sie macht viel Sport und geht im Wald spazieren. Doch das sei nur eine temporäre Ablenkung.




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Nun hofft sie darauf, wenigstens auf einen Menschen zu treffen, der ähnliches durchlebt und ebenfalls das einzige Kind verloren hat, um miteinander zu sprechen und Hilfestellungen zu finden. Sollten sich mehrere Mütter und Väter finden, ist auch die Gründung einer Gesprächsgruppe möglich.

Interessierte können sich an die Selbsthilfekontaktstelle unter Telefon 0271 / 5003 131 sowie per E-Mail an selbsthilfe@diakonie-sw.de wenden. (PM)


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